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Mias süße Kleinigkeiten, eine Rezension

Mirja Hoechst, unter Freunden kurz Mia genannt, das ist die Küchenchaotin , die ich vor wenigen Tagen in Hamburg persönlich kennen gelernt habe. Jung, frisch, unkompliziert und unglaublich sympathisch.

Mia bloggt seit 2012  auf ihrem Blog Küchenchaotin kunterbunte Rezepte aus der Chaosküche. Hauptspeisen, Pasta, Eis und Süßigkeiten, alles ist dort zu finden. Und nun hat Mia vor Kurzem ein eigenes Kochbuch herausgegeben. Ich habe es lange vor der tatsächlichen Veröffentlichung schon in einer bekannten österreichischen Kochzeitschrift entdeckt und somit lag es auf der Hand ganz lieb um ein Exemplar unter Kolleginnen  zu bitten. Und so landeten im Tausch mit einer Ausgabe der besagten Kochzeitschrift *Mias süße Kleinigkeiten, Rezepte der Küchenchaotin* bei mir in Salzburg.

Mia ist von Beruf Fotografin, deshalb stammen die meisten Fotos auch von ihr. Die Bilder sind sehr ansprechend, jung und modern
Das handliche Buch glieder sich in fünf Kapitel und zeigt sehr anschaulich einfache, appetitliche Süßspeisen. Von Törtchen über Kuchen bis zu cremigen Nachspeisen im Glas ist alles zu finden. Ein eigens Kapitel widmet sich der Eisherstellung.

Die Rezepte beginnen jeweils mit einer kleinen persönlichen Beschreibung und sind sehr verständlich ausgeführt. Am Ende findet sich  noch ein kleiner Tipp. Jedes Gericht wird mit einem Foto präsentiert.
Meine Tochter und die Freundin meines Jüngsten stürzten sich förmlich auf das Buch. Das zeigt mir, dass es besonders für junge Frauen unter 30 sehr anziehend ist.

Mias süße Kleinigkeiten

Rezepte der Küchenchaotin
Mirja Hoechst
Jan Torbecke Verlag, 2015
ISBN 978-3-7995-0585-7

Immer schon vegan, eine Rezension

Vor einiger Zeit ist das neueste Werk von Katharina Seiser bei mir eingezogen. Immer schon vegan ist Anfang des Jahres im Christian Brandstätter Verlag erschienen und ich freue mich darüber schreiben zu können, da ich Frau Seiser auch persönlich kenne und seit über einem Jahr gerne an ihrem Projekt Tierfreitag teilnehme.


Das Buch bietet über 70 traditionelle Rezepte aus aller Welt die immer schon, so wie der Titel besagt, vegan sind. Von Ägypten bis Vietnam wurden pflanzliche Rezepte eingesammelt, darunter auch Bekanntes, wie Klebereis mit Mango, Spargel mit Kerbelvinaigrette, Gazpacho oder Guacamole.
Weniger bekannt sind wohl Za’atar, Tarator bi tahini oder Sindhi kadhi.



Der Schwerpunkt des Buches liegt darauf, ohne Fertigprodukte rein pflanzliche Gerichte vorzustellen. 
Frau Seiser ist selber keine Veganerin, hat sich aber mit der Thematik im Rahmen eines Selbstversuches auseinander gesetzt. Sie hat wie bei ihren vorangegangenen Büchern wieder sehr viele Informationen zusammengetragen und gut verständlich aufbereitet.



Am Beginn erklärt sie viel Wissenswertes über Geschmack und am Buchende findet man ein Glossar und ein ausführliches Register. Die Rezepte sind klar und gut verständlich geschrieben, zusätzlich findet man noch Tipps und weitere Varianten.



Das Buch hat einen Leineneinband in einem markanten Gelb, farblich passend die beiden Lesebändchen. 
Die appetitlichen Fotografien stammen von Vanessa Maas. Als Souschef fungierte Horst Lamnek.



