Dezember 2014 archive

Weck den Veganer in dir! eine Rezension

Anfang Dezember flatterte mir eine Pressemitteilung zu einem neuen veganen Kochbuch in die Mailbox. Inzwischen gibt es ja eine sehr große Auswahl an Büchern zu dieser speziellen Ernährungsform. Ich bin noch immer dabei mir meine persönliche Meinung zum Thema Veganismus zu bilden, da nach wie vor auch sehr radikale Ansichten kursieren. Zwischen Modeerscheinung und militanten Umsetzungen lässt sich eine breite Bandbreite zu diesem Thema finden.

Auf meinem persönlichen Speiseplan finden sich des öfteren vegane Gerichte, ich könnte mich aber vermutlich niemals ausschließlich nur pflanzlich ernähren, da ich ungern auf Käse und Milchprodukte verzichte. Auch Fleisch in sehr geringen Mengen, Fisch und Meeresfrüchte möchte ich nicht missen, auch wenn ich dies nur mehr sehr eingeschränkt zu mir nehmen kann.
*Weck den Veganer in dir* so heißt das Kochbuch für Einsteiger, Umsteiger, Hungrige, Neugierige, Ausprobierer, Mutige, Abenteurer und Veganer von Regine Mauer.

Meine einzige Kritik möchte ich gleich an den Anfang meiner Rezension setzen. Es ist mir vollkommen unklar, wie man einen Gorilla mit einer Karotte in den Hand für den Titel verwenden konnte. Das Bild wirkt nicht nur auf mich verstörend. Ich habe das Buch in den letzten Tagen herumgereicht und das Ergebnis war immer gleichlautend. Man vermutete dahinter ein Tierbuch und alle von mir Befragten empfanden das Titelbild als nicht passend. Schade.

Aber nun zum sehr positiven Teil:
So negativ das Umschlagbild ist, so schön und ansprechend sind die zahlreichen Fotos im Inneren. Jedes Rezept wird mit einem Bild präsentiert. Pauline Fabry hat die pflanzlichen Gerichte sehr schön in Szene gesetzt und man bekommt Lust zum Nachkochen.
Bevor man überhaupt zu den Rezepten gelangt hat Regine Mauer zahlreiche Tipps zur Hand, die den Zugang zu Vegansimus erklären und erleichtern sollen. Sie beschreibt sehr gut, welche Vorräte zu Hause sein sollten, welche Küchenhelfer Erleichterung schaffen und welche Lebensmittel von Nöten sind.

Die 80 Rezepte werden alphabetisch vorgestellt, von Apfelcreme bis zu Zucchini-Spinat-Suppe. Was ich sehr schön finde, Regine Mauer verzichte auf exotische Zutaten und verwendet fast ausschließlich regionale Produkte. Es gibt auch keine chemischen Zusätze. Zutaten werden durch Farben hervorgehoben und es gibt keine konkreten Mengenangaben.
Die Rezepte lesen sich alle sehr einfach und unkompliziert und sind auch für absolute Anfänger sehr gut nachkochbar.
Viele der Gerichte sind durchaus für Menschen mit Kau- und Schluckproblemen geeignet. Es finde sich einige Smoothies, Cremen und Suppen, die ich mir auch gut auf meinem Speiseplan vorstellen kann.
Mein Resumee, bis auf das Coverbild ein sehr stimmiges Kochbuch, das vegane Küche einfach, flott und sympatisch, ohne großen Firlefanz erklärt und durchaus Lust auf mehr pflanzliche Gerichte macht.

Weck den Veganer in dir!
Regine Mauer
erschienen 2014
http://www.veggireggi.de
ISBN 978-3-00-047222-0

Diese Rezension ist ein Beitrag zum Tierfreitag.

 

Lebzeltenschnitten, ein PAMK-Revival

Lebzeltenschnitten
Eigentlich hatte ich mir ja fest vorgenommen, nicht mehr an PAMK, Post aus meiner Küche, teilzunehmen, weil es mich die letzten Male sehr unter Druck setzte. Wahrscheinlich habe ich diesen vollkommen unerklärlichen Stress immer selbst verursacht. Und eigentlich wurde dieser Event vor geraumer Zeit beendet, weil die Initiatorinnen zu sehr anderwärtig beschäftigt waren. Sehr verständlich, denn PAMK hatte einen sehr großen Zuspruch und das war mit viel Arbeit verbunden. (mehr …)

