Januar 2014 archive

Fenchel-Orangensuppe

Mit meinem heutigen Rezept beteilige ich mich im Rahmen von „Übern Tellerrand“ an der Aktion „Eins in Drei“ von „Soap*Kitchen*Style„, einem Blogevent, bei dem virtuell gemeinsam gekocht wird.
Das Thema lautet Soulfood, also Essen, das der Seele guttut. Ich bin immer sehr darauf bedacht, dass aus meiner Küche nur Soulfood serviert wird, das auch dem Körper guttut.
Die Kombination von Fenchel und Orangen passt besonders gut zur Jahreszeit. Fenchelknollen kann man nicht nur als Schmorgemüse oder Salat verwenden, sondern auch gut zu Suppen verarbeiten. Fenchel enthält ätherische Öle, ist reich an Vitamin C und wird gerne zur Vorbeugung von Erkältungen verwendet. Auch bei Magen-Darm-Erkrankungen ist Fenchel ein altbewährtes Hausmittel.


Fenchel-Orangensuppe

4 Portionen

2 Fenchelknollen
4 Saftorangen
1 Zwiebel
1 l Gemüsebrühe
Olivenöl
1 Zimtstange
4 Gewürznelken
Salz


Zwiebel klein würfeln und die Fenchelknollen hobeln. In Olivenöl dünsten, mit der Gemüsebrühe aufgießen, Zimtstange und Gewürznelken beifügen. Weich garen, Zimtstange und Nelken entfernen. Mit dem Pürierstab grob zerkleinern, Orangen auspressen und den Saft unter das Fenchelpüree rühren. Nochmals erwärmen. 
Mit etwas Salz abschmecken.


Schneemilch und Pressknödel, Südtiroler Bäuerinnen und ihre Rezepte

Mein heutiger Blogbeitrag widmet sich nach langer Zeit wieder einmal einer Rezension.

Vor mir liegt das wunderbare Kochbuch von Frieder Blickle (Fotos) und Isolde von Mersi (Autorin) „Schneemilch und Pressknödel„, ein Kochbuch der Südtiroler Bäuerinnen, das mir von Weltbild.at zur Verfügung gestellt wurde.

Wer so wie ich gerne bodenständig und regional kocht, wird mit diesem Kochbuch besonders viel Freude haben. 
Die Autorin besinnt sich auf die ursprüngliche Umgebung und Verwendung ausschließlich heimischer, südtiroler Produkte. Besonders hervorzuheben sind die überlieferten Rezepte, die mit wunderschönen Fotos ausgestattet wurden.

Die Rezepte sind übersichtlich und gut verständlich dargestellt. Viele bekannte Speisen wie Schlutzkrapfen, Spinatknödel und Kasnocken findet man hier, außerdem lernt man auch ungewöhnliche Gerichte wie Tutres und Hosnearln kennen.
Viele der Rezepte eignen sich auch ganz besonders für die geschmeidige Küche und sind zudem sehr einfach nachzukochen.

Man erfährt auch einiges aus dem bäuerlichen Leben in Südtirol. Die Autorin stellt diverse Höfe und ihre typischen Produkte vor. Auch hier sind wieder die schönen Fotos zu erwähnen, welche Lust auf einen sofortigen Südtirolurlaub machen.


Malfatti, Ricotta-Spinat-Nocken

Malfatti, auf gut Deutsch „schlecht gemacht“, erinnern mich an meine römischen Zeiten, die im vorigen Jahrtausend stattgefunden haben. In unseren Breitengraden nennt man dieses Gericht Ricotta-Spinat-Nocken. Meine Variante wird mit Radicchio-Tomatengemüse serviert.


Ricotta-Spinat-Nocken, gut gemacht

4 Portionen

250 g Ricotta
2 Eier
100 g Mehl
50 g geriebener Parmesan
300 g Babyspinat
1 halbe rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Muskatnuss
1 Radicchio trevisano
250 g Datteltomaten
Salz
Pfeffer
Olivenöl
1 Teelöffel Staubzucker
gehobelter Parmesan
Salbeiblätter


Zwiebel und Knoblauch sehr fein würfeln und in Olivenöl andünsten. Den Spinat hinzufügen und gut umrühren, bis er in sich zusammenfällt.
Ricotta gründlich mit den Eiern vermischen, Mehl und Parmesan einrühren. Spinatmasse unterheben. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken und eine halbe Stunde kühl stellen.
Zwei Dessertlöffel mit kaltem Wasser befeuchten, aus der Masse Nocken formen und diese in wallendem Salzwasser ziehen lassen, bis sie an der Oberfläche schwimmen. Mit einer Schöpfkelle herausheben und beiseitestellen.
Tomaten vierteln und Radicchio in Streifen schneiden. In reichlich Olivenöl anbraten und einkochen lassen. Salzen, pfeffern und einen kleinen Löffel Staubzucker einrühren. Zwei bis drei fein geschnittene Salbeiblätter hinzufügen. Nochmals kurz aufkochen.
Die Nocken auf dem Tomatengemüse servieren und etwas groben Parmesan darüberstreuen.


