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Curry-Kohlsuppe

Auch wenn es das Wetter nicht glauben lässt, der Dezember steht vor der Türe und es ist Zeit für winterliche Suppen.  Der Freitag ist besonders geeignet wieder einmal ein Rezept für den #Tierfreitag zu gestalten. In den letzten Wochen habe ich das Projekt von Katharina Seiser sehr vernachlässigt, weil ich ständig auf Achse war.
 
Beim morgendlichen Wochenendeinkauf hat mich ein großer Kohlkopf förmlich angesprungen, vor allem optisch. Unssomit landet er in meinem Einkaufswagen und nun zur Hälfte im Suppentopf. Die andere Hälfte werde ich voraussichtlich zu einem klassischen Kohlgemüse verarbeiten. 
Kohlsuppe wird ja schon seit einigen Jahren besonders zum Jahresbeginn als Abnehmsuppe propagiert. Dabei ist eine eine mollige Suppe aus diesem wunderbaren Wintergemüse durchaus sättigend. Die klassische Variante habe ich schon einmal verbloggt, heute gibt es eine einfache Version mit Curry.
Dieses Gericht eignet sich besonders gut für ein gemeinsames Familienessen. An schlechten Tagen, die es manchmal gibt, püriere ich die Suppe, die übrigens auch kalt vorzüglich schmeckt.


Curry-Kohlsuppe
6 Portionen

1 halber Kohlkopf
3 Karotten
1 halbe rote Zwiebel
2 Esslöffel Olivenöl
1 Liter Gemüsebrühe
schwarzer Pfeffer
Meersalz
1 Esslöffel Currypulver



Die äußeren Blätter vom Kohlkopf entfernen und das Gemüse klein schneiden. Karotten schälen und klein würfeln. Zwiebel fein würfeln und in Olivenöl andünsten, Kohl und Karotten hinzufügen und kurz anrösten. Currypulver einstreuen und durchrühren. Mit der Gemüsebrühe aufgießen und bei mittlerer Temperatur weich kochen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Eventuell pürieren.



Dieses Rezept passt auch perfekt in die Blogparade von Küchen 
Atlas.


What a night! leadersoftheyear 2014

Andreas Döllerer ist Koch des Jahres


Der 18. November 2014 wird mir wohl noch länger in Erinnerung bleiben.
Vormittags zur großen Nachkontrolle in der Klinik, die ich mit erfreulichen Ergebnissen am frühen Nachmittag verließ um schnell zum Friseur zu eilen, denn abends stand die Gala Nacht 2014, powered by Rolling Pin, dem größten österreichischen Gastromagazin, im Hangar-7 in Salzburg am Programm.


Ich war zu diesem außergewöhnlichen Event von der Firma All-Clad eingeladen. Nicht irgendwo hin, sondern an den Tisch der Finalisten, Kategorie Bester Koch. All-Clad ist ein ein amerikanisches Unternehmen, das überwiegend die Gastronomie mit hochwertigsten Töpfen und Pfannen beliefert und auch für den Endverbraucher erhältlich ist. Das Unternehmen hat an diesem Abend den Preis für den besten Koch übergeben.



Der Hangar 7 ist ja weit über die Salzburger Landesgrenzen bekannt, nicht nur als TV-Location für einen Fernsehsender, sondern auch als Räumlichkeit für große Veranstaltungen und somit prädestiniert für eine derartige Preisverleihung wie leaders of the year 2014.

Karli und Rudi Obauer, Heinz Reitbauer


Schon beim Empfang tummelten sich bekannte Gesichter und ich habe nach vielen Jahren die Brüder Karli und Rudi Obauer aus Werfen wieder getroffen. So manchen Geburtstag oder Hochzeitstag haben wir bei ihnen gefeiert. 