Ein wenig schade finde ich persönlich, dass nur ganz wenige regionale, typisch österreichische Rezepte Einzug gefunden haben und das teils sehr schwer zu findende Gewürze verwendet werden.
Wer sicher gerne mit mit veganer Küche, fern ab vom gängigen Mainstream beschäftigen möchte, ist mit diesem sehr unaufgeregten, authentischen Kochbuch bestens bedient.


Immer schon vegan
Traditionelle Rezepte aus aller Welt
Katharina Seiser
Christian Brandstätter Verlag, Wien
ISBN 978-3–85033-856-1

Format 19×24 cm 
176 Seiten
Leineneinband
2 Lesebändchen

Weck den Veganer in dir! eine Rezension

Anfang Dezember flatterte mir eine Pressemitteilung zu einem neuen veganen Kochbuch in die Mailbox. Inzwischen gibt es ja eine sehr große Auswahl an Büchern zu dieser speziellen Ernährungsform. Ich bin noch immer dabei mir meine persönliche Meinung zum Thema Veganismus zu bilden, da nach wie vor auch sehr radikale Ansichten kursieren. Zwischen Modeerscheinung und militanten Umsetzungen lässt sich eine breite Bandbreite zu diesem Thema finden.

Auf meinem persönlichen Speiseplan finden sich des öfteren vegane Gerichte, ich könnte mich aber vermutlich niemals ausschließlich nur pflanzlich ernähren, da ich ungern auf Käse und Milchprodukte verzichte. Auch Fleisch in sehr geringen Mengen, Fisch und Meeresfrüchte möchte ich nicht missen, auch wenn ich dies nur mehr sehr eingeschränkt zu mir nehmen kann.
*Weck den Veganer in dir* so heißt das Kochbuch für Einsteiger, Umsteiger, Hungrige, Neugierige, Ausprobierer, Mutige, Abenteurer und Veganer von Regine Mauer.

Meine einzige Kritik möchte ich gleich an den Anfang meiner Rezension setzen. Es ist mir vollkommen unklar, wie man einen Gorilla mit einer Karotte in den Hand für den Titel verwenden konnte. Das Bild wirkt nicht nur auf mich verstörend. Ich habe das Buch in den letzten Tagen herumgereicht und das Ergebnis war immer gleichlautend. Man vermutete dahinter ein Tierbuch und alle von mir Befragten empfanden das Titelbild als nicht passend. Schade.

Aber nun zum sehr positiven Teil:
So negativ das Umschlagbild ist, so schön und ansprechend sind die zahlreichen Fotos im Inneren. Jedes Rezept wird mit einem Bild präsentiert. Pauline Fabry hat die pflanzlichen Gerichte sehr schön in Szene gesetzt und man bekommt Lust zum Nachkochen.
Bevor man überhaupt zu den Rezepten gelangt hat Regine Mauer zahlreiche Tipps zur Hand, die den Zugang zu Vegansimus erklären und erleichtern sollen. Sie beschreibt sehr gut, welche Vorräte zu Hause sein sollten, welche Küchenhelfer Erleichterung schaffen und welche Lebensmittel von Nöten sind.

Die 80 Rezepte werden alphabetisch vorgestellt, von Apfelcreme bis zu Zucchini-Spinat-Suppe. Was ich sehr schön finde, Regine Mauer verzichte auf exotische Zutaten und verwendet fast ausschließlich regionale Produkte. Es gibt auch keine chemischen Zusätze. Zutaten werden durch Farben hervorgehoben und es gibt keine konkreten Mengenangaben.
Die Rezepte lesen sich alle sehr einfach und unkompliziert und sind auch für absolute Anfänger sehr gut nachkochbar.
Viele der Gerichte sind durchaus für Menschen mit Kau- und Schluckproblemen geeignet. Es finde sich einige Smoothies, Cremen und Suppen, die ich mir auch gut auf meinem Speiseplan vorstellen kann.
Mein Resumee, bis auf das Coverbild ein sehr stimmiges Kochbuch, das vegane Küche einfach, flott und sympatisch, ohne großen Firlefanz erklärt und durchaus Lust auf mehr pflanzliche Gerichte macht.