Kohlsprossen-Kartoffelstampf

Am Wochenende gab es für meine liebe Familie Lammkotelett mit Speck-Kohlsprossen. Das Lamm ist weg, von den Kohlsprossen ist einiges geblieben und daraus gibt es heute ein wunderbares, schnelles Restlessen. Kohlsprossen kennt man übrigens auch als Sprossen- oder Rosenkohl.


Kohlsprossen-Kartoffelstampf

2 Portionen

200 g Kartoffeln
200 g Kohlsprossen
2 Scheiben Hamburgerspeck
1 kleine weiße Zwiebel
Olivenöl
Muskatnuss
Gemüsebrühe


Kohlsprossen putzen und die Unterseite der Stängel kreuzförmig einschneiden. 
Sprossen in Salzwasser circa 15 Minuten kochen, bis sie weich sind. Aus dem Wasser nehmen und gut abtropfen lassen. 
Speck in sehr kleine Würfel schneiden und in Olivenöl kurz anbraten. Die Kohlsprossen hinzufügen und mehrmals schwenken. 

Kartoffeln schälen und würfeln, in einem Topf mit Gemüsebrühe bedecken und bei mittlerer Temperatur weich kochen. Aus der Brühe nehmen und abtropfen lassen.

Kohlsprossen klein schneiden, mit den Kartoffelwürfeln vermischen und mit einem Stampfer zerdrücken. Man kann auch eine Gabel verwenden. 
Mit der für zum Kartoffelkochen verwendeten Gemüsebrühe aufgießen, bis der Stampf geschmeidig ist, und mit Muskatnuss abschmecken.


Ei im Glas mit Spinat, Edition Wagenfeld

Angefangen hat alles mit einem Gutschein für ein bekanntes Interieurgeschäft, den mir mein Ältester überreicht hat. Also machte ich mich in der Küchenabteilung auf die Suche nach etwas, das sich in meiner Küche noch nicht findet. Ein schwieriges Unterfangen, aber ich war erfolgreich und habe das Geschäft mit einem Klassiker aus den 30ern des vorigen Jahrhunderts verlassen. 
Jetzt hat sich ein Eierkoch Nr. 2, Edition Wilhelm Wagenfeld zu meinen zahlreichen Küchenutensilien gesellt. Der Eierkoch ist nicht nur ausgesprochen fesch, sondern eignet sich außerordentlich gut dazu, Geschmeidiges herzustellen. 
Mein erster Versuch ist bereits gelungen und ich bin mir ganz sicher, dem werden viele folgen.


Ei im Glas mit Spinat

1 Portion

1 Ei
5-6 Blätter frischer Spinat
1 Esslöffel frisch geriebener Parmesan
1 Esslöffel Schlagobers
Muskatnuss
grobes Meersalz
bunter Pfeffer
Olivenöl


Das Eierkochglas mit etwas Olivenöl einpinseln und ein ganzes Ei vorsichtig einfließen lassen. Der Dotter soll unbedingt ganz bleiben. 
Spinat fein hacken, mit dem Parmesan und dem Schlagobers gut verrühren. Salzen, pfeffern und mit Muskatnuss abschmecken. Die Masse über das Ei gießen. Es sollte noch ein Abstand von 1 cm bis zum oberen Rand vorhanden sein. Glas schließen und circa 14 Minuten im Wasserbad ziehen lassen. Dies ist in einem Topf auf dem Herd oder im Backrohr möglich.


Linsen mit Spinat und Burrata

Burrata ist eine besondere Mozzarella-Art und wird auch in unseren Breiten inzwischen öfter angeboten.
Dieser Frischkäse wird aus Kuhmilch hergestellt, stammt aus Apulien und ist besonders geschmeidig und cremig.
Mit Linsen und Babyspinat vermischt entsteht ein winterliches Gericht. Ich habe hier schwarze Belugalinsen verwendet, die es vorwiegend getrocknet und hauptsächlich in Reformhäusern zu kaufen gibt.