Thomas Dorfer und Eckart Witzigmann



Eckart Witzigmann, der Grand Seigneur und Patron des Ikarus, war kaum zu übersehen. Oliver Hoffinger, der breiten Öffentlichkeit vor allem als Fernsehkoch bekannt, beeindruckte mich besonders durch seine Körpergröße.
Thomas Dorfer vom Landhaus Bacher fiel mir als besonders umtriebig auf, er nahm auch mehrere Male an unserem Tisch Platz.
Heinz Reitbauer wurde die Auszeichnung Inspiration Chef zu teil. Ein Grund um endlich wieder einmal ins Steirereck zu gehen, wenn ich in Wien bin.

Ewald Plachutta



Bei Ewald Plachutta konnte ich mich persönlich für das neue Kochbuch, das ich in den kommenden Tagen vorstellen werde, bedanken.

Didi Dorner mit Begleitung


Mein Tischnachbar war einer der Finalisten, Didi Dorner aus Graz, den ich noch aus seiner Zeit aus der Obersteiermark kenne. Wir führten ein sehr angeregtes Gespräch zum Thema barrierefreies Kochen und ich habe mir fest vorgenommen möglichst bald einen Abstecher nach Graz zu machen.

Josef und Maria Steffner


Mit Josef Steffen vom Mesnerhaus aus Mauterndorf sass ein weiterer Finalist am Tisch. Neben anderen geladenen Gästen, konnte ich mich sehr intensiv mit dem späteren Sieger Andi Döllerer von Döllerer’s Genusswelten aus Golling unterhalten. Ich erinnere mich noch an die Zeiten, als er als Kind durch die Räume des elterlichen Gasthauses und Spitzenrestaurants lief.



Das Menü wurde vom Sieger aus der Kategorie Caterer, Impacts aus Wien serviert. Durch meine Einschränkungen konnte ich natürlich nicht alles essen. All das ich kosten konnte, war wirklich geschmacklich einwandfrei. Besonders die Kürbistarte, eine Beilage zum rosa gebratenen Rinderfilet, das ich leider unangetastet zurückgehen lassen musste, hatte es mir angetan. Herr Dorner machte sich Sorgen um mich und hatte mir auch seine Tarte angeboten. Auch die Vorspeise, zweierlei Seesaibling mit Erdäpfel-Endivieensalat und das Milchreis-Soufflé waren nicht zu verachten, auch wenn ich nur Miniportionen davon kosten konnte. In einem normalen Gastbetrieb weise ich immer auf meine Bedürfnisse hin, aber im Rahmen eines Caterings ist das nur sehr schwer möglich. Besonders nett waren die jungen Damen und Herren aus der Servicebrigade.



Durch den Abend führten Jürgen Pichler, Geschäftsführer von Rolling Pin und der Entertainer Matt Rossman, der irgendwie an Rowan Atkinson erinnerte. Sehr charmant und witzig.


Matt Rossmann, Jürgen Pichler, Andi Döllerer und George Heinrici


Meine Aufzählung ist natürlich vollkommen unvollständig, denn es wurden insgesamt Preise in 19 Kategorien vergeben.
Die Verleihung endete knapp nach Mitternacht. Auf die After-Show-Party, die vermutlich noch sehr lange gedauert hat, habe ich verzichtet und bin mit einem prall gefüllten Goodiebag bestens gelaunt mit sehr vielen positiven Eindrücken nach hause gefahren.
Zum Schluss möchte ich noch die besondere Wertschätzung meiner zahlreichen Gesprächspartner im Bezug auf meine Esseinschränkungen hervorheben. Es haben sich zu diesem Thema, auf das auch in der Gastronomie wenig geachtet wird, viele neue Aspekte ergeben.
Ein ganz besonders Danke an meinen Gastgeber All-Clad, vertreten durch George Henrici.