Weck den Veganer in dir!
Regine Mauer
erschienen 2014
http://www.veggireggi.de
ISBN 978-3-00-047222-0

Diese Rezension ist ein Beitrag zum Tierfreitag.

 

Plachutta, Wiener Küche, eine Rezension

Wenn es am Montag kurz vor acht Uhr an der Haustüre klingelt, dann kann es eigentlich nur der Paketbote sein. Und so war es letzte Woche  auch der Fall. Mein netter Postler überreichter mir ein kleines Packerl mit dem heiß ersehnten neuen Plachutta.
Am Tag darauf war ich auf der Gala Nacht der Leader of the Year und traf dort zufällig auch auf Herrn Plachutta Senior, aber darüber erzähle ich bald mehr.



Nach den Klassikern Der goldene Plachutta, Die gute Küche und Kochschule, um nur einige zu nennen liegt nun Wiener Küche in gebundener Ausgabe vor mir. Schlicht und schön ist der graue Stoffeinband, die Schrift zeigt sich in dezentem Grün sehr unverschnörkelt. 
Das Duo, Vater und Sohn, Ewald und Mario Plachutta liefern unter Mithilfe von Else Riegler und Günter Köck ein Standardwerk der klassischen Wiener Küche.


Die ersten Seiten widmen sich einer übersichtlichen Erklärung der Wiener Küche. 
Danach findet man sehr übersichtlich vier große Kapitel, kalt, warm, süß und natürlich Tafelspitz&Co, denn dafür sind die Plachuttas weltbekannt. 
Wer nach Neuerfindungen oder Sensationen sucht, der tut dies im neuen Plachutta vergeblich.

Ist man jedoch auf der Suche nach der soliden Wiener Küche von Apfelkren bis Zwiebelrostbraten, dann ist man hier goldrichtig. Wiener Schnecken, Panadelsuppe, Kochsalat mit Erbsen, Husarenkrapferl, faschiertes Butterschnitzerl, um nur einige zu nennen, all diese Köstlichkeiten werden anwenderfreundlich perfekt beschrieben. Die Rezepte sind klar und einfach erklärt und auch für Kochneulinge sehr gut verständlich. Bei vielen Gerichten findet man noch zusätzliche Tipps. Neben einem gut gegliederten Rezeptregister findet man am Ende des Buchaes erfreulicherweise auch ein Wiener Küchenlexikon, das so manchen Küchenbegriff für Nichtwiener bestens erklärt. 


Auch für Menschen wie mich, die auf barrierefreies Essen angewiesen sind, gibt es genügende Rezepte, darunter Gansleinmachsuppe, Hechtnockerl in Dillsauce und Weinchadeau.
Hervorzuheben sind die schönen, appetitlichen Fotos von Eisenhut&Mayer.
Mit 170 Rezepten bleibt das Buch gut übersichtlich.
Als Österreicherin mit sehr viel Bezug zu Wien, freue ich mich immer wieder über so wunderbare Kochbücher mit typischer, traditioneller Küche. Dieses klassische Standardwerk werde ich sicher öfter als Anregung und zum Ideen holen für den Kochalltag verwenden.



