August 2014 archive

Zucchinicreme mit Salbei-Topfen-Nocken

Eigentlich hatte ich dieses Rezept für eine nette Bloggerkollegin vorbereitet, die eine Serie über außergewöhnliche Ernährungsformen geplant hatte. Dann kommt es manchmal anders, als man es vorhatte. Die Kollegin muss sich für ein paar Monate auf ihr Examen konzentrieren und hat ihr Vorhaben auf unbestimmte Zeit verschoben. Ich wünsche auf diesem Weg alles Gute und viel Kraft für die nächsten Wochen!
Und eigentlich war mir die Absage gar nicht so unrecht. Ich hatte zwar das Rezept mit allem Drum und Dran bereits vorbereitet, aber der Text zur Serie ging mir irgendwie so gar nicht von der Hand – Modell „Denk- und Schreibblockade“. Heute wäre der Termin für die Abgabe vereinbart gewesen, und ich war beinahe über das Mail, das ich nach der Rückkehr von meinem Kurztrip nach Wien erhielt, erleichtert. 
Das Gericht selbst fällt wieder einmal in die Kategorie „Restlverwertung“. Topfen war noch im Kühlschrank samt einigen geschenkten Zucchini. Nicht zu vergessen: Mein Salbei ist heuer besonders groß geworden.
Ach ja, dann haben sich in den letzten Tagen neben meinem Staubsauger auch gleich der Mixaufsatz der Küchenmaschine sowie der Pürierstab verabschiedet. Der Staubsauger wurde ersetzt, aber die beiden Küchengeräte waren noch in Garantie und warten nun auf Reparatur beziehungsweise Austausch. Doch ist meine Küche ohne Püriergerät eigentlich nicht funktionstüchtig. Das hat mich dazu veranlasst, als Aushilfe einen Miniblender anzukaufen. Zum Suppenpürieren und Smoothie-Erzeugen ist er ideal. Allerdings nur in Zwergenportionen. 


Zucchinicreme mit Salbei-Topfen-Nocken

4 Portionen

250 g Magertopfen (Magerquark)
120 g Dinkelvollkornmehl
60 g Butter
2 Eier
4 Esslöffel geriebener Parmesan
10 Salbeiblätter
Salz
Muskatnuss

2 große Zucchini
1 Kartoffel
200 ml Schlagobers (Schlagsahne)
Salz
Pfeffer


Butter zerlassen und mit Topfen, Mehl und Eiern gut vermischen. Salbeiblätter fein hacken und gemeinsam mit dem geriebenen Parmesan untermengen. Salzen und mit Muskatnuss abschmecken. Masse eine halbe Stunde kalt stellen. Esslöffel in heißes Wasser tauchen und aus der Topfenmasse Nocken ausstechen. In siedendem Wasser ziehen lassen, bis die Nocken an die Oberfläche schwimmen.

Zucchini und Kartoffel schälen, würfeln, in einem Topf mit Wasser bedecken und weich kochen. Wasser abgießen, in einem Blender gemeinsam mit dem Obers fein pürieren, salzen und pfeffern. In einem tiefen Teller anrichten und die Nocken daraufsetzen.

Suppenglück, eine Rezension

Suppenglück

Neben all den Events, Gastbloggereien und einem normalen Alltag im echten Leben finde ich heute wieder einmal Zeit, ein Buch vorzustellen. Eines, das mir persönlich sehr am Herzen liegt, weil ein Großteil der Gerichte meinen Bedürfnissen entspricht.
Suppenglück von Sonja Riker wurde mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt und hat in meinem Kochbuchregal einen griffbereiten Platz gefunden. (mehr …)

Kauft heimische Äpfel und kocht Apfelschmalz!

Obwohl ich seit einigen Tagen mit meiner Gastgeberrolle bei „Zorra im Kochtopf“ als Eventbetreuerin beschäftigt bin, finde ich trotzdem noch Zeit, ein wenig zu experimentieren und auszuprobieren. 
Mein Blog ist eigentlich frei von Politik, aber mein heutiges Rezept entstand aus einer politischen Entscheidung in den letzten Tagen: dem Einfuhrverbot von Äpfeln nach Russland. Ja, das ist ein großes Thema hier in Österreich. Quer durch das Land propagieren unsere Volksvertreter den Kauf von heimischen Äpfeln. Zugegeben, ich kaufe auch österreichische Äpfel ohne politische Hintergründe, trotzdem war da dieser Hintergedanke, und besonders erstaunlich war für mich die Tatsache, dass neben unseren zahlreichen heimischen Äpfeln eine große Auswahl, vor allem aus Neuseeland, zu finden war. Dieser Umstand ist mir noch nie so ins Auge gestochen wie  bei meinem gestrigen Einkauf.
Meine Familie isst Äpfel sehr gerne roh als Zwischendurchmahlzeit. Öfters gibt es Kompott oder, für mich, ein Apfelmus. Manchmal verarbeite ich sie zu Kuchen oder einer Tarte.
Mein heutiges Rezept ist eher ungewöhnlich, dafür besonders schmackhaft. 
Ich bin kein Schweinefleischfan, aber wenn, dann muss es vom Mangalitza sein, das ich beim Metzger meines Vertrauens kaufe, der die Tiere von einem Bauern aus dem Burgenland bezieht und diese persönlich auswählt. Das Mangalitza ist auch als Wollschwein bekannt und zeichnet sich durch einen hohen Fettanteil aus.