Salzburger Weihnachtsessen, Bachlkoch aus dem Pinzgau

Bachlkoch

Als traditionelles Weihnachtsessen gilt in Salzburg eine klassische Rindsuppe mit Mettenwürstel. Diese Würstelsorte ist ungebrüht, besteht größtenteils aus Kalbfleisch und wird auch nur zu Weihnachten hergestellt. Man serviert sie in einer kräftigen Suppe mit Gemüse und feinen Nudeln.
Durch Zufall bin ich vor einigen Tagen im regionalen Fernsehen auf ein weiteres Salzburger Traditionsessen gestoßen. Das Bachlkoch. Bei meinen weiteren Recherchen habe ich herausgefunden, dass diese sehr einfache Speise auch heute noch im Pinzgau, dem größten Bezirk im Innergebirg, noch sehr häufig am 24. Dezember auf den Mittagstisch kommt. Dieses Gericht stammt noch aus Zeiten, in denen mit einfachen, regionalen Zutaten ein sättigendes Gericht gekocht wurde.
Woher der Name stammt, konnte ich übrigens nicht eindeutig herausfinden.
Was mir persönlich gut gefällt, das Bachlkoch entspricht genau meinen Essbedürfnissen, weich, geschmeidig und barrierefrei. Es eignet sich wunderbar auch unter dem Jahr als schnelle Süßspeise.

Bachlkoch

4 Portionen

1 l Milch
80 g Mehl
1 Prise Salz
4 Esslöffel Honig

Milch etwas salzen und erhitzen bis sie kocht. Mehl durch ein Sieb einstreuen und gut mit einem Schneebesen einrühren bis eine dickliche Creme entsteht. Einmal kurz aufkochen und vom Herd nehmen.
Honig mit Wasser erwärmen und über das Koch gießen.
Traditionell isst man die Speise gemeinsam aus der Pfanne.

 

 

Saiblingstatar für die Blogger-Weihnacht

saiblingstartar

Seit gut einem Jahr treffen sich  zahlreiche Salzburger Blogger aus allen möglichen Interessensgebieten zu einem regelmäßigen Stammtisch. Dort wird gequatscht,genetzwerkt, gegessen und getrunken. So mancher neue Kontakt wird geknüpft, privat und auch geschäftlich. Deshalb lag es auf der Hand, dass ein paar der Foodbloggerinnen den Rest der Runde bekochen und bewirten.

Foodies bekochen KollegInnen

Der Showroom im Salzburger Andräviertel diente uns an diesem Abend als Lokalität. Gekocht wurde größtenteils zu Hause und dann in unzähligen Kisten angeliefert. Eine Kollegin stellte ihre Weine zur Verfügung, unser reisender Gerhard trug den *Knecht Ruprecht* vor, Touristikspezialist Rainer brachte uns sein Hobby Whisky näher und der Abend verging viel zu schnell.
Meine Beiträge für dieses wunderbare Fest waren ein Honigkaree vom Mangalitza, das beinahe mein Backrohr sprengte, Serviettenknödel und lauwarmer Krautsalat.
Zum Fischteller habe ich ein Tatar vom heimischen Saibling beigetragen.

Saiblingstartar im Glas

Saiblingstatar

6 Portionen

500 g geputzes Filet vom Biosaibling
Saft einer Zitrone
2 Esslöffel Olivenöl
3 Esslöffel Dijonsenf
1 Jungzwiebel
1 kleiner Bund Dill
Meersalz
weißer Pfeffer

Saiblingsfilet auf Gräten überprüfen und mit einem scharfen Messer in kleine Würfel schneiden.Olivenöl,Zitronensaft und Senf verrühren und unter die Fischmasse mischen.
Jungzwiebel sehr fein würfeln und ebenfalls hinzufügen. Mit Salz und pfeffer abschmecken. Die Hälfte des Dill hacken. Mindestens eine Stunde im Kühlschrank ziehen lassen und dann den fein gehackten Dill einrühren. In kleine Gläser füllen und mit jeweils einem Dillzweig garnieren. Wahlweisen kann man auch Kresse zur Deko verwenden.

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blog your food in Frankfurt

Ein  ereignisreicher November ist mit einem dreitägigen Ausflug nach Frankfurt zu Ende gegangen.
Der Flughafen ist mir von meinen unzähligen Geschäftsreisen in meinem früheren Leben wohlbekannt. Vor vielen Jahren habe ich es sogar bis in einen vornehmen Vorort, dessen Name mir entfallen ist, geschafft. Aber in der Innenstadt war ich noch nie.