Vegetarische Sarma

Am Mittwoch war wieder einmal Mädelsabend. Sprich, meine jungen Bloggerkolleginnen Sonja, Sabina, Datzy, Conny und Caro waren bei mir zu Besuch und es gab wichtige Dinge zu besprechen, was genau, das darf ich noch nicht erzählen. 
Und neben der Besprechung wird natürlich auch gegessen.
Ich habe dieses Mal Sarma gekocht. Die geschmeidige Version habe ich schon vor vielen Monaten vorgestellt und nachdem eine der jungen Damen kein Fleisch isst, habe ich eine vegetarische Variante kreiert. Wobei gerade diese Fülle auch für meine Essansprüche ideal ist. 
Sarmakraut ist ein sauer eingelegter Krautkopf, den man auch bei uns in vielen Lebensmittelgeschäften erhält.

vegetarische Sarma



Vegetarische Sarma

6 Portionen

12 Blatt Sarmakraut
300 g Dinkelreis
1 halber roter Paprika
6 getrocknete Tomaten
6  grüne Oliven
1 Jungzwiebel
150 g Schafskäse
1 kleiner Bund Petersil
1 Esslöffel Paprikapulver
1 Dose Tomatenwürfel
250 ml Gemüsebrühe
Salz 
Pfeffer
200 ml Sauerrahm

vegetarische Sarma



Dinkelreis nach Anleitung weich kochen. Paprika, Tomaten, Oliven und Jungzwiebel fein würfeln. Schafskäse locker zerbröseln. Petersil fein hacken. Alles gut vermengen. Paprikapulver untermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken Je ein Sarmablatt flach auflegen, eventuell den dicken Strunk herausschneiden, und 2 Esslöffel Dinkelreismasse am breiten Ende platzieren. Krautblatt straff zu einer .Roulade rollen. 
Tomatenwürfel in einer Pfanne mit der Gemüsebrühe erwärmen und die Rouladen einlegen.
Cirka 25 Minuten bei mittlere Temperatur zugedeckt schmoren lassen. Mehrmals vorsichtig den Tomatensud umrühren.
Mit Sauerrahm servieren. Dazu passen Salzkartoffel.




eat&style, Ausflug nach München

München hat nach uns gerufen und Conny von moment in a jelly jar und ich haben uns am letzten Sonntag auf den Weg zur eat&style gemacht.


Eat&style, das ist ein Food-Festival, das Genuss und Unterhaltung in mehreren deutschen Städten verspricht und auch vermittelt. Nach Hamburg und Köln, war am letzten Wochenende in der bayrischen Hauptstadt Station. Berlin und Stuttgart folgen noch im November. 
Mit der Bahn und dem günstigen Bayernticket erreicht man ab Salzburg in kurzer Zeit das Zentrum von München. Dank schneller U-Bahnanbindung tummelt man sich bald mitten im Geschehen in der Zenithhalle. 


Gleich beim Eingang befand sich ein Truck-Park mit verschiedensten rollenden Imbissständen, die für die Verköstigung der Besucher während des Festivals sorgten. Da wird man fast ein wenig neidig, denn derartige Angebote findet man in Salzburg leider nicht, obwohl wir eine wunderbare Würschtl- und Bosnastandl-Kultur vorweisen können.

Das wunderbare Wetter, Anfang November über 20 Grad, hat zum herumsitzen im Freien eingeladen. In der großen Auswahl an Fingerfood hat sich auch für mich ein grandioses Tuna-Tatar gefunden. Die Nachos hab ich leider ausgelassen.

In den Hallen wurde eine große Auswahl an Lebensmitteln, Delikatessen und Getränken angeboten. Zum verkosten und mitnehmen, Schokolade zum selber machen, Traubenkernöl, Pfeffer aus Kambodscha und ein großes Angebot an Getränken. Zwischendrinnen fanden sich auch Küchengeräte und Dekomaterialien. 


Und die größten Anziehungspunkte sind wohl die Showküchen, in denen man auch selber nach Voranmeldung ans Werk gehen kann. Gekocht wird in der einen und gebacken in der anderen.



