Archive of ‘Sonstiges’ category

Curry-Kohlsuppe

Winterliche Kohlsuppe mit Curry vegan

Auch wenn es das Wetter nicht glauben lässt, der Dezember steht vor der Türe und es ist Zeit für winterliche Suppen.  Der Freitag ist besonders geeignet wieder einmal ein Rezept für den #Tierfreitag zu gestalten. In den letzten Wochen habe ich das Projekt von Katharina Seiser sehr vernachlässigt, weil ich ständig auf Achse war. (mehr …)

What a night! leadersoftheyear 2014

Andreas Döllerer ist Koch des Jahres


Der 18. November 2014 wird mir wohl noch länger in Erinnerung bleiben.
Vormittags zur großen Nachkontrolle in der Klinik, die ich mit erfreulichen Ergebnissen am frühen Nachmittag verließ um schnell zum Friseur zu eilen, denn abends stand die Gala Nacht 2014, powered by Rolling Pin, dem größten österreichischen Gastromagazin, im Hangar-7 in Salzburg am Programm.


Ich war zu diesem außergewöhnlichen Event von der Firma All-Clad eingeladen. Nicht irgendwo hin, sondern an den Tisch der Finalisten, Kategorie Bester Koch. All-Clad ist ein ein amerikanisches Unternehmen, das überwiegend die Gastronomie mit hochwertigsten Töpfen und Pfannen beliefert und auch für den Endverbraucher erhältlich ist. Das Unternehmen hat an diesem Abend den Preis für den besten Koch übergeben.



Der Hangar 7 ist ja weit über die Salzburger Landesgrenzen bekannt, nicht nur als TV-Location für einen Fernsehsender, sondern auch als Räumlichkeit für große Veranstaltungen und somit prädestiniert für eine derartige Preisverleihung wie leaders of the year 2014.

Karli und Rudi Obauer, Heinz Reitbauer


Schon beim Empfang tummelten sich bekannte Gesichter und ich habe nach vielen Jahren die Brüder Karli und Rudi Obauer aus Werfen wieder getroffen. So manchen Geburtstag oder Hochzeitstag haben wir bei ihnen gefeiert. 

Thomas Dorfer und Eckart Witzigmann



Eckart Witzigmann, der Grand Seigneur und Patron des Ikarus, war kaum zu übersehen. Oliver Hoffinger, der breiten Öffentlichkeit vor allem als Fernsehkoch bekannt, beeindruckte mich besonders durch seine Körpergröße.
Thomas Dorfer vom Landhaus Bacher fiel mir als besonders umtriebig auf, er nahm auch mehrere Male an unserem Tisch Platz.
Heinz Reitbauer wurde die Auszeichnung Inspiration Chef zu teil. Ein Grund um endlich wieder einmal ins Steirereck zu gehen, wenn ich in Wien bin.

Ewald Plachutta



Bei Ewald Plachutta konnte ich mich persönlich für das neue Kochbuch, das ich in den kommenden Tagen vorstellen werde, bedanken.

Didi Dorner mit Begleitung


Mein Tischnachbar war einer der Finalisten, Didi Dorner aus Graz, den ich noch aus seiner Zeit aus der Obersteiermark kenne. Wir führten ein sehr angeregtes Gespräch zum Thema barrierefreies Kochen und ich habe mir fest vorgenommen möglichst bald einen Abstecher nach Graz zu machen.

Josef und Maria Steffner


Mit Josef Steffen vom Mesnerhaus aus Mauterndorf sass ein weiterer Finalist am Tisch. Neben anderen geladenen Gästen, konnte ich mich sehr intensiv mit dem späteren Sieger Andi Döllerer von Döllerer’s Genusswelten aus Golling unterhalten. Ich erinnere mich noch an die Zeiten, als er als Kind durch die Räume des elterlichen Gasthauses und Spitzenrestaurants lief.



Das Menü wurde vom Sieger aus der Kategorie Caterer, Impacts aus Wien serviert. Durch meine Einschränkungen konnte ich natürlich nicht alles essen. All das ich kosten konnte, war wirklich geschmacklich einwandfrei. Besonders die Kürbistarte, eine Beilage zum rosa gebratenen Rinderfilet, das ich leider unangetastet zurückgehen lassen musste, hatte es mir angetan. Herr Dorner machte sich Sorgen um mich und hatte mir auch seine Tarte angeboten. Auch die Vorspeise, zweierlei Seesaibling mit Erdäpfel-Endivieensalat und das Milchreis-Soufflé waren nicht zu verachten, auch wenn ich nur Miniportionen davon kosten konnte. In einem normalen Gastbetrieb weise ich immer auf meine Bedürfnisse hin, aber im Rahmen eines Caterings ist das nur sehr schwer möglich. Besonders nett waren die jungen Damen und Herren aus der Servicebrigade.



Durch den Abend führten Jürgen Pichler, Geschäftsführer von Rolling Pin und der Entertainer Matt Rossman, der irgendwie an Rowan Atkinson erinnerte. Sehr charmant und witzig.


Matt Rossmann, Jürgen Pichler, Andi Döllerer und George Heinrici


Meine Aufzählung ist natürlich vollkommen unvollständig, denn es wurden insgesamt Preise in 19 Kategorien vergeben.
Die Verleihung endete knapp nach Mitternacht. Auf die After-Show-Party, die vermutlich noch sehr lange gedauert hat, habe ich verzichtet und bin mit einem prall gefüllten Goodiebag bestens gelaunt mit sehr vielen positiven Eindrücken nach hause gefahren.
Zum Schluss möchte ich noch die besondere Wertschätzung meiner zahlreichen Gesprächspartner im Bezug auf meine Esseinschränkungen hervorheben. Es haben sich zu diesem Thema, auf das auch in der Gastronomie wenig geachtet wird, viele neue Aspekte ergeben.
Ein ganz besonders Danke an meinen Gastgeber All-Clad, vertreten durch George Henrici.





eat&style, Ausflug nach München

München hat nach uns gerufen und Conny von moment in a jelly jar und ich haben uns am letzten Sonntag auf den Weg zur eat&style gemacht.


Eat&style, das ist ein Food-Festival, das Genuss und Unterhaltung in mehreren deutschen Städten verspricht und auch vermittelt. Nach Hamburg und Köln, war am letzten Wochenende in der bayrischen Hauptstadt Station. Berlin und Stuttgart folgen noch im November. 
Mit der Bahn und dem günstigen Bayernticket erreicht man ