August 2013 archive

Eierschwammerl-Tarte

Heuer ist die Schwammerlernte in unseren Breitengraden gleich null, schuld daran ist natürlich das Wetter, es war schlichtwegs zu warm und zu sonnig. Die Pilze für das heutige Rezept stammen aus dem benachbarten Slowenien. 



Eierschwammerl-Tarte

Tarteform 24 cm

160 g Dinkelvollkornmehl
80 g Butter
1 Ei
Salz
200 g Eierschwammerl/Pfifferlinge
1 kleine weiße Zwiebel
100 g kleine Speckwürfel
Olivenöl
Petersil
Rosmarin
Thymian
1 große Knoblauchzehe
200 ml Sauerrahm
2 Eier
Salz
Pfeffer


Mehl, Butter, ein Ei und etwas Salz zu einem Mürbteig verkneten, eine Stunde im Kühlschrank kalt stellen und danach auf einer bemehlten Fläche rund ausrollen, den Teig in eine eingeölte Tarteform geben und am Rand hochziehen, mehrmals mit einer Gabel einstechen und bei 180 Grad ca. 15 Minuten backen. Schwammerl und Zwiebel klein würfeln und gemeinsam mit den Speckwürfeln in Olivenöl anbraten, mit zwei Eiern und dem Sauerrahm vermischen, Kräuter fein hacken und mit Salz und Pfeffer zur Gemüsemasse hinzufügen. Auf den Teig füllen und ca. 35 Minuten bei 170 Grad fertigbacken.


Säfte & Smoothies, eine Rezension

Heute möchte ich euch wieder ein nettes Buch von weltbild.at vorstellen.


Anfänglich war ich sehr skeptisch, da ich mich eigentlich gegen flüssige und pürierte Nahrung verwehre, weil sie mich monatelang im Krankenhaus begleitet hat, aber diesen Ratgeber Säfte & Smothies von Christine Bailey werde ich wohl öfter zur Hand nehmen, denn er bietet sehr viele Anregungen an Rezepten die für mich ein guter Ersatz für Jogurt an schlechten Essenstagen sind.

Es finden sich sehr variantenreiche Vorschläge für gesunde und vitaminreiche Getränke, die durchaus eine ganze Mahlzeit ersetzen können. Von Ananas-Drink über Cranberry-Rundumschutz und Stresslöser bis Zitruszauber wird man in der großen Auswahl fündig. Viele Smoothies können auch zu einer Kur kombiniert werden. Auch Schönheits- und Powerdrinks , sowie Säfte fürs Immunsystem werden in dem Buch sehr gut beschrieben. Persönlich sprechen mich die erklärenden und ausführlichen Texte und die anregenden Fotos an.


Viele weitere Bücher zum Thema Smoothie, gesunde Drinks und Säfte findet Ihr hier. 






Hühnersuppe mit Bröselknödel

Hühnersuppe mit Bröselknödel

Als Erklärung für meine fleißigen Mitleser nördlich des Weißwurstäquators, ein Hendl oder als Verkleinerungsform, Henderl, ist ein Huhn bzw. Hühnchen. Bei diesem Rezept ist es wirklich wichtig die Suppe selber zu kochen und nicht auf ein Fertigprodukt zurückzugreifen, da das Suppenfleisch als Einlage weiterverwendet wird. Diese Suppe eignet sich ganz besonders bei Männerschnupfen.

Hendlsuppe

8 Portionen

1 halbes Suppenhendl
1 Bund Suppengemüse
einige Pfefferkörner
250 ml  Schlagobers/Sahne
1 Spritzer Zitrone
Salz

Hendl in kleinere Stücke teilen, Suppengemüse putzen, beides gemeinsam mit den Pfefferkörnen in einen geräumigen Topf geben und mit Wasser bedecken.Solange köcheln lassen, bis das Gemüse und das Fleisch weich sind. Flüssigkeit durch ein Sieb abseihen,die klare Suppe mit Schlagobers aufgießenund kurz aufkochen, mit Salz und Zitrone würzen. Kleingeschnittenes Fleisch und Gemüse beigeben, wenn erforderlich, kann die Suppe auch passiert werden.