Plachutta
WIENER KÜCHE

Format 20 x 3 x 24 cm
erschienen im  Verlag Christian Brandstätter (2014)  
ISBN-10: 3850338118 und 
ISBN-13: 978-3850338118 

Suppenglück, eine Rezension

Suppenglück

Neben all den Events, Gastbloggereien und einem normalen Alltag im echten Leben finde ich heute wieder einmal Zeit, ein Buch vorzustellen. Eines, das mir persönlich sehr am Herzen liegt, weil ein Großteil der Gerichte meinen Bedürfnissen entspricht.
Suppenglück von Sonja Riker wurde mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt und hat in meinem Kochbuchregal einen griffbereiten Platz gefunden. (mehr …)

Milch & Käse, eine Rezension

Im Rahmen der Aktion #jteb, jeden Tag ein Buch, darf ich heute ein Buch vorstellen, das einen sehr persönlichen Wert für mich hat, denn es war das erste Kochbuch, das ich nach meiner Erkrankung im Jahr 2011 beim Stöbern in meiner Lieblingsbuchhandlung fand.
Auf Grund meiner Essenseinschränkungen suchte ich nach Inspirationen für die Umsetzung meiner Kochideen, die darauf basieren, möglichst weiche, cremige und trotzdem ansehnliche, genussvolle Rezepte zu erstellen.


Schon in der Buchhandlung fiel mir dieses Exemplar durch seine Umschlaggestaltung auf, und das Cover war sicher mit ein Grund für meine Kaufentscheidung.
Eine sehr ansprechende Bildgestaltung zieht sich durch das gesamte Buch wie ein roter Faden, und so ist nahezu jedes Rezept durch ein dekoratives Portraitfoto belegt. Visuell ist das Buch größtenteils im Vintage- und im Shabby-Chic-Stil gehalten, weshalb es äußerst heimelig und bodenständig wirkt.
Ohne überladen zu erscheinen, sind die Rezepte selbst sehr umfangreich und bemerkenswert genau beschrieben. Durch eine derartige  Präzision zeichnet auch die Inhaltsangabe aus. Überhaupt ist mir aufgefallen, dass die Arbeitsgänge und alle sonstigen Informationen einen äußerst schlüssigen Eindruck machen. Nun zum Inhalt des Buches.
Wie der Titel schon sagt: Hier dreht sich alles um Milch und Käse. In mehreren Kapiteln wird ihre Herstellung und Verarbeitung so informativ wie detailgetreu beschrieben. Dabei lässt es sich die Autorin auch nicht nehmen, die historischen Hintergründe umfangreich zu schildern. Ein ganzes Kapitel widmet sie der Begriffserklärung und erhellt von „affinieren“ bis „überreif“ zahlreiche Fachausdrücke auf dem Gebiet der Milchprodukte. Bis zur Lektüre dieses Buches wusste ich zum Beispiel nicht, was „Annatto“ oder „dicklegen“ bedeutet.



Das gesamte Werk gliedert sich in zwei große Abschnitte, einerseits „Milch, Sahne und Butter“ und zum anderen die Kategorie „Käse“. Beide Teile sind ihrerseits noch weiter untergliedert.
Die Bandbreite der Rezepte erstreckt sich von Suppen und anderen Vorspeisen über Hauptspeisen bis hin zu den Desserts und Kuchen. Auch sind die Rezepte selbst sehr vielseitig. Es irrt sich nämlich, wer da denkt, es würden ausschließlich Milchprodukte verwendet. Milch und Käse werden einfallsreich mit Fisch und Fleisch verbunden. Selbst Altbekanntes wie Gnocchi alla Romana, Sauce Hollandaise oder Panna Cotta findet sich in diesem Kochbuch wieder.
Der Schwerpunkt liegt aber eindeutig auf unbekannten Kreationen wie Risotto mit Lauch, Taleggio mit Äpfeln, Zucchini-Halloumi-Küchlein oder Zwiebeln mit Ziegenkäse-Tomaten-Füllung. Echte Klassiker wie Kalbsschnitzel alla Parmigiana, Käsefondue oder Französische Zwiebelsuppe finden allerdings genauso ihren Platz. Für meine speziellen Bedürfnisse eignen sich Aligot (ein Käse-Kartoffel-Püree), Stiltonsuppe oder Roquefort Soufflé.
Mein ganz persönliches Fazit: Auch nach gut zwei Jahren greife ich immer noch gerne zu diesem überaus gelungenen Buch, weil es tatsächlich viele Ideen enthält, die ich in meiner eigenen Küchenpraxis problemlos umsetzen kann. Wer auf der Suche nach Informationen und unaufgeregten Rezepten mit Milch und Käse ist, dem kann ich dieses schöne Kochbuch jederzeit ans Herz legen. Vor allem, wenn man sich mit Nahrungsmitteln und ihrer Herstellung ein wenig näher beschäftigt, ist „Milch & Käse“ ein ideales Nachschlagewerk.