Ich hatte mich schon im Vorfeld für einen Fingerfood-Workshop angemeldet und traf dort zu meiner großen Freude zwei Münchner Kolleginnen, die ich schon länger aus der Blogger-Community kenne, allerdings bisher nie persönlich gesehen hab. Claudia von Dinner um Acht, Petra von Der Mut anderer  und Dorothée von Bushcooks Kitchen leiteten in diesem Workshop je eine Station. Ich war eine denkbar schlechte Mitarbeiterin, weil ich ständig mit der Kamera in der Hand von Kochstelle zu Kochstelle wanderte. 
Besonders spektakulär ist natürlich die eat&style Kochbühne, auf der ein Vielzahl von bekannten deutschen Köchen ihr Bestes geben. 


Probieren, Mitmachen, Entdecken, Verkosten, Einkaufen, Mitkochen und natürlich Genießen!
Mit diesen Schlagwörtern wirbt die eat&style!


Die Gustav, Zeit und Raum für guten Geschmack


Seit über zwei Jahren schreibe ich nun meinen Blog, der hauptsächlich entstanden ist um anderen Betroffenen mit barrierefreien Rezepten behilflich zu sein. 
Längst beschäftige ich mich nicht mehr ausschließlich mit Rezepten für Menschen mit Kau- und Schluckproblemen. Immer öfter berichte ich auch aus meinem persönlichen Umfeld und auch von meinen Reisen und Ausflügen im Zusammenhang mit den Geschmeidigen Köstlichkeiten. Das hat zur Folge, dass ab und an neben Kooperationsanfragen auch Einladungen zu Events und Messen in meiner Mailbox landen. Oft handelt es sich um wirklich uninteressante Angebote, weil sie entweder überhaupt nicht zu meinem Blogthema passen oder einfach unseriös sind.

Und so kam es, dass vor einiger Zeit eine Einladung zur Die Gustav, einem internationalen Salon für Konsumkultur in Dornbirn, im westlichsten österreichischen Bundesland bei mir landete. Nicht nur eine einfache Einladung, nein, es war eine Einladung samt Presseakreditierung.  Ui, das klang unglaublich wichtig und aufregend. Natürlich war ich nicht die einzige Bloggerin mit einer derartigen Zuschrift und so hat es sich innerhalb ganz kurzer Zeit ergeben, dass unter anderem auch zwei meiner Salzburger Kolleginnen, Caro von Ach du gute Güte und Sonja von ginger in the basement, ebenfalls gerne nach Dornbirn reisen wollten.
Der Mailverkehr war schnell erledigt und ein Sparpaket bei der österreichischen Bahn von Salzburg nach Dornbirn und retour online angekauft.


Im Normalfall fährt man eine Strecke in vier Stunden, aber auf Grund von Bauarbeiten am deutschen Eck waren wir schließlich 10 Stunden mit dem Zug unterwegs, zwei mehr als geplant. Halb so tragisch, wenn Bloggerinnen reisen, gibt es meist viel zu erzählen.
Drei Stunden blieben uns um auf der Messe herum zu flanieren, zu gustieren, zu probieren und einfach zu schauen. Dort und da gab es nette Gespräche, da das Food & Beverage- Angebot sehr groß war.


Küchen- und Kochutensilien wurden an einigen Ständen feilgeboten. Handgemachtes Geschirr, Schüsseln aus Beton und besonders schöne Holzbretter sind mir ins Auge gestochen. 
Neben dem umfangreichen Foodbereich konnte man auch noch Interieur und Modedesign begutachten. 


Obwohl die Anreise und das Nachhausekommen überaus langwierig waren, haben sich diese kiurzen Stunden ausgezahlt, weil das Angebot dieser Endverbraucherveranstaltung sehr innovativ und ansprechend war.

Ich kenne Vorarlberg vor allem aus meiner langjährigen Tätigkeit in der Modebranche, und der Stil und die Trendsicherheit war auch auf Die Gustav bestens wieder zu erkennen. Das Publikum war auffallend schick und hip.

