Oktober 2014 archive

Schaum vom Graved Lachs, der Gatte hat Zahnschmerzen

Ich schlage mich ja nun seit über drei Jahren mit meiner besonderen Nahrungsaufnahme herum, aber wenn ein Familienmitglied mit Zahnproblemen kämpft, dann ist das wieder etwas ganz anderes. Dass Männer einen besonderen Hang zur Theatralik im Zusammenhang mit Schmerzen jeglicher Art haben, brauche ich wohl nicht extra erwähnen. Und das Zahnarztbesuche im Allgemeinen keine Freudensprünge hervorrufen , steht wohl auch außer Acht. 
So geschah es , dass der Gatte bereits Mitte letzte Woche mit einer relativ unförmigen Backe nach Hause kam, jammernd, versteht sich. Mehrmalige Angebote ihn zum Zahnarzt oder in meine zweite Heimat , die Kieferchirurgie zu chauffieren, fruchteten dann erst vorgestern am Montag. Jetzt ist er zwei Backenzähne los, die Wange ist immer noch geschwollen und wirklich essen wird er wohl erst in ein paar Tagen können. Das ist es dann halt schon sehr praktisch wenn die Frau ohnedies geschmeidig kocht. 
Der Zahnarzt empfahl nur kalt zu essen, da eignet sich natürlich ein samtiges Fischmousse besonders.



Schaum vom Graved Lachs

2 Portionen

100 g Graved Lachs
250 ml Schlagobers (Schlagsahne)
1 Zweig Dill
1 Kaffeelöffel Zitronensaft
weißer Pfeffer

Lachs grob hacken und mit der Hälfte des Obers im Blender fein pürieren. Mit Zitronesaft und etwas Pfeffer abschmecken.Kühl stellen.
Die andere Hälfte des Obers mit fein gehacktem Dill aufschlagen oder im Sahnespender aufbereiten. 
Lachsmasse mit einem Löffel zu Nocken formen und mit dem Dillobers garnieren.


Die Gustav, Zeit und Raum für guten Geschmack


Seit über zwei Jahren schreibe ich nun meinen Blog, der hauptsächlich entstanden ist um anderen Betroffenen mit barrierefreien Rezepten behilflich zu sein. 
Längst beschäftige ich mich nicht mehr ausschließlich mit Rezepten für Menschen mit Kau- und Schluckproblemen. Immer öfter berichte ich auch aus meinem persönlichen Umfeld und auch von meinen Reisen und Ausflügen im Zusammenhang mit den Geschmeidigen Köstlichkeiten. Das hat zur Folge, dass ab und an neben Kooperationsanfragen auch Einladungen zu Events und Messen in meiner Mailbox landen. Oft handelt es sich um wirklich uninteressante Angebote, weil sie entweder überhaupt nicht zu meinem Blogthema passen oder einfach unseriös sind.

Und so kam es, dass vor einiger Zeit eine Einladung zur Die Gustav, einem internationalen Salon für Konsumkultur in Dornbirn, im westlichsten österreichischen Bundesland bei mir landete. Nicht nur eine einfache Einladung, nein, es war eine Einladung samt Presseakreditierung.  Ui, das klang unglaublich wichtig und aufregend. Natürlich war ich nicht die einzige Bloggerin mit einer derartigen Zuschrift und so hat es sich innerhalb ganz kurzer Zeit ergeben, dass unter anderem auch zwei meiner Salzburger Kolleginnen, Caro von Ach du gute Güte und Sonja von ginger in the basement, ebenfalls gerne nach Dornbirn reisen wollten.
Der Mailverkehr war schnell erledigt und ein Sparpaket bei der österreichischen Bahn von Salzburg nach Dornbirn und retour online angekauft.


Im Normalfall fährt man eine Strecke in vier Stunden, aber auf Grund von Bauarbeiten am deutschen Eck waren wir schließlich 10 Stunden mit dem Zug unterwegs, zwei mehr als geplant. Halb so tragisch, wenn Bloggerinnen reisen, gibt es meist viel zu erzählen.
Drei Stunden blieben uns um auf der Messe herum zu flanieren, zu gustieren, zu probieren und einfach zu schauen. Dort und da gab es nette Gespräche, da das Food & Beverage- Angebot sehr groß war.


Küchen- und Kochutensilien wurden an einigen Ständen feilgeboten. Handgemachtes Geschirr, Schüsseln aus Beton und besonders schöne Holzbretter sind mir ins Auge gestochen. 
Neben dem umfangreichen Foodbereich konnte man auch noch Interieur und Modedesign begutachten. 


Obwohl die Anreise und das Nachhausekommen überaus langwierig waren, haben sich diese kiurzen Stunden ausgezahlt, weil das Angebot dieser Endverbraucherveranstaltung sehr innovativ und ansprechend war.

Ich kenne Vorarlberg vor allem aus meiner langjährigen Tätigkeit in der Modebranche, und der Stil und die Trendsicherheit war auch auf Die Gustav bestens wieder zu erkennen. Das Publikum war auffallend schick und hip.

Was ich wirklich sehr bedaure ist der Umstand, dass ich irgendwie das Rahmenprogramm Chef’s Table außer Acht gelassen habe. Dort haben diverse bekannte Köche ihr Können zum Besten gegeben. Vielleicht dann nächstes Jahr, denn es hat sich im Nachhinein herausgestellt, dass außer uns Salzburger Mädels auch Kolleginnen, nämlich Dinner um Acht und Bushcooks Kitchen aus dem angrenzenden Bayern Die Gustav unsicher gemacht haben. 




Avocado-Birnen-Aufstrich

Aufstrich aus Avocado und Birne

Der Herbst ist schon lange hier angelangt, und nun dürfte er schön langsam am ausklingen sein. Die Abende beginnen immer früher und das ist ein Grund nette Menschen zu sich nach Hause einzuladen. So geschehen vor ein paar Tagen, meine Salzburger Bloggermädels waren bei mir zu Besuch. (mehr …)

Foodbloggercamp in Berlin #fbcb14

Ich war dann mal in Berlin.

Es liegen ein paar ziemlich ereignisreiche Tage hinter mir. 
Vor knapp zwei Wochen hat meine vierteljährliche Tumornachsorgekontrolle aus heiterem Himmel einen Rezidivverdacht auf den Plan gebracht. Ich möchte mich mit dem Thema gar nicht lange aufhalten. Innerhalb einer Woche wurde ich durch sämtliche  Nachkontrollen geschickt, und bei allen weiteren Untersuchungen wurde nichts auffälliges, bösartiges gefunden. Am Donnerstag Morgen kam dann noch der erlösende Anruf aus der Klinik, dass auch die Biopsie nichts angezeigt hatte. (mehr …)

Zweierlei Karfiolsuppen

Karfiolsuppe

Heute möchte ich zeigen was es bei uns an einem Mittwoch gibt, wenn ich wieder einmal gar nicht richtig essen kann und ich die Familie nicht wirklich mit Brei belästigen möchte. Solche Tage kommen selten vor, doch es gibt sie. Weshalb dies gerade der Fall ist, erzähle ich das nächste Mal. (mehr …)