September 2014 archive

Melanzanimousse mit Feigen

Bereits im Frühling habe ich ein ähnliches Rezept vorgestellt. Auberginenmousse mit Granatapfel.
Melanzani ist einfach ein andere Ausdruck für Auberginen, mancherorts kennt man auch den Namen Eierfrucht. 
Ich liebe den leicht bitteren Geschmack der gebratenen Melanzani. Am idealsten wäre es natürlich die Früchte über einer offenen Flamme zu braten. Meine selige Schwiegermama verwendete dazu die Flammen ihren Gasherdes. Nachdem kaum jemand mehr einen Gasherd sein Eigen nennt, zumindest in unseren Breitengraden, kann man hervorragend auf die Grillfunktion des Backrohres zurückgreifen.
Frische Feigen erhält man jetzt überall im Handel und sie geben dem Melanzanimousse eine besondere Note.



Melanzanimousse mit frischen Feigen

4 Portionen

3 große Melanzani (Auberginen)
2 Feigen
1 kleine weiße Zwiebel
3 Esslöffel Olivenöl
Saft einer Zitrone
Meersalz
weißer Pfeffer

Melanzani mit einer Gabel mehrmals anstechen und auf einer Alufolie im Backrohr bei 220 Grad solange grillen, bis die Haut braun ist. Herausnehmen und abkühlen lassen. Halbieren, die Kerne möglichst entfernen und das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale heben,  mit der grob gehackten Zwiebel, Zitronensaft und Olivenöl mit dem Mixstab fein pürieren. Mit Pfeffer und Salz abschmecken.
Feigen schälen und das Fruchfleisch mit einem Messer fein hacken. Unter das Melanzanimousse mischen oder darauf garnieren.

Auch wenn erst Mittwoch ist, so möchte ich doch wieder auf das Projekt #Tierfreitag von Katharina Seiser hinweisen, an dem ich mich seit Anbeginn gerne beteilige.

Steak Tartare und ein großes Dankeschön

Seit dem letzten Blogbeitrag sind ein paar Tage vergangen. 
Zum Einen war ich noch sehr mit dem Abschluss meines Blogevents den ich bei Zorra im Kochtopf veranstaltet habe, beschäftigt. 
Und zum Anderen war ich wieder einige Tage zur Fortbildung in der wunderschönen Wachau und dort mit durchaus durchwachsenen Themen beschäftigt, so dass die Geschmeidigen Köstlichkeiten einfach Urlaub machten. 

Ich möchte mich nun hier ganz besonders bei Zorra für die wunderbare Gastfreundschaft in ihrem Kochtopf bedanken und bei allen Teilnehmern am Blogevent SMOOTH FOOD
49 wunderbare und anregende Rezepte sind eingelangt und ich bin immer noch überwältigt, wie viele KollegInnen sich Gedanken zu meiner besonderen, barrierefreien Ernährungsform gemacht haben. Viele persönliche Geschichten und Erlebnisse wurden berichtet, Süßes und Saures, Kaltes und Warmes wurde gekocht. Alles liebevoll zusammengefasst, kann man die Sammlung hier nachlesen.

Und heute habe ich ein herrliches Steak Tartare mitgebracht. 
Die einzige Form in der ich noch Fleisch essen kann, ist Faschiertes oder Gehacktes. Und nachdem ich immer schon gerne roh gegessen habe, bietet sich Tartare in allen Varianten gerade zu an.



Steak Tartare

2 Portionen

250 g Rinderfilet
1 Eidotter
1 halbe, kleine weiße Zwiebel 
2 Esslöffel Dijonsenf
5 Kapernbeeren
5 grüne Oliven
1 Esslöffel  edelsüßes Paprikapulver
2 Esslöffel Olivenöl
Meersalz
Tabasco
schwarzer Pfeffer
Sauerrahm




Man sollte nach Möglichkeit das parierte Filet selber faschieren, ansonsten frisch beim Metzger faschieren lassen und sofort verarbeiten.
Das rohe Hackfleisch mit dem Eidotter verrührt. Zwiebel, Kapernbeeren und Oliven ganz fein hacken und unterrühren. Senf, Paprikapulver und Olivenöl untermischen. Mit Meersalz, Pfeffer und Tabasco würzen.
Eventuell 2 bis 3 Esslöffel Sauerrahm einrühren.