Leanne Kitchen: Milch & Käse
Originaltitel „The Dairy“
255 Seiten, gebunden ab € 12,76

Besser Essen von Rudi Anschober, eine Rezension

Also, das war jetzt so:
Mitte Mai war ich freundlicherweise zu einer Buchpräsentation in Linz eingeladen. Linz ist zwar wirklich nicht vor der Haustür, aber ich war zur Fortbildung in der Wachau, und es wäre zum Veranstaltungsort beinahe ein Katzensprung gewesen. Doch wie das Leben manchmal so spielt, waren meine Batterien dermaßen entladen, dass ich den Weg zu Rudi Anschober leider nicht auf mich nehmen konnte.

Seit einigen Tagen halte ich nun sein wunderbares Buch „BESSER ESSEN“, das weit mehr als nur ein Kochbuch ist, in Händen. Ich bedauere jetzt um so mehr, dass ich der Präsentation fernbleiben musste, freue mich aber ganz besonders, dass trotzdem ein Exemplar zu mir gefunden hat.
Rudi Anschober ist in Österreich bekannt – als langjähriger, grüner Landesrat in Oberösterreich. Sein großes politisches Anliegen ist die Ernährungswende. Nun hat er seine persönlichen Erfahrungen zum Thema BESSER ESSEN in einem Buch zusammengefasst.

120 großteils vegetarische und vegane Rezepte werden nicht nur von wunderbaren Bildern begleitet sondern in Gastkommentaren auch von 21 ExpertInnen aus verschiedenen Gebieten rund um Ernährung, Kochen, Nachhaltigkeit, Lebensmittel und den Umgang mit diesen Themen in unserer Gesellschaft. Namhafte Spezialisten wie Yotam Ottolenghi, Sarah Wiener, Barbara van Melle und Katharina Seiser kommen zu Wort.


Inhaltlich ist das Buch saisonal gegliedert und wird in 15 Gängen serviert. Jeder Gang entspricht einem Kapitel und beschreibt ein Thema. Darunter sind auch brisante Themen, wie „Wert der Lebensmittel“, „Umgang der Politik mit Konsum“, „Wegwerfgesellschaft“ und „Lebensmittelverschwendung“. Auf der anderen Seite wird Gemüseanbau für den Eigenbedarf, Einlagern und Einkochen sowie achtsamer Konsum genauer betrachtet.
Rudi Anschober vermeidet den erhobenen Zeigefinger. Er versucht stattdessen sehr anschaulich, durch kritische Betrachtungen und viele gute Tipps den Weg zu BESSER ESSEN zu ebnen.


Besonders möchte ich die schönen Fotos erwähnen, die mit wenigen Ausnahmen von Julia Grandegger stammen.
Die Rezepte sind alle saisonal und regional ausgerichtet und legen ein besonderes Augenmerk auf die Grundprodukte.
Auch für Menschen mit Kau- und Schluckproblemen finden sich Rezepte wie zum Beispiel Erdäpfelpüree in allen Geschmäckern, Sarah Wieners Brotsuppe oder Obstmixgetränk.
Wer sich mit Nachhaltigkeit und Hintergründen unserer Ernährung auseinandersetzt, dem kann ich dieses Buch sehr ans Herz legen.

Ich freue mich auf meinen Urlaub im Waldviertel und werde „BESSER ESSEN“ als Lektüre einpacken.