Was ich wirklich sehr bedaure ist der Umstand, dass ich irgendwie das Rahmenprogramm Chef’s Table außer Acht gelassen habe. Dort haben diverse bekannte Köche ihr Können zum Besten gegeben. Vielleicht dann nächstes Jahr, denn es hat sich im Nachhinein herausgestellt, dass außer uns Salzburger Mädels auch Kolleginnen, nämlich Dinner um Acht und Bushcooks Kitchen aus dem angrenzenden Bayern Die Gustav unsicher gemacht haben. 




Avocado-Birnen-Aufstrich

Der Herbst ist schon lange hier angelangt, und nun dürfte er schön langsam am ausklingen sein. Die Abende beginnen immer früher und das ist ein Grund nette Menschen zu sich nach Hause einzuladen. So geschehen vor ein paar Tagen, meine Salzburger Bloggermädels waren bei mir zu Besuch. 
Wir SalzburgerInnen sind als Bloggerszene inzwischen sehr gut vernetzt. Menschen aus allen möglichen Bereichen treffen sich zu monatlichen Stammtischen und tauschen sich zum Thema Bloggen aus. Darüber hinaus haben wir vor allem Spaß! 
Und innerhalb dieser Szene gibt es auch noch einen Mikrokosmos, bestehend aus ein paar Foodies, die sich auch noch außertourlich gerne zum gemeinsamen Essen zusammen setzen, und quatschen und im Moment die Weihnachtsfeier für ihre Bloggerkollegen planen. 
Also hab ich für meine Schwestern im Geiste, die alle meine Töchter sein könnten ein wenig Fingerfood auf den Tisch gebracht. Neben Apfelschmalz, Kürbis-Hummus und einer herbstlichen Tarte gab es einen köstlichen Aufstrich aus Avocado und Birne, der sich wunderbar zum löffeln eignet.
Achja, und zum Nachtisch habe ich geile Schnitten serviert.



Avocado-Birnen-Aufstrich

6 Portionen

2 weiche Avocado
1 halbe Birne
Saft einer halben Zitrone
1 Esslöffel Olivenöl
4 Walnüsse



Avocado halbieren, Kern entfernen und das Fruchtfleisch mit einem kleinen Löffel herausheben.
Birne halbieren, eine Hälfte schälen , entkernen und sehr fein würfeln. In Olivenöl kurz weich dünsten. Unter das Avocadofleisch heben, Zitronensaft hinzufügen und gut verrühren. Walnüsse sehr fein hacken, eventuell mahlen und ebenfalls unter die Avodacomasse heben.


Überbackene Rote Bete, ein Kochbuch auf Reisen

Man glaubt es kaum, seit Tagen ist endlich wieder einmal die Sonne zu sehen, und dann gleich mit einem besonders wunderschönen Wetter, das zum Wandern einlädt. 
Rund um Salzburg gibt es unzählige Ziele, eines davon ist das liebevoll gestaltete Freilichtmuseum in Großgmain.
Nun aber zu meinem heutigen Thema, dem zweiten Beitrag zu Ein Kochbuch auf Reisen, von dem ich vor einigen Tagen erzählt habe. Elisabeth von La Gusterina hat diesen netten Blogevent schon vor knapp zwei Jahren ins Leben gerufen. Nach einer langen Unterbrechung der Reise hat Cucina Vegana von Heike Kügler-Anger doch noch zu mir gefunden und ich habe als zweites Rezept überbackene rote Bete, oder wie wir auch sagen, Rohnen oder rote Rüben, gewählt.
Eine kleine Abweichung gibt es jedoch, im Originalrezept werden geriebene Haselnüsse verwendet, ich hatte aber noch Walnüsse im Vorratsschrank, die ich fein gehackt habe. Man kann diese natürlich auch fein mahlen.
Achja, dieses wirklich wunderbare Gericht heißt im Italienischen barbabietole gratinate.



