Mai 2014 archive

Waldmeistersirup

Waldmeistersirup

Vor meinen Urlaub habe ich noch ein wenig Waldmeister zu einem Sirup verarbeitet. Man sollte mit diesem Wildkraut vorsichtig umgehen und nur geringe Mengen verwenden. Waldmeister beinhaltet Cumarin, das gut gegen Kopfschmerzen und Schwindel hilft, bei höherer Dosierung jedoch genau das Gegenteil bewirkt. (mehr …)

Milch & Käse, eine Rezension

Im Rahmen der Aktion #jteb, jeden Tag ein Buch, darf ich heute ein Buch vorstellen, das einen sehr persönlichen Wert für mich hat, denn es war das erste Kochbuch, das ich nach meiner Erkrankung im Jahr 2011 beim Stöbern in meiner Lieblingsbuchhandlung fand.
Auf Grund meiner Essenseinschränkungen suchte ich nach Inspirationen für die Umsetzung meiner Kochideen, die darauf basieren, möglichst weiche, cremige und trotzdem ansehnliche, genussvolle Rezepte zu erstellen.


Schon in der Buchhandlung fiel mir dieses Exemplar durch seine Umschlaggestaltung auf, und das Cover war sicher mit ein Grund für meine Kaufentscheidung.
Eine sehr ansprechende Bildgestaltung zieht sich durch das gesamte Buch wie ein roter Faden, und so ist nahezu jedes Rezept durch ein dekoratives Portraitfoto belegt. Visuell ist das Buch größtenteils im Vintage- und im Shabby-Chic-Stil gehalten, weshalb es äußerst heimelig und bodenständig wirkt.
Ohne überladen zu erscheinen, sind die Rezepte selbst sehr umfangreich und bemerkenswert genau beschrieben. Durch eine derartige  Präzision zeichnet auch die Inhaltsangabe aus. Überhaupt ist mir aufgefallen, dass die Arbeitsgänge und alle sonstigen Informationen einen äußerst schlüssigen Eindruck machen. Nun zum Inhalt des Buches.
Wie der Titel schon sagt: Hier dreht sich alles um Milch und Käse. In mehreren Kapiteln wird ihre Herstellung und Verarbeitung so informativ wie detailgetreu beschrieben. Dabei lässt es sich die Autorin auch nicht nehmen, die historischen Hintergründe umfangreich zu schildern. Ein ganzes Kapitel widmet sie der Begriffserklärung und erhellt von „affinieren“ bis „überreif“ zahlreiche Fachausdrücke auf dem Gebiet der Milchprodukte. Bis zur Lektüre dieses Buches wusste ich zum Beispiel nicht, was „Annatto“ oder „dicklegen“ bedeutet.



Das gesamte Werk gliedert sich in zwei große Abschnitte, einerseits „Milch, Sahne und Butter“ und zum anderen die Kategorie „Käse“. Beide Teile sind ihrerseits noch weiter untergliedert.
Die Bandbreite der Rezepte erstreckt sich von Suppen und anderen Vorspeisen über Hauptspeisen bis hin zu den Desserts und Kuchen. Auch sind die Rezepte selbst sehr vielseitig. Es irrt sich nämlich, wer da denkt, es würden ausschließlich Milchprodukte verwendet. Milch und Käse werden einfallsreich mit Fisch und Fleisch verbunden. Selbst Altbekanntes wie Gnocchi alla Romana, Sauce Hollandaise oder Panna Cotta findet sich in diesem Kochbuch wieder.
Der Schwerpunkt liegt aber eindeutig auf unbekannten Kreationen wie Risotto mit Lauch, Taleggio mit Äpfeln, Zucchini-Halloumi-Küchlein oder Zwiebeln mit Ziegenkäse-Tomaten-Füllung. Echte Klassiker wie Kalbsschnitzel alla Parmigiana, Käsefondue oder Französische Zwiebelsuppe finden allerdings genauso ihren Platz. Für meine speziellen Bedürfnisse eignen sich Aligot (ein Käse-Kartoffel-Püree), Stiltonsuppe oder Roquefort Soufflé.
Mein ganz persönliches Fazit: Auch nach gut zwei Jahren greife ich immer noch gerne zu diesem überaus gelungenen Buch, weil es tatsächlich viele Ideen enthält, die ich in meiner eigenen Küchenpraxis problemlos umsetzen kann. Wer auf der Suche nach Informationen und unaufgeregten Rezepten mit Milch und Käse ist, dem kann ich dieses schöne Kochbuch jederzeit ans Herz legen. Vor allem, wenn man sich mit Nahrungsmitteln und ihrer Herstellung ein wenig näher beschäftigt, ist „Milch & Käse“ ein ideales Nachschlagewerk.