Wenn man die Main-Metropole nur aus dem Fernsehen kennt, ist dann doch ein wenig enttäuscht über die die Realität, denn die Skyline ist wesentlich kleiner , als sie oft auf Bildern erscheint. Sehr hübsch finde ich die historische Innenstadt, klein und übersichtlich.


Ende November war dort bereits ein sehr großzügiger Weihnachtsmarkt aufgebaut. Auf der Einkaufsmeile Zeil findet man vorwiegend Shops, die man auch in anderen größeren Städten antrifft.



Der eigentliche Grund meiner Kurzreise war das Workshop-Wochenende *blog your food*, das von Elena und Tobi organisiert wurde. Ich liebe es mich mit anderen Bloggern real zu vernetzen, deshalb reise ich auch gerne auf derartige Events.



Nach meinem nachmittäglichen Stadtrundgang ging es retour ins 25 hours hotel, the goldman in dem wir untergebracht waren. In der Bar gab es ein erstes gemütliches Zusammentreffen, auch mit so manchen bekannten Gesichtern, wie Helene und Johanna.



Am Samstag besuchten wir gemeinsam die Kleinmarkthalle im Herzen Frankfurts, bei einer Führung wurde uns die Geschichte der Halle näher gebracht. So eine Einrichtung würde ich mir auch in Salzburg wünschen, denn bei uns gibt es nur offene Märkte.





Am Nachmittag war Arbeit angesagt. Zuerst bei einem Foto-Workshop mit Andrea Marquetant, von dem ich sicher viel mit nach Hause genommen habe. Sie zeigte uns einige einfache Handgriffe, die wir umgehend auf der Hotelterrasse mit simplen Übungsobjekten, wie Äpfeln, anwenden durften.





Danach erklärte uns ein Anwalt so mache Neuigkeit zum Thema Recht im Internet. 
Anschließend diskutierten wir über Social Media.

Und dann war gemeinsames Essen im nahe gelegenen *Das Leben ist schön* angesagt. Ich bedanke mich nochmals ganz herzlich bei Elena und Tobi für mein Extra-Menü, dass schon Wochen vorher via Mail ausgemacht wurde.

Der Sonntag begann nach dem gemeinsamen Frühstück mit dem Workshop *Kooperationen*, der von Tobi und Friederike von Springlane geleitet wurde. Ich finde es ja immer sehr interessant auch die Unternehmerseite zu hören.



Gegen Mittag brachen wird dann in ein nicht weit entferntes Einrichtungsstudio auf, in dem wir in der Küche mit Andrea Schirmaier-Huber backen, modellieren und kochen konnten. Die Firma Jupiter hat zwei tolle Geräte zur Verfügung gestellt. Die Universal-Küchenmaschine MyCook und den Entsafter Juicepresso. Beide Geräte könnte ich mir durchaus in meiner Küche vorstellen.



Um 17 Uhr stand dann leider schon das Taxi bereit und so fuhr ich mit Konditorenweltmeisterin Andrea zum Flughafen.
Im Koffer schleppte ich sagenhafte 9 Kilo Goddies mit nach Hause. Und einen Hermannteig von Yushka, den ich in den kommenden Tagen verarbeiten werde.
Ich freue mich schon auf einen neuen Workshop im Raum Frankfurt, ich bin ja nur 55 Flugminuten entfernt.



Basilikumpolenta mit Gemüsesalsa, ein Rezept von Ewald Plachutta

Polenta mit Sugo

Herr Plachutta senior hat mir ein Rezept geschenkt. Wie es dazu kam,  möchte ich nun erzählen.
Vor geraumer Zeit hatte ich auf einer großen Veranstaltung in Salzburg die Gelegenheit mit einigen bekannten  österreichischen Haubenköchen ins Gespräch zu kommen. Mein Sprachfehler, der trotz vieler Operationen noch immer deutlich hörbar ist, ist eine gute Einleitung um auf meine spezielle Ernährungsart hinzuweisen. (mehr …)

Adventkuchen, wie aus misslungenen Mokka-Busserl doch noch etwas wurde

Adventkuchen

Mein heutiges Rezept fällt unter Küchenhoppalas die man sich nicht erklären kann.
Eigentlich hatte ich vor ganz schnell ein Backblech mit Mokka-Busserl zu zubereiten. Ich bin ja keine große Bäckerin, eigentlich liegt mir die Herstellung von Backwaren nicht sonderlich und trotzdem versuche ich mich in der Adventzeit an so manchen Kekserlvarianten.
Baiser möchte man meinen , da kann man nichts falsch machen. (mehr …)