Februar 2014 archive

Warmer Linsensalat mit Wurzelgemüse und Topinambur

Im Moment esse ich sehr gerne winterliches Gemüse und Hülsenfrüchte – trotz der frühlingshaften Temperaturen. 
Des öfteren verirren sich auch Topinamburknollen in meine Küche. Sie galten lange Zeit als Armeleuteessen, gerieten in Vergessenheit und erleben nun wieder eine Renaissance. Topinambur ist sehr kalorienarm, dafür allerdings ballaststoffreich, und wird deshalb auch gerne zur Gewichtsreduktion verwendet. Hervorzuheben ist auch der hohe Gehalt an Kalzium und Magnesium.
Mein heutiges Rezept passt sehr gut zum Thema #Tierfreitag, auch wenn noch nicht Freitag ist. Ein Projekt, das durch Katharina Seiser von „esskultur“ gestartet wurde. 
Außerdem darf mein Linsensalat auch bei einem Blogevent, der von Tina von „lunch for one“ veranstaltet wird, teilnehmen.


Warmer Linsensalat mit Wurzelgemüse und Topinambur

2 Portionen

100 g Belugalinsen
1 kleiner Bund Suppengemüse
2 Topinamburknollen
Salz
Pfeffer
natives, fruchtiges Traubenkernöl
weißer Balsamico


Die Linsen in der dreifachen Wassermenge 20 Minuten köcheln lassen. Das Suppengemüse putzen und bei Bedarf schälen. Sehr klein würfeln und zu den Linsen geben. Topinambur mit einer Bürste gut abwaschen, ebenfalls klein würfeln und zu den Linsen hinzufügen. Nochmals köcheln lassen, bis das Gemüse und die Linsen weich sind. Salzen und pfeffern. Mit fruchtigem Traubenkernöl und weißem Balsamico abschmecken und lauwarm servieren.

Ei mit Lachs und Champignons

Vor einiger Zeit habe ich von meinem neuen Küchenliebling, dem Wagenfeld Eierkoch, berichtet. Ich bin ja beinahe geneigt, ihm einen Namen zu geben, doch ist Pauli leider vergeben, denn so heißt bereits mein Laptop. 
Jedenfalls ist dieses gute Stück für mich besonders ideal, da sich sehr schnell und einfach unkomplizierte Speisen für nur eine Person zubereiten lassen. 
Ich esse zum Frühstück gerne deftiger, mir ist Lachs lieber als Marmelade. 
Man kann mit dem Eierkoch auch kleine Vor- und Hauptspeisen zaubern, der Fantasie ist hier keine Grenze gesetzt.
Sollte man keinen Eierkoch zur Hand haben, dann kann man sehr gut ein kleines Weckglas verwenden.


Ei mit Lachs und Champignons

1 Portion

1 großes Bio-Ei 
1 Scheibe gebeizter Lachs
2 Champignons
Rote-Rettich-Kresse
Olivenöl
Salz
grober Pfeffer


Den Eierkoch mit Olivenöl auspinseln. 
Lachs und Champignons klein hacken und in das Glas füllen. Das rohe Ei über den Lachs rinnen lassen und den Dotter anstechen. Salzen und pfeffern, Kresse darüberstreuen und noch etwas Olivenöl daraufträufeln.
Eierkoch verschließen.
Im Wasserbad circa 10 Minuten ziehen lassen. Sollte das Ei fester sein, dann entsprechend länger im Wasserbad belassen.
Dazu kann man entrindetes, gebuttertes Toastbrot servieren


Gefüllte Paprika mit Dinkelreis

Heute gab es ein kleines Familienessen. Meine Schwester isst kein Fleisch. Also war die Aufgabe, gefüllte Paprika mit Originalfülle und eine zweite, fleischlose Version zu kochen. Beinahe wären sie tierfrei geworden, wenn ich nicht doch ein wenig Ziegenfeta unter die Fülle gemischt hätte.
Dinkelreis ist sehr regional, er stammt aus dem niederösterreichischen Waldviertel und wird sicher noch öfter in meiner Küche Verwendung finden, da er für mich wesentlich besser als herkömmlicher Reis zu essen ist.
Dinkelreis schmeckt leicht nussig, enthält viel Eiweiß und ist ballaststoffreich. Daher sättigt er auch gut. Er ist reich an Antioxidantien, Vitamin B und Magnesium.