Leanne Kitchen: Milch & Käse
Originaltitel „The Dairy“
255 Seiten, gebunden ab € 12,76

Besser Essen von Rudi Anschober, eine Rezension

Also, das war jetzt so:
Mitte Mai war ich freundlicherweise zu einer Buchpräsentation in Linz eingeladen. Linz ist zwar wirklich nicht vor der Haustür, aber ich war zur Fortbildung in der Wachau, und es wäre zum Veranstaltungsort beinahe ein Katzensprung gewesen. Doch wie das Leben manchmal so spielt, waren meine Batterien dermaßen entladen, dass ich den Weg zu Rudi Anschober leider nicht auf mich nehmen konnte.

Seit einigen Tagen halte ich nun sein wunderbares Buch „BESSER ESSEN“, das weit mehr als nur ein Kochbuch ist, in Händen. Ich bedauere jetzt um so mehr, dass ich der Präsentation fernbleiben musste, freue mich aber ganz besonders, dass trotzdem ein Exemplar zu mir gefunden hat.
Rudi Anschober ist in Österreich bekannt – als langjähriger, grüner Landesrat in Oberösterreich. Sein großes politisches Anliegen ist die Ernährungswende. Nun hat er seine persönlichen Erfahrungen zum Thema BESSER ESSEN in einem Buch zusammengefasst.

120 großteils vegetarische und vegane Rezepte werden nicht nur von wunderbaren Bildern begleitet sondern in Gastkommentaren auch von 21 ExpertInnen aus verschiedenen Gebieten rund um Ernährung, Kochen, Nachhaltigkeit, Lebensmittel und den Umgang mit diesen Themen in unserer Gesellschaft. Namhafte Spezialisten wie Yotam Ottolenghi, Sarah Wiener, Barbara van Melle und Katharina Seiser kommen zu Wort.


Inhaltlich ist das Buch saisonal gegliedert und wird in 15 Gängen serviert. Jeder Gang entspricht einem Kapitel und beschreibt ein Thema. Darunter sind auch brisante Themen, wie „Wert der Lebensmittel“, „Umgang der Politik mit Konsum“, „Wegwerfgesellschaft“ und „Lebensmittelverschwendung“. Auf der anderen Seite wird Gemüseanbau für den Eigenbedarf, Einlagern und Einkochen sowie achtsamer Konsum genauer betrachtet.
Rudi Anschober vermeidet den erhobenen Zeigefinger. Er versucht stattdessen sehr anschaulich, durch kritische Betrachtungen und viele gute Tipps den Weg zu BESSER ESSEN zu ebnen.


Besonders möchte ich die schönen Fotos erwähnen, die mit wenigen Ausnahmen von Julia Grandegger stammen.
Die Rezepte sind alle saisonal und regional ausgerichtet und legen ein besonderes Augenmerk auf die Grundprodukte.
Auch für Menschen mit Kau- und Schluckproblemen finden sich Rezepte wie zum Beispiel Erdäpfelpüree in allen Geschmäckern, Sarah Wieners Brotsuppe oder Obstmixgetränk.
Wer sich mit Nachhaltigkeit und Hintergründen unserer Ernährung auseinandersetzt, dem kann ich dieses Buch sehr ans Herz legen.

Ich freue mich auf meinen Urlaub im Waldviertel und werde „BESSER ESSEN“ als Lektüre einpacken.

Das Buch hat ein Format von 17 x 24 cm und einen aufklappbaren, flexiblen Umschlag

BESSER ESSEN von Rudi Anschober mit Bildern von Julia Grandegger ist bei Styria Regional mit der ISBN 978-3-7012-0125-9 erschienen.


Ich bedanke mich sehr herzlich für das Rezensionsexemplar.

Mein Beitrag erscheint im Rahmen der Aktion #jteb, jeden Tag ein Buch, initiiert von Arthurs Tochter kocht.