Überbackene Rohnen

4 Portionen

4 rote Bete (rote Rüben)
Saft von zwei Orangen
100 g fein gehackte Walnüsse
4 Esslöffel Olivenöl
8 Esslöffel Semmelbrösel
4 Esslöffel feine gehackter Petersil
Meersalz
schwarzer Pfeffer



Rote Rüben unter fließendem Wasser gut abbürsten, abtropfen lassen und in Alufolie einschlagen.
In einer Auflaufform bei 200 Grad gut 90 Minten garen lassen. Sie sollten weich sein.
Abkühlen lassen, schälen, in kleine Würfel schneiden und in eine eingeölte Auflaufform geben.
Salzen und pfeffern.
Orangensaft und Olivenöl gut verrühren und mit Walnüssen, Semmelbrösel und Petersil vermischen. Diese Masse auf die Rübenwürfel auftragen.
Rote Rüben bei 200 Grad im Backrohr überbacken.

Kleines Hoppala am Rande. Ich hatte tatsächlich keine Brösel im Haus, was schier unmöglich klingt und habe mir deshalb mit zerbröslten Grissinistangen beholfen. 


Melanzanimousse mit Feigen

Bereits im Frühling habe ich ein ähnliches Rezept vorgestellt. Auberginenmousse mit Granatapfel.
Melanzani ist einfach ein andere Ausdruck für Auberginen, mancherorts kennt man auch den Namen Eierfrucht. 
Ich liebe den leicht bitteren Geschmack der gebratenen Melanzani. Am idealsten wäre es natürlich die Früchte über einer offenen Flamme zu braten. Meine selige Schwiegermama verwendete dazu die Flammen ihren Gasherdes. Nachdem kaum jemand mehr einen Gasherd sein Eigen nennt, zumindest in unseren Breitengraden, kann man hervorragend auf die Grillfunktion des Backrohres zurückgreifen.
Frische Feigen erhält man jetzt überall im Handel und sie geben dem Melanzanimousse eine besondere Note.



Melanzanimousse mit frischen Feigen

4 Portionen

3 große Melanzani (Auberginen)
2 Feigen
1 kleine weiße Zwiebel
3 Esslöffel Olivenöl
Saft einer Zitrone
Meersalz
weißer Pfeffer

Melanzani mit einer Gabel mehrmals anstechen und auf einer Alufolie im Backrohr bei 220 Grad solange grillen, bis die Haut braun ist. Herausnehmen und abkühlen lassen. Halbieren, die Kerne möglichst entfernen und das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale heben,  mit der grob gehackten Zwiebel, Zitronensaft und Olivenöl mit dem Mixstab fein pürieren. Mit Pfeffer und Salz abschmecken.
Feigen schälen und das Fruchfleisch mit einem Messer fein hacken. Unter das Melanzanimousse mischen oder darauf garnieren.

Auch wenn erst Mittwoch ist, so möchte ich doch wieder auf das Projekt #Tierfreitag von Katharina Seiser hinweisen, an dem ich mich seit Anbeginn gerne beteilige.

Steak Tartare und ein großes Dankeschön

Seit dem letzten Blogbeitrag sind ein paar Tage vergangen. 
Zum Einen war ich noch sehr mit dem Abschluss meines Blogevents den ich bei Zorra im Kochtopf veranstaltet habe, beschäftigt. 
Und zum Anderen war ich wieder einige Tage zur Fortbildung in der wunderschönen Wachau und dort mit durchaus durchwachsenen Themen beschäftigt, so dass die Geschmeidigen Köstlichkeiten einfach Urlaub machten. 

Ich möchte mich nun hier ganz besonders bei Zorra für die wunderbare Gastfreundschaft in ihrem Kochtopf bedanken und bei allen Teilnehmern am Blogevent SMOOTH FOOD
49 wunderbare und anregende Rezepte sind eingelangt und ich bin immer noch überwältigt, wie viele KollegInnen sich Gedanken zu meiner besonderen, barrierefreien Ernährungsform gemacht haben. Viele persönliche Geschichten und Erlebnisse wurden berichtet, Süßes und Saures, Kaltes und Warmes wurde gekocht. Alles liebevoll zusammengefasst, kann man die Sammlung hier nachlesen.