Herbstlicher Couscous-Salat

In meiner Heimatstadt Salzburg hat sich in den letzten Monaten ein reger Austausch unter uns Bloggern ergeben. Im Schnitt einmal im Monat trifft man sich zu einem Stammtisch mit Blogbetreibern aus allen möglichen Sparten. 
Und dazwischen sitzen auch die Foddbloggerinnen in geheimer Mission zusammen. Da wird natürlich nicht nur gequatscht und beratschlagt, sondern auch gegessen.
Bei Treffen im privaten Rahmen bringen meist alle Beteiligten eine Kleinigkeit zum Essen mit.
Und deshalb habe ich gestern einen Couscous-Salat zu unserem Date mitgebracht. 
Üblicherweise serviert man Taboulé im Sommer als erfischendes, leichtes Gericht. Aber auch mit herbstlichen Früchten eignet sich dieser Salat ganz wunderbar als Mitbringspeise.
Da ich auf sämtliche tierische Substanzen verzichtet habe, darf sich mein Salat in die #Tierfreitag-Liste eintragen.



Herbstlicher Couscous-Salat

4 Portionen

250 g Couscous
300 ml Gemüsebrühe
1 kleine Jungzwiebel
1 halbe Birne
100 g kernlose Weintrauben
1 Feige
100 g Blaubeeren
100 g geriebene Walnüsse
Olivenöl
Saft einer Zitrone
1 Stängel Minze



Gemüsebrühe erhitzen und Couscous einrühren. 5 Minuten unter mehrmaligem Umrühren bei niedriger Temperatur weiter köcheln lassen. Eventuell noch Brühe nachgießen.
Zwiebel und Obst sehr fein würfeln und mit der fein gehackten Minze und den geriebenen Walnüssen unter den Couscous mischen. Zitronensaft und reichlich Olivenöl einrühren. Salat im Kühlschrank durchziehen lassen.
Bei Bedarf kann man Sauerrahm untermengen um den Salat geschmeidiger zu machen, dann ist er jedoch nicht mehr tierfrei.

Schokolade-Minze-Tiramisu


Der Herbst hat Einzug gehalten, eigentlich ist er schon seit Wochen hier. Vielleicht kann man doch noch mit ein paar Altweibersommertagen rechnen, nach diesen kühlen, verregneten Wochen. Ich muss dazu erwähnen, dass dieses feuchte Wetter sehr oft Narbenschmerzen verursacht, deshalb wäre mir ein Dauersommer mit milden Temperaturen am liebsten.
Jedenfalls sind die Kräuter auf der Terrasse zum abernten, auch die Minze, die ziemlich ausgetrieben hat und heuer wohl keine neuen Blätter mehr tragen wird. (mehr …)

Waldpilze im Glas zum #Tierfreitag

Einer der wenigen Vorteil an diesem verfrüht herbstlichen Wetter ist der Umstand , dass es heuer viele Waldpilze gibt. Ich selbst erkenne gerade Steinpilze, Eierschwammerl und Fliegenpilze. Da ist es natürlich von Vorteil, wenn im näheren Umfeld Pilzsucher und vor allem Kenner zu finden sind. Ein netter Freund meiner Eltern zählt zu dieser Kategorie und hat mir vor zwei Tagen eine schöne Ausbeute frei Haus geliefert. Neben den allseits bekannten Steinpilzen, auch „Herrenpilz“ genannt, fanden sich noch Rotkappen und Fichtenreizker. Diese beiden Sorten zeichen sich auch dadurch aus, dass sie sich schon nach kurzer Lagerung, spätestens aber beim Aufschneiden, verfärben. Man sollte sich durch die dunkle Farbe nicht irritieren lassen, zumal der wunderbare Geschmack erhalten bleibt.

Normalerweise würde sich diese Kombination für eine Schwammerlsoße oder ein Pilzgulasch eignen, doch habe ich heute ein wenig experimentiert, weil das Gericht auch zum #Tierfreitag passen sollte. 
Die Idee eines Aufstriches war schnell geboren. Ursprünglich wollte ich die Masse pürieren, dann habe ich mich aber für fein hacken entschieden, und das Ergebnis ist ein herrliches Löffelgericht, das man auch als Aufstrich oder Pesto für Nudeln verwenden kann.
Man kann für dieses Rezept jegliche Art von Wald- oder auch Kulturpilzen verarbeiten. 


Waldpilze fein gehackt

2 Portionen

500 g gemischte Waldpilze
2 Jungzwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 Zweig Thymian
1 Zweig Majoran
1 Stängel Rosmarin
Meersalz
Olivenöl


Pilze mit einem Pinsel säubern und in Scheiben schneiden. In einer beschichten Panne portionsweise in Olivenöl scharf anbraten. Zwiebeln und Knoblauch sehr fein würfeln und im Bratrückstand dünsten. Die Pilze dazugeben und nochmals durchrösten. Kräuter hacken und einrühren. Salzen. Pilzmasse auf ein großes Schneidbrett geben und sehr fein hacken. In Portionsgläser abfüllen.

Im Hintergrund Fichtenreizker, vorne links Rotkappe und vorne rechts ein Steinpilz.