Gefüllte Paprika mit Dinkelreis

4 Portionen

4 große Paprika
100 g Dinkelreis
1 kleiner Zucchino
1 Jungzwiebel
100 g Champignons
100 g Ziegenfeta
1 Bund Petersil
Olivenöl
Meersalz
Pfeffer
1 Dose geschälte Tomaten
250 ml Tomatensaft
4-5 getrocknete Tomaten
1 Esslöffel Tomatenmark


Einen Deckel rund um den Paprikastiel abschneiden und die Samenkerne aus dem Inneren des Gemüses entfernen.
Dinkelreis nach Packungsanleitung köcheln lassen, bis er weich ist. 
Währenddessen Champignons, Jungzwiebel und Zucchino klein würfeln, in Olivenöl anbraten und das Tomatenmark einrühren. Unter den Dinkelreis mischen, den Feta einbröckeln, gehackten Petersil ebenfalls unterheben, salzen und pfeffern. Nun die Masse in die Paprika füllen. Mit Zahnstochern den Deckel fixieren. Die Paprika in eine ofenfeste Form setzen.
Tomaten mit Tomatensaft und klein geschnittenen Trockentomaten vermischen und über die Paprika gießen.
Etwa 15 Minuten im Rohr grillen, danach eine gute Stunde bei circa 160 Grad schmoren lassen.
Dazu serviert man Salzkartoffeln.


Auberginenmousse mit Granatapfel

Vor geraumer Zeit ist ein neues Projekt in der Bloggerszene aufgetaucht, der  #Tierfreitag. Kreiert wurde der Begriff von Katharina Seiser, und wer mehr dazu erfahren möchte, wird auf ihrem Blog Esskultur fündig.
Ich habe mich heute dazu entschlossen, den Freitag tierfrei zu halten – gar nicht so einfach, für jemanden der gerne Käse, Eier und Topfen isst. So habe ich mich an ein Rezept meiner seligen Schwiegermama erinnert und die geliebten gehackten Melanzani etwas abgewandelt.
Das Auberginenmousse eignet sich besonders gut auch für Buffets.
Ja, und Granatapfel beinhaltet besonders viele Antioxidantien und soll sogar positive Wirkungen auf bestimmte Krebsarten haben.


Auberginenmousse mit Granatapfel

2 Portionen

2 Melanzani (Auberginen)
1 Granatapfel
Olivenöl
Meersalz
Zitronensaft




Die Auberginen halbieren, das Fruchtfleisch rautenförmig einschneiden und die Hälften auf Alufolie circa 30 Minuten im Backrohr grillen. 
In der Zwischenzeit den Granatapfel teilen und mit einem kleinen Löffel die Kerne herausschälen. Dies gelingt besonders gut in einer mit Wasser gefüllten Schüssel.
Die Auberginen auskühlen lassen, das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale heben und mit einem scharfen Messer hacken. Mit Meersalz und Olivenöl zu einer Creme verrühren und die Masse wieder in die Schale füllen. 
Die Granatapfelkerne mit Zitronensaft dünsten und auf dem Mousse verteilen.


Sauerrahmsuppe

Heute hab ich wieder einmal in Kindheitserinnerungen herumgekramt und gleichzeitig Reste aus der Küche verwertet. Entstanden ist eine wunderbare, geschmeidige Sauerrahmsuppe mit Knoblauch. 
Das Rezept verdanke ich meiner seligen Omi, die lange Zeit mit einfachsten Mitteln eine große, hungrige Familie zu versorgen hatte. 
Außerdem passt diese mollige Suppe besonders gut zur Jahreszeit und ist auch sehr schnell zubereitet. 


Sauerrahmsuppe

4 Portionen

750 ml Wasser
1 Teelöffel Kümmel
250 ml Sauerrahm
4 gehäufte Esslöffel Mehl
1 Knoblauchzehe
Meersalz
1 Spritzer Zitrone
1 Scheibe Schwarzbrot


Kümmel mit Wasser aufkochen.
Sauerrahm und Mehl so lange verrühren, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Das Gemisch ins kochende Wasser einrühren, gut vermischen und kurz aufkochen lassen. 
Knoblauchzehe sehr fein hacken und ebenfalls hinzufügen.
Mit Salz und Zitronensaft abschmecken.
Schwarzbrot entrinden und klein würfeln, eventuell kurz in Olivenöl rösten, ansonsten in der Suppe ziehen lassen.


Honigkarree vom Mangalitza

Jetzt wird sich mancher fragen, was denn an diesem Rezept geschmeidig sein soll. Ich koche ja nicht nur für mich alleine, sondern auch für meine große Familie und unsere Gäste.
Hin und wieder kommt dann ein Braten auf den Tisch mit Beilagen, die auch gut für meine Essproblematik geeignet sind. Deshalb soll dies eine Anregung für ein Familienessen sein. 
Schwein gibt es hier äußerst selten, aber wenn mein Lieblingsmetzger Mangalitza im Angebot hat, dann greife ich gerne zu. Mangalitzaschweine sind auch als Wollschweine bekannt und werden nun wieder vermehrt gezüchtet, nachdem sie beinahe vom Aussterben bedroht waren. Man kann diese Fleischsorte in keiner Weise mit dem normalen Hausschwein vergleichen und ihre Qualität ist geschmacklich herausragend.
Als Beilagen serviere ich dazu gerne Serviettenknödel, mitgebratenes Gemüse mit Bratensaft und warmen Krautsalat.