Apfelschmalz

300 g  weißes Fett vom Schweinerücken
1 rote Zwiebel
1 heimischer Apfel
1 Zweig Thymian
1 Zweig Majoran


Das Fett in kleine Würfel schneiden und bei einer Temperatur im höheren Bereich in einer Pfanne auslassen. Öfters umrühren. Nach gut 20 Minuten haben sich aus den Fettstücken Grammeln oder Grieben gebildet. Diese hebt man mit einer Kelle heraus. Man kann sie auf Küchenpapier trocknen und weiterverwenden oder mit etwas flüssigem Fett in ein Glas füllen und nach dem Erkalten als Grammelschmalz verwenden.
Inzwischen Zwiebel und Apfel schälen und in kleine Würfel schneiden. Das Fett etwas abkühlen lassen. Apfel und Zwiebel hinzufügen und so lange köcheln lassen, bis sie eine weiche Konsistenz erreicht haben. Zum Garende werden noch gehackter Majoran und Thymian eingerührt.
In saubere Marmeladegläser oder Steingutbehälter füllen und auskühlen lassen




Einladung!

Liebe Leserinnen und Leser,


ich möchte gerne meine große Freude teilen, denn auch Ihr seid maßgeblich an dieser Freude beteiligt. 
Ich darf  im Kochtopf, so heißt der Blog von Zorra, den es nun schon seit unglaublichen 10 Jahren gibt, bis Mitte September einen Event ausrichten. Ohne meine treue Leserschaft hätte ich diese wunderbare Einladung, bei Zorra als Gastgeberin zu fungieren, gewiss nicht erhalten.
Dass es bei diesem Event um meine Thematik „So barrierefrei wie genussvoll kochen und essen“ geht, liegt wohl auf der Hand. 
Meine KollegInnen aus der Bloggercommunity und auch andere leidenschaftlichen KöchInnen sind aufgerufen, für mich virtuell zu kochen. 
Wer sich gerne an dieser Challenge beteiligen möchte, findet alles Weitere hier.

Lasst Eurer Fantasie freien Lauf und kreiert

SMOOTH FOOD!

Ich freu mich auf Eure Ideen und Anregungen und bedanke mich bei Zorra für die Gastfreundschaft.

Herzlichst

Claudia Sassomarrone


Zucchiniauflauf

Seit Tagen haben wir hier Temperaturen wie sonst Ende September. Manchmal steigt das Thermometer kaum über 15 Grad – und das Mitte August! Es wäre eigentlich ein Grund, ordentlich herumzujammern.
Dafür erhalte ich ständig von Freunden, Bekannten, Verwandten, Freunden und Bekannten meiner Kinder, zusammengefasst: von Gartenbesitzern, frisches Obst und Gemüse geschenkt. Unter anderem Zucchini in allen Formen und Farben. Ich muss ja fast glücklich sein, dass meine eigenen Dachterrassen-Zucchinistauden nach der ersten großzügigen Ernte den Geist aufgegeben und trotz bestem Zureden nur mehr männliche Blüten hervorgebracht haben. Meistens verbrate ich dieses Kürbisgemüse oder zaubere eine geschmeidige Suppe.
Heute hab ich die Zucchini fein geraspelt und zu einem schnellen Auflauf verarbeitet.
Wenn man Salat essen kann, dann passt ein wunderbarer grüner Salat mit Kernöl dazu.


Zucchiniauflauf

2 Portionen

1 großer gelber Zucchino
1 kleine rote Zwiebel
1 Ei
200 ml Sauerrahm
30 g geriebener Emmentaler
Olivenöl
Salz
Pfeffer

Die Enden des Zucchino entfernen und die Frucht mit der Schale fein raspeln. Gut ausdrücken und die Flüssigkeit durch ein Sieb abrinnen lassen.
Sauerrahm und Ei verrühren, Zucchinimasse unterheben und mit dem Rest vermischen. Salzen und pfeffern.
Auflaufform mit Olivenöl auspinseln und die Masse einfüllen. Mit dem geriebenen Käse bestreuen. 30 Minuten im Rohr bei 170 Grad mit Umlauft backen und danach für 5 Minuten die Grillfunktion zuschalten.