Bröselknöderl
100 g zimmerwarme Butter
2 Eier
300 g Brösel
feingehackter Petersil
50 ml Milch
Salz
Muskatnuss

Zimmerwarme Butter und Eier schaumig rühren, Brösel hinzufügen, Petersil und Milch unter die Masse mischen und mit Muskatnuss und Salz abschmecken, 15 Minuten ruhen lassen. Kleine Knöderl formen und in der Suppe gar ziehen lassen.

 


Broccolicremesuppe

Gestern war der erste kühle Tag seit langem, ein Grund um etwas deftiger zu kochen.
Broccoli wird übrigens eine krebshemmende Wirkung nachgesagt und er ist besonders reich an Mineralstoffen und Vitamin B.



Broccolicremesuppe
4 Portionen

1 Broccolikopf
1 halbe weiße Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 l Gemüsesuppe zum Aufgießen
Salz
Muskatnuss
100 ml Schlagobers
Olivenöl



Broccoli in kleine Stücke teilen, Blättchen zur Seite legen und in feine Streifen schneiden. Zwiebel und Knoblauch fein schneiden und in etwas Olivenöl glasig andünsten. Den Broccoli hinzufügen und mit Gemüsesuppe bedecken, bißfest kochen, einige Röschen als Deko herausnehmen und den restlichen Broccoli weich kochen, anschliessend mit dem Mixstab fein pürieren. Schlagobers beigeben und die Suppe cremig aufschlagen. Mit Salz und Muskatnuss abschmecken, die Brocccoliröschen und die Blattstreifen als Deko in Suppenschüsseln setzen und die Suppe eingießen.


Heidelbeerdatschi aus dem Ofen

Heidelbeerdatschi aus der Pfanne

Lange musste ich über einen Rezepttitel nachdenken, denn eigentlich kennt man Datschi nur aus der Pfanne, ich hab mir jedoch sagen lassen, dass sie im bayrischen Raum auch gerne im Ofen wie ein Auflauf gebacken werden. Jedenfalls kann man den Teig für beide Varianten verwenden. Klassisch aus der Pfanne oder dekorativ aus dem Backrohr. Dazu passt vorzüglich eine kalte Buttermilch. (mehr …)

Grammelschmalz

Schwarzbrot mit Grammelschmalz
Grammeln oder Grieben, da kommen Kindheitserinnerungen hoch. Dieses Schmalz wurde oft zur Jause serviert und schmeckt am besten mit einem frischen Schwarzbrot. Was ja leider mit Dysphagie oft nicht mehr möglich ist. Wenn man die Speckstücke jedoch sehr fein würfelt, dann  kann man das Schmalz auch für die Zubereitung von Eierspeis oder Sterz verwenden.
(mehr …)

Jakobsmuscheln mit Grammeln

Jakobsmuscheln könnten täglich auf meinem Speiseplan stehen, sie lassen sich variantenreich zubereiten und sind besonders geschmeidig. Heute hab ich mich von meinem Lieblingsrestaurant in Salzburg, dem Gasthof Auerhahn inspirieren lassen. Ein schnelles und wohlschmeckendes Gericht für besondere Anlässe.



Jakobsmuscheln mit Grammeln
2 Portionen

6 Jakobsmuscheln ausgelöst
Mehl zum Wenden
100 g weißen Bauchspeck
Olivenöl
Saft einer halben Zitrone
Meersalz
1 halbe Hand voll Queller/Meeresalgen

Den Bauchspeck in kleine Würfel schneiden und bei mittlerer Hitze auslassen bis die Grammeln gut gebräunt sind. Beiseite stellen und auskühlen lassen. Die Muscheln abtupfen und in Mehl wenden. In Olivenöl anbraten und etwas nachziehen lassen, sie sollten innen noch glasig sein. Auf einem Teller anrichten, mit Grammeln bestreuen, salzen und mit Olivenöl und Zitronensaft beträufeln. Den Queller dekorativ anrichten und ebenfalls mit Öl, Zitronensaft und etwas Salz marinieren.