Schinkenknöderl mit Kräutersoße

Strahlender Sonnenschein, und das Terrassenleben beginnt. Wir haben nun wirklich frühsommerliche Temperaturen und meine Dachgartenbepflanzung wächst und gedeiht. Die Küchenkräuter stehen heuer schon sehr lange draußen, denn auch wenn es in den letzten Wochen manchmal sehr frisch war, so hat es unterdessen nicht mehr gefroren.
Mein heutiges Rezept passt ganz besonders gut zu meinem Blogthema, denn weich, fluffig und geschmeidig sind diese flaumigen Topfenknödel. In unseren Breitengraden isst man sie meist als Süßspeise, trotzdem habe ich heute eine deftige Variante getestet, die in Kombination mit einer Küchenkräutersoße ausgesprochen überzeugt. Auch als Beilage sind diese Knöderl durchaus geeignet.
Auf meiner Terrasse wachsen übrigens unter anderem Petersil, fette Henne, Salbei, Estragon, Thymian, Oregano, Schnittlauch, Rosmarin, Basilikum und noch einige mehr. Die Genannten habe ich für die Soße verwendet.


Schinkenknöderl mit Kräutersoße

2 Portionen


250 g Topfen (Quark)
1 Eigelb
40 g Weizengrieß
2 Scheiben gekochter Schinken
Salz 
Pfeffer
Muskatnuss

250 ml Schlagobers (Schlagsahne)
1 halbe kleine rote Zwiebel
1 Hand voll gemischte Küchenkräuter
Olivenöl
Salz
Pfeffer

Parmesanspäne


Topfen mit Eigelb und Grieß gut vermischen. Schinken ganz fein würfeln und unter die Masse heben. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken und gut 20 Minuten ruhen lassen. Mit feuchten Händen kleine Knöderl formen und in leicht wallendem Salzwasser circa 10 Minuten ziehen lassen. Wenn sie an der Oberfläche schwimmen, sind sie fertig gegart.

Zwiebel schälen und fein hacken, in Olivenöl weich dünsten, die grob gehackten Kräuter kurz durchschwenken und mit Schlagobers aufgießen. Kurz erwärmen und dann mit dem Mixstab fein pürieren. Knöderl mit Soße anrichten und etwas Parmesan darüberhobeln.


Foodcamp Wien, #foodvie 2014

Das war es, das heurige Foodcamp in Wien, kurz #foodvie genannt. Monatelang wartet man darauf, und dann ist alles wieder wie im Flug vorbei. Was bleibt, sind viele wunderbare Erinnerungen an einen Tag mit dutzenden Bloggerkollegen, Austausch, Essen, Trinken, Unterhalten, Kochen und Staunen.
Das #foodvie fand heuer bereits zum dritten Mal statt, für mich war es das zweite Mal und wird hoffentlich nicht das letzte bleiben. 
Auch dieses Jahr haben Dani Terbu und Nina Mohimi, die Gründerinnen der coolinary society mit unglaublich viel Energie diesen wohl größten Foodbloggerevent im deutschsprachigen Raum auf die Beine gestellt. Danke Euch beiden für Euer beispielloses Engagement, jährlich so tolle Sponsoren wie Philips, Neff, Alpenlachs, ja natürlich!, JuliusMeinl, Riess, Averna und andere mit ins Boot zu holen, um uns Bloggern und sonstigen Foodies einen schönen, unvergesslichen Tag zu bereiten.

Hier ein paar Eindrücke aus dem Palais Sans Souci in Wien, das übrigens eine sehr interessante Historie in sich birgt.


Zur Begrüßung am Morgen wurde ein Buffet von ja natürlich! gesponsert.


Mein Lieblingsplatz am frühen Vormittag, die Showküche von Philips mit dem Airfryer und dem Soupmaker, der vor allem für meine Rezepte besonders interessant sein wird:


Besonders geschmeidiges Süppchen, nur für mich ganz alleine 😉 Danke nochmals für die Sonderverpflegung!


Für mich ging es weiter zu Katharina Seiser, Erfinderin des Tierfreitages (#Tierfreitag), den meine Leser bereits durch mehrere Rezepte kennen. Sie sprach sehr eindrucksvoll zum Thema Kochbuch. In der Hand hält sie ein Geheimnis, von dem wir noch nichts verraten dürfen. 😉


In der Mittagspause wurde Essen aus den diversen Sessions serviert.