Tortillacreme oder was von der Fete übrig blieb

Mein Jüngster, der die Teenagerphase auch schon seit ein paar Jahren hinter sich hat, hat gestern mit ein paar Freunden eine Tortilla-Fete geschmissen. Da wurde gehobelt, geschnitten, gerührt und gebraten, bis die mütterliche Küche kaum mehr zu erkennen war. 
Ich versuche dann immer, in den „Ich schau nicht hin“-Modus zu schalten, was mitunter sehr schwierig ist. Das morgendliche Chaos war überschaubar, dafür fand ich eine große Schüssel mit Mais, Bohnen und sonstigem Zeug im Kühlschrank: die Reste der Fülle für die Tortillas. 
Nein, ich präsentiere jetzt kein Tortillarezept, weil ich dergleichen ohnehin nicht essen kann. Ich gebe vielmehr ein Beispiel, wie sich die Reste barrierefrei verwerten lassen. Eigentlich versuche ich ja, mein Essen nicht zu pürieren, weil mich das so sehr an meine lange Rekonvaleszenzzeit erinnert, aber um diese Creme herzustellen, musste ich dennoch zum Mixstab greifen. 
Der Mais kann natürlich auch frisch vom Feld kommen. In diesem Fall kocht man ihn vor.

Tortillacreme

2 Portionen

1 Dose Mais
1 Dose Kidneybohnen
1 weiße Zwiebel
2 Eiertomaten
1 halber gelber Parpika
1 halber roter Paprika
3 Esslöffel Olivenöl
2 Esslöffel Aceto Balsamico


Zwiebel in Ringe schneiden. Tomaten und Paprika würfeln, mit Bohnen und Mais vermengen. Öl und Aceto Balsamico untermischen. Das Gemüse einige Stunden ziehen lassen. Anschließend mit einem Stabmixer oder Mixaufsatz fein pürieren.


Avocadoaufstrich zum #Tierfreitag

Als Pensionistin hat man ja meist einen anderen Zeitbegriff als der erwerbstätige Mensch mit geregelten Arbeitszeiten. Für mich ist sozusagen fast jeder Tag ein Sonntag und echte Sonntage erkenne ich vorwiegend an den geschlossenen Geschäften. 
Darum ist der #Tierfeitag eine sehr praktische Einrichtung, nicht nur, weil er als Projekt einen großen Sinn ergibt, sondern auch, weil er in meinem persönlichen Fall für eine gewisse Wochenstruktur sorgt. Ich weiß nun, dass übermorgen alle Läden geschlossen sind.
Der #Tierfreitag wurde im Jänner ins Leben gerufen, und über 300 Rezepte haben bereits auf der Liste Einzug gehalten.
Ich habe mich diese Woche für eine Resteverwertung entschieden. Schnell und einfach sollte das Rezept auch deswegen sein, weil ich mich irgendwie in einer kreativen Unlustsphase befinde. 
Also lag es nahe, Avocado und Tomaten zu einem Aufstrich zu verarbeiten, der offenbar so gelungen war, dass ich heute Morgen nicht einmal mehr einen Löffel davon im Kühlschrank fand. 
Obwohl Avocados einen hohen Fettanteil haben, gelten sie trotzdem als sehr gesund, da es sich größtenteils um wertvolle ungesättigte Fettsäuren handelt. Außerdem sind die Früchte wichtige Vitaminlieferanten und beinhalten Folsäure, Magnesium und Eisen.
Guacamole ist wohl das bekannteste Gericht, das aus Avocado hergestellt wird und mein Aufstrich zeigt gewisse Ähnlichkeiten.


Avocadoaufstrich

2 Portionen

1 Avocado
1 große Tomate
1 Jungzwiebel
Saft einer halben Zitrone
4 Esslöffel Olivenöl
Meersalz
schwarzer Pfeffer


Avocado halbieren, Kern entfernen, das Fruchfleisch mit einem kleinen Löffel aushöhlen und in einer Schüssel mit einer Gabel zerdrücken. Olivenöl hinzufügen.
Tomaten kreuzweise einritzen und in heißem Wasser kurz überbrühen – so lässt sich die Haut leichter entfernen. Entkernen und in sehr feine Würfel schneiden. 
Das Grün der Zwiebel entfernen und die weiße Zwiebel sehr fein hacken. 
Avocadofleisch, Tomaten und Zwiebelwürfel gut vermischen, Zitronensaft hinzufügen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.