Oma.Koch.Buch, Bernie Rieder

Heute verlasse ich kurz meinen Rezepte-Weg und widme mich einem wunderbar witzigen Kochbuch. Mein Bücherregal quillt bereits seit langer Zeit über. Auch wenn ich selber nicht nach Rezept koche, so blättere ich ungemein gerne in Kochbüchern, lasse mich inspirieren und sammle solche auch schon seit vielen Jahren. Dieses Kochbuch wurde mir nun von Weltbild.at zum Lesen, Schmökern und Meinungsbilden überlassen. Bereits beim Öffnen des Paketes hat mich gerade der Titel Oma.Koch.Buch besonders angesprochen, denn auch meine eigenen Kochkünste basieren fast auschließlich auf dem Küchenwissen meiner seligen Omi.
Auf Grund meiner Esseinschränkungen bin ich stets auf der Suche nach Ideen für geschmeidige Köstlichkeiten und dieses Buch von Bernie Rieder, einer der jungen, wilden Haubenköche bietet gerade für meine Sonderwünsche ungemein viele Tipps und Inspirationen, die sich besonders im Alltag sehr gut umsetzen lassen. Was mir persönlich besonders gut gefällt, sind die jeweiligen Varianten, Omas Version und Bernies Version im direkten Vergleich.  Ich finde es schön, dass hier sehr viele traditionelle Rezepte neu erarbeitet wurden und auch die Originalversionen ihren Platz finden.  Die Rezepte sind auch für ungeübte Köche sehr gut umsetzbar und genau Schritt für Schritt beschrieben. Die vielen persönlichen Fotos machen das Buch  sympathisch und regen zum Lesen an.
Auch das Foodstyling und die Foodfotografie sagen mir im Großen und Ganzen zu. Wer auf der Suche nach Traditionsgerichten im Alltagsgebrauch ist und sich auch gerne auf neue Wege führen lässt, der findet in diesem außergewöhnlichen Kochbuch sehr viel Inspiration und auch gute Anleitungen. Bernie Rieders Oma.Koch.Buch hätte wohl auch ohne Packerl von Weltbild.at in mein überfülltes Regal gefunden.


   

Das Oma.Koch.Buch von Bernie Rieder

       http://www.weltbild.at/3/16877328-1/buch/oma-koch-buch.html?wea=6900536



Ringlottenkompott

Ringlotten ist die eingedeutsche Form von Reine Claude, Königin Claudia und wir Österreicher kennen die Früchte auch unter dem Namen Kriecherl oder Griachal. Heute wurde ich wieder freundlich aus fremden Gärten beliefert, daraus habe ich ein herb, säuerliches Kompott gekocht.  



Ringlottenkompott
1 kg Ringlotten
100 ml Prosecco
100 ml Wasser
5 Esslöffel Honig
1 Zweig Rosmarin
Minzblätter


Ringlotten entkernen und halbieren, mit Prosecco und Wasser in einen Topf geben, Honig, Rosmarin und Minzblätter  hinzufügen und ca. 5-10 Minuten, je nach Fruchtgröße bei mittlerer Temperatur köcheln lassen. Minze und Rosmarin entfernen, auskühlen lassen und mit Biskotten servieren.



Marillen-Ribisel-Kuchen

Heute hab ich meine Obstreste verwertet und zu einem schnellen Kuchen verarbeitet. Als kleine Erklärung, Ribisel sind Johannisbeeren und Marillen kennt man auch als Aprikosen.



Marillen-Ribisel-Kuchen
runde Backform mit 24 cm

160 g Weizenvollkornmehl
80 g Butter
50 g Rohrzucker
1 Ei
etwas neutrales Öl
200 g Ribisel/Johannisbeeren
3 Marillen/Aprikosen
200 ml Sauerrahm
2 Eier
1 Packerl Bourbonvanillezucker
Staubzucker

Mehl, Butterflocken, Zucker und ein Ei zügig zu einem Teig verkneten, in Folie einschlagen und eine Stunde kühl stellen. Anschließend auf einer bemehlten Unterlage rund ausrollen, Backformform mit etwas neutralem Öl auspinseln und den Teig hineinlegen und an den Seiten hochziehen. Den Teigboden mehrmals mit einer Gabel einstechen und bei 180 Grad ca 15 Minuten backen. Eier trennen, Eiweiß steif schlagen. Beeren mit Sauerahm, Vanillezucker und Eidotter verrühren und den Eischnee unterheben. Die Masse auf den vorgebackenen Teig füllen, weitere 30 Minuten bei 170 Grad weiterbacken. Auskühlen lassen und mit  Staubzucker bestreuen.

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