Und heute habe ich ein herrliches Steak Tartare mitgebracht. 
Die einzige Form in der ich noch Fleisch essen kann, ist Faschiertes oder Gehacktes. Und nachdem ich immer schon gerne roh gegessen habe, bietet sich Tartare in allen Varianten gerade zu an.



Steak Tartare

2 Portionen

250 g Rinderfilet
1 Eidotter
1 halbe, kleine weiße Zwiebel 
2 Esslöffel Dijonsenf
5 Kapernbeeren
5 grüne Oliven
1 Esslöffel  edelsüßes Paprikapulver
2 Esslöffel Olivenöl
Meersalz
Tabasco
schwarzer Pfeffer
Sauerrahm




Man sollte nach Möglichkeit das parierte Filet selber faschieren, ansonsten frisch beim Metzger faschieren lassen und sofort verarbeiten.
Das rohe Hackfleisch mit dem Eidotter verrührt. Zwiebel, Kapernbeeren und Oliven ganz fein hacken und unterrühren. Senf, Paprikapulver und Olivenöl untermischen. Mit Meersalz, Pfeffer und Tabasco würzen.
Eventuell 2 bis 3 Esslöffel Sauerrahm einrühren.

Crema di Carote, ein Kochbuch auf Reisen

Im Jänner 2013 hat Elisabeth von La Gusterina zu einem Blogevent der besondern Art aufgerufen. Ein Kochbuch sollte auf Reisen gehen. Cucina vegana von Heike Kügler-Anger ist ein kleines Büchlein mit veganen, italienischen Rezepten. Eigentlich hätte das gute Stück schon vor einem Jahr bei mir eintreffen sollen. Und wie es manchmal so ist, das Buch ist auf seiner Rundreise einfach verschwunden und es sah danach aus, als wäre das Projekt beendet. Doch plötzlich vor einigen Wochen tauchte es wieder auf und nun ist es seit knapp einer Woche bei mir in der Küche. Viele persönliche Bemerkungen finden sich neben den Rezepten und man kann auch gut erkennen, wie sich auch die teilnehmenden Blogs verändert habe.Viele haben sich weiterentwickelt, aber so mancher ist in einen Dornröschenschlaf verfallen….
Es war gar nicht so einfach ein passendes geschmeidiges Rezept zu finden, weil viele bereits verkocht waren oder für meinen Blog leider nicht brauchbar sind. Aber ich bin natürlich fündig geworden. 
Karottencremesuppe gibt es mir zu Hause öfter, jedoch diese Variante ist für mich neu und besonders interessant, weil sie aus mehreren Gemüsesorten besteht. Optisch ist sie nicht unbedingt ein Highlight, aber geschmacklich ganz wunderbar. Ich habe mich bis auf ein paar kleine Abweichungen an das Originalrezept gehalten. Zum Beispiel habe ich auf das Weizenmehl verzichtet, da die Kartoffel als Bindemittel ausreichen. Und den Petersil habe ich glatt vergessen.



Crema di Carote

4 Portionen

30 g getrocknete Tomaten
1 Stange Lauch
1 gelber Paprika
4 Esslöffel Olivenöl
5 Karotten
2 Kartoffel
2 Zweige Majoran
900 ml Wasser
2 Esslöffel Aceto Balsamico bianco
Meersalz
schwarzer Pfeffer



Getrockenete Tomaten in heißem Wasser ziehen lassen und danach in Streifen schneiden.
Lauch und Paprika in kleine Stücke schneiden und in Olivenöl anschwitzen.
Karotten in dünne Scheiben schneiden und die geschälten Kartoffel würfeln.Zusammen mit dem Majoran ebenfalls in den Topf geben und mit Wasser aufgießen.
Aufkochen , die Temperatur wieder reduzieren und das Gemüse weich kochen. 
Tomaten hinzufügen.
Anschließend mit dem Mixstab oder im Mixaufsatz fein pürieren.
Mit Balsamico abschmecken. Salzen und pfeffern.
Sollte man Petersil im Haus haben, diesen fein hacken und einstreuen.

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