Linsen mit Spinat und Burrata

4 Portionen

200 g Belugalinsen
600 ml Wasser
1 Schalotte
100 g Babyspinat
8 Datteltomaten
200 g Burrata
Salz
Pfeffer
Olivenöl
Aceto balsamico


Die Linsen gut waschen und im Wasser circa 30 Minuten weich kochen.
Schalotte schälen, fein würfeln und in Olivenöl weich dünsten.
Tomaten vierteln und zur Schalotte geben. Unter mehrmaligem Rühren weich dünsten, anschließend den Babyspinat hinzufügen. und ebenfalls weich dünsten.
Die Linsen unter das Gemüse mischen, salzen, pfeffern und mit etwas Aceto abschmecken. 
Burrata in kleine Stücke schneiden und unter die Linsen mengen.


Champignon-Tarte

Weil sie schnell und einfach herzustellen ist, eignet sich die Tarte sehr gut für ein Buffet und kann auch kalt serviert werden. Als Boden habe ich einen fertigen Vollkornlätterteig verwendet.


Champignon-Tarte

Tarteform mit 24 cm Durchmesser

1 Packung Vollkornblätterteig
200 g Champignons
1 weiße Zwiebel
200 ml Sauerrahm
3 Eier
50 g frisch geriebener Parmesan
1 halber Bund Petersil
1 kleiner Zweig Rosamarin
Salz
Pfeffer
Olivenöl


Champignons und Zwiebel klein würfeln und in Olivenöl andünsten.
Sauerrahm mit den Eiern verquirlen, Petersil und Rosmarin fein hacken und ebenfalls einrühren. Das Champignon-Zwiebel-Gemisch unter den Sauerrahm heben, Parmesan einstreuen und vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Blätterteig ausrollen, etwas größer als die Tarteform ausschneiden, die Form mit Olivenöl einstreichen, den Teig einlegen und an den Rändern hochziehen. Sauerrahm-Champignon-Masse einfüllen und bei 170 Grad circa 30 Minuten backen.


Geschmeidige Kohlsuppe

Das neue Jahr hat begonnen, und so mancher hat sich vorgenommen abzunehmen. Vielerorts bedient man sich der sogenannten magischen Kohlsuppe. Wir essen diese Suppe sehr gerne – auch ohne dem Hintergedanken der Gewichtsreduktion. Wirsing, wie die hier verwendete Kohlsorte genannt wird, ist besonders reich an Vitamin B- und C-Komplexen. (mehr …)

Karottenpuffer mit Zitronenjoghurt

Nach den vielen süßen Bäckereien gibt es heute wieder einmal ein herzhaftes, schnelles Gericht.
Puffer kennt man hinlänglich – meist mit Kartoffeln zubereitet. Ich habe diesmal eine Variante mit Karotten und Topfen ausprobiert. Der Topfen, auch Quark genannt, lockert den Teig auf. Die Jogurtsoße sorgt zusätzlich für Geschmeidigkeit.


Karottenpuffer mit Zitronenjogurt

4 Portionen

500 g Karotten
250 g Magertopfen (Magerquark)
5 Esslöffel Brösel
5 Esslöffel Grieß
2 Eier
Salz
Muskatnuss
Butterschmalz
250 ml Naturjoghurt
1 Zitrone
1 Esslöffel kaltgepresstes Olivenöl
1 Esslöffel Dijonsenf
einige Blätter Basilikum


Karotten schälen, sehr fein reiben und die überschüssige Flüssigkeit abgießen. Eier und Topfen zufügen, Brösel und Grieß einrühren, gut vermischen und mit Salz und Muskat würzen. Den Teig gut durchziehen lassen.
Butterschmalz in einer großen Pfanne erhitzen, mit einem Löffel Teigportionen in das Schmalz geben, flach drücken und bei mittlerer Temperatur auf beiden Seiten circa 3 Minuten braten. Nicht zu kross braten, da die Puffer ansonsten hart werden. Herausheben und auf einem Küchenpapier abtropfen lassen.

Zitrone auspressen und den Saft mit Joghurt verrühren. Basilikum fein hacken und mit Senf und Olivenöl gemeinsam untermischen. Mit etwas Salz abschmecken. 
Die Puffer mit der Joghurtsoße servieren.