Das Buch hat ein Format von 17 x 24 cm und einen aufklappbaren, flexiblen Umschlag

BESSER ESSEN von Rudi Anschober mit Bildern von Julia Grandegger ist bei Styria Regional mit der ISBN 978-3-7012-0125-9 erschienen.


Ich bedanke mich sehr herzlich für das Rezensionsexemplar.

Mein Beitrag erscheint im Rahmen der Aktion #jteb, jeden Tag ein Buch, initiiert von Arthurs Tochter kocht.

Kochen lieben lernen, eine Rezension

Als ich letzten Freitag aus der Klinik kam, wartete nicht nur ein Päckchen mit altem Silberbesteck, sondern auch das heiß ersehnte Kochbuch „Kochen lieben lernen“ der beiden Blogger Antonia Kögl und Benedikt Steindl von „becauseyouarehungry“ auf mich. 
Toni und Bene, ein sehr sympatisches bayrisches Pärchen, das es nach Wien verschlagen hat, konnte ich bereits letztes Jahr auf dem Foodcamp  kennenlernen. Sie bloggen äußerst erfolgreich seit Februar 2013 und ich folge ihnen gerne, da sie für mich eine große Inspiration darstellen. 


Um so gespannter war ich nun auf ihr Kochbuch, das im Styriaverlag herausgegeben wurde und im dortigen Shop erhältlich ist. Bei meinen Streifzügen durch Salzburgs Buchhandlungen habe ich das gute Stück auch dort immer wieder an sehr prominter Stelle gesehen.


Mein Zugang zu Kochbüchern ist ja ein besonderer. Zum einen koche ich so gut wie nie nach Rezept, sondern lasse mich nur inspirieren, und zum anderen kommen viele Speisen für mich auf Grund meiner Essproblematik nicht mehr in Frage. 
Leider bin ich auch im Moment wieder besonders eingeschränkt, weshalb ich das Nachkochen auf einen späteren Zeitpunkt verschieben muss.


Ich schmökere nun schon seit mehreren Tagen immer wieder im Buch herum, es liegt sehr gut in der Hand und hat ein nettes, praktisches  Format.
Die Fotos sind mir größtenteils vom Blog bekannt, sie sind der Hauptgrund, weshalb ich  „becauseyouarehungry“ seit Anbeginn folge. Bewundernswert, mit wie viel Gefühl die Bilder bei ihnen zuhause geschossen werden.


Gestalterisch sieht man natürlich, dass mit Bene ein Profi am Werk ist, und hier kommt meine einzige Kritik: Die Schriftart, die für die Rezeptüberschriften gewählt wurde, ist manchmal sehr schwer lesbar, da sie überaus verschnörkelt ist. Ansonsten ist das Layout sehr peppig und frisch – genau so wie die Rezepte.
Die Rezepte sind quer durch das Gemüsebeet gekocht und bestens verständlich. Sie eignen sich auch wunderbar für Kochanfänger. Besonders die bildliche Aufarbeitung regt wirklich zum Selberkochen an und wird dem Buchtitel gerecht.
Ganz besonders gut gefallen mir persönlich die Fischfrikadellen, die ich mit Sicherheit – hoffentlich bald – in meiner Küche ausprobieren werde.


Meinen Lesern würde ich Triple vom Gemüseflan, a Glass of Spring, das Lachstatar, Italien im Glas und gelbes Gazpacho ans Herz legen, weil dies geschmeidige Speisen sind. 
Was noch besonders auffällt, ist die hübsche Deko und das Foodstyling, das zwar durchaus aufwändig erscheint, aber leicht nachzumachen ist. 
Auch ohne Rezensionsexemplar wäre dieses schöne Kochbuch in meiner umfangreichen Sammlung gelandet.

Sehr schön finde ich das Glossar am Ende des Buches, das sicher so manchem Kochneuling eine Hilfe ist.

Liebe Toni, lieber Bene, macht weiter so! Ihr seid ein tolles Team mit wunderbaren, kreativen Ideen.


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