Honigkarree vom Mangalitza

6 Portionen

2 kg Karree am Knochen im Ganzen
1 kg festkochende Kartoffeln
4-5 Karotten
5-6 Schalotten
1 Bund Suppengemüse
5-6 Knoblauchzehen

Honigmarinade

6 Esslöffel Honig
100 ml Olivenöl
2 Esslöffel Wiskey
3 Esslöffel Dijonsenf
2 Esslöffel Sojasauce
Worcestersauce
Salz 
Pfeffer


Alle Zutaten der Marinade gut verrühren. 
Kartoffeln, Karotten, Schalotten und Suppengemüse in mundgerechte Stücke schneiden, mit den Knoblauchzehen in eine tiefe backrohrtaugliche Fettpfanne geben und auf einer unteren Schiene ins Rohr schieben. Mit einem viertel Liter Wasser übergießen.
Das Karree auf einem Gitter oberhalb im Rohr platzieren und circa 20 Minuten mit der Grillfunktion anbraten. 
Danach bei 90 Grad weiterbraten, anschließend den Braten aus dem Rohr nehmen, auf Alufolie legen und mit der Marinade bestreichen. Für eine weitere Stunde bei 90 Grad ins Rohr schieben. Die Fleischtempertur sollte im Inneren 80 Grad erreichen. Nun das Fleisch herausnehmen, abgedeckt nachziehen lassen und inzwischen das Gemüse nochmals bei 180 Grad nachbraten lassen.


Warmer Krautsalat

6 Portionen

1 halber Krautkopf
Kümmel
150 g Speck
100 g Grammelschmalz
Aceto balsamico
Meersalz

Den Strunk vom Kraut entfernen und das Kraut sehr fein schneiden oder hobeln. Mit Kümmel würzen. Mit reichlich Meersalz gut einsalzen und mehrmals umrühren. Einige Stunden ziehen lassen.
Speck sehr fein würfeln und glasig anlaufen lassen, das Grammelschmalz hinzufügen und gut vermischen. Mit reichlich Essig aufgießen, nochmals erwärmen, die Marinade über das Kraut geben und kräftig durchmischen. Der Salat sollte, wenn möglich, lauwarm serviert werden.


Winter-Power-Drink

Immer, wenn sich wieder Essschwierigkeiten einstellen, greife ich gerne auf Smoothies und Lassis zurück. Meine heutige Kreation besteht aus Resten aus dem Kühlschrank und sollte auch vorbeugend gegen Verkühlung wirken, da der Drink viel Vitamin C enthält. Durch das Leinöl hat dieses Getränk auch eine Menge Omega-3-Fettsäuren zu bieten.

Achtung: Leinöl besteht zu mehr als 50 Prozent aus dreifach ungesättigten Fettsäuren. Bitte verwenden Sie deshalb nur entsprechend frisches, im Kühlschrank oder sogar im Tiefkühlfach gelagertes Leinöl!


Winter-Power-Drink

2 Portionen

4 Blätter Mangold
1 Handvoll Rucola
1 Scheibe Ingwer
2 Mandarinen
Saft einer halben Zitrone
1 Esslöffel Honig
1 Esslöffel Leinöl
125 g Ziegenjoghurt
500 ml Mineralwasser
Meersalz


Ingwer und Mandarinen schälen, Gemüse waschen und klein schneiden. Alle Zutaten im Mixaufsatz oder mit einem Pürierstab fein pürieren. Mit Salz gut abschmecken. Eventuell noch kühl stellen.


Garnelenaufstrich

Es hat sich in den letzten Tagen einiges getan, das auch meine kurze Abwesenheit erklärt: ein neues Haus mit einer neuen Küche.
Und heute gibt es den ersten Blogbeitrag aus eben dieser. Noch bin ich ein wenig beim Hin- und Herräumen, deshalb ein einfaches, schnelles, aber feines Rezept für Schalentierliebhaber, nachdem ich am Wochenmarkt frische Garnelen erstanden habe.
Garnelen sind besonders reich an Proteinen.


Garnelenaufstrich

4 Portionen

250 g ausgelöste Garnelen
1 Schalotte
200 g Frischkäse
1 Esslöffel Mayonnaise
Salz
weißer Pfeffer
etwas Zitronensaft
Schnittlauch
Olivenöl


Schalotte schälen, sehr fein schneiden und in etwas Olivenöl glasig dünsten.
Garnelen klein hacken und kurz mit der Schalotte mitdünsten. Abkühlen lassen und mit dem Pürierstab zerkleinern. 
Frischkäse mit Mayonnaise vermischen, salzen und pfeffern. Etwas Zitronensaft und einen Esslöffel Olivenöl unterrühren, anschließend die Garnelen hinzufügen. 
Schnittlauch ganz fein hacken und einstreuen.
Mit weichem Toastbrot ohne Rinde servieren.