Und am Nachmittag war für mich der absolute Höhepunkt bei Toni und Bene, Wiener Blogger mit bayrischen Wurzeln und inzwischen auch Herausgeber eines Kochbuches, das ich bereits vor geraumer Zeit vorgestellt habe: #kochenliebenlernen.
Sie haben uns in zwei Sessions erklärt und gezeigt, wie man Wurst selbst herstellt – sehr bedeutungsvoll in Zeiten, in denen die bekannteste Österreicherin Conchita Wurst heißt.
Mein Sessionkollege Wolfgang von warmekueche.at mit handmade Salsiccia und Signora Sassomarrone.


Und zu guter Letzt die unglaublichen Goodiebags, allen voran für jeden Gast ein Airfryer der Firma Philips.
Auch an alle anderen Sponsoren ein ganz großes DANKESCHÖN!


Viele meiner Bloggerkollegen haben bereits Beiträge verlinkt. Wer sich einen größeren Überblick schaffen möchte ist hier richtig – ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Wildkräuterterrine, Gastbloggerei

Es ist wirklich eine große Ehre, wenn man im kleinen Kuriositätenladen von Steph als Gastbloggerin eingeladen ist. Das ist fast wie eine Backstagekarte für Robbie Williams oder ein Tisch im Ikarus im Hangar 7. Je näher der Tag der Beitragsabgabe kam, desto mehr zerbrach ich mir den Kopf, was ich denn als Rezept mitbringen könnte. Es sollte vor allem zu meinem Blogthema passen, saisonal und regional sein. Und auch besonders hübsch und innovativ.
Also hab ich mich auf den Weg in den wilden Garten meiner Schwester gemacht, um dort einen Korb voll mit Frühlingskräutern zu pflücken. Spitzwegerich, Beinwell, Löwenzahn, Waldmeister und noch viele andere frische, essbare Pflanzen haben in meinen Korb gefunden.
Liebe Steph, nochmals herzlichen Dank für die wunderbare Einladung!


Wildkräuterterrine

6 Portionen


250 ml Sauerrahm
50 ml trockener Weißwein
150 ml Gemüsebrühe
1 Esslöffel Agar-Agar
200 g Wildkräuter


Die Kräuter gut waschen und kurz mit Wasser überkochen, so dass sie zusammenfallen.
Rahm und Gemüsebrühe unter Rühren aufkochen und circa 5 bis 6 Minuten köcheln lassen.
Das Kräuterwasser abgießen, die Blätter pürieren und mit dem Rahm vermengen. Agar-Agar untermischen, nochmals kurz aufkochen und gut verrühren.
Eine Form mit Haushaltsfolie auslegen. Vor dem Einfüllen der Masse eine Gelierprobe machen: Einen Kaffeelöffel  mit etwas Masse für 15 Minuten in den Kühlschrank geben. Die Masse sollte stocken, wenn nicht, dann noch Agar-Agar hinzufügen und abermals gut vermischen.
Sauerrahm-Kräutermasse in die Form füllen, eventuell mit ein paar einzelnen Kräutern garnieren und mindestens 4 Stunden im Kühlschrank fest werden lassen.

Maiwipferlhonig

Maiwipferl-Honig

Eine Dachterrasse mittleren Ausmaßes, das kann was, besonders wenn der Nachbar als natürlichen Schattenspender eine für den städtischen Bereich unpassende Fichte gepflanzt hat. Dieser Baum ist nicht nur ein zuverlässiger Sonnenschutz sondern liefert auch die Grundlage für meinen #Tierfreitagshonig. (mehr …)

Suppenklassiker, Frittaten und Grießnockerl

Klassische Suppeneinlage

Heute hat mich das sehr kühle Wetter dazu gebracht, ein Schlechtwetter-Essen für die Großfamilie zu kochen: einen Rindfleisch-Suppentopf mit den Klassikern Frittaten und Grießnockerl.
Dieses Essen gab es in meiner Kindheit besonders oft am Wochenende. Die Suppe wurde meist schon am Freitag aufgestellt und bis zum Sonntag in verschiedenen Varianten verwendet. Am Samstag als Suppe mit Einlagen, am Sonntag wurde das Fleisch mit Spinat, Semmelkren und Schnittlauchsauce serviert und, wenn noch Fleisch übrig war, wurde daraus ein saures Rindfleisch mit Kürbiskernöl zubereitet.
Üblicherweise koche ich Rindsuppe im Herbst oder Winter, aber heute hat es bis unter 1000 Meter geschneit, und das Anfang Mai.

Suppeneinlagen, Frittaten, Grießnockerl

Frittaten

4 Portionen

125 ml Milch
2 Eier
60 g Mehl
Salz
Butterschmalz

Milch und Eier gut verrühren, Mehl einstreuen, salzen und mit dem Schneebesen gut verquirlen.
Einen Esslöffel Butterschmalz in einer beschichten, mittelgroßen Pfanne zerrinnen lassen, so viel Teig einfließen lassen, dass der Boden bedeckt ist. Stocken lassen, mit einem Wender vom Rand lösen, umdrehen und auf der zweiten Seite goldgelb backen. Wer besonders geschickt ist, der wirbelt die Teigflade durch die Luft und lässt sie punktgenau in der Pfanne landen. Ich bin in diesem Fall nicht besonders geschickt 😉
Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren. Fladen aufrollen und in feine Streifen schneiden.

 

Grießnockerl

4 Portionen

60 g Butter
1 Ei
120 g Weizengrieß
Muskatnuss
Salz

Butter auf Zimmertemperatur erwärmen und mit dem Ei schaumig schlagen, Grieß unterrühren, salzen und mit Muskatnuss würzen. Mindestens 15 Minuten rasten lassen. Mit zwei feuchten Kaffeelöffeln Nockerl formen – was eine gewisse Übung erfordert. Im köchelnden Salzwasser etwa 15 Minuten ziehen lassen.

Beide Einlagen eignen sich für klare und gebundene Suppen.

 

Frühlingssuppe mit Spargel und Kräuterseitlingen

 

Wie einfallslos, schon wieder Spargel! Vielleicht koche ich heuer nur deshalb so viel Spargel, weil er diesmal schon sehr früh angeboten wurde. Mein heutiges Rezept ist äußerst unkompliziert, denn ich habe mich beim Einkauf an die aktuellen Angebote auf dem Grünmarkt gehalten – wobei ich gestehen muss, dass die heurigen Kartoffeln aus Sizilien stammen, also nicht ganz so regional sind, wie dies zu wünschen wäre.
Kräuterseitlinge sind Zuchtpilze, verwandt mit Austernpilzen. Sie ähneln optisch und auch geschmacklich Steinpilzen, sind im Gegensatz zu diesen aber ganzjährig erhältlich. Sie enthalten kein Fett, sind reich an Ballaststoffen und Kohlehydraten.
Jedenfalls habe ich auch heute wieder einen Beitrag für das Projekt #Tierfreitag von Katharina Seiser geschrieben. Inzwischen fällt es mir immer leichter, zumindest einmal wöchentlich, und öfter habe ich es auch nicht vor, ohne tierische Produkte zu kochen. #Tierfreitag steht als Begriff auch für freie Tiere. Mehr Infos und eine große Sammelstelle findet man auf Katharinas Seite.

Frühlingssuppe mit Spargel und Kräuterseitlingen

4 Portionen
4 heurige Kartoffeln
3 Solospargel
3 Kräuterseitlinge
1 Bund Suppengemüse
1 frische Knoblauchzehe
1 Frühlingszwiebel
Meersalz
einige Petersilblättchen

Kartoffeln, Spargel, Karotten, Sellerie und Petersilwurzel schälen und klein würfeln. Einen Pilz in feine Scheiben schneiden und langsam in Olivenöl anbraten. Die Scheibchen werden als Deko-Chips verwendet.
Kartoffeln, kleingeschnittene Frühlingszwiebel und Suppengemüse mit reichlich Wasser bedecken und bissfest kochen, dann erst den Spargel und die Kräuterseitlinge hinzufügen. Weich köcheln, salzen und Petersil einstreuen. Suppe mit dem Mixstab fein pürieren und mit Pilzchips dekorieren. Sie schmeckt auch kalt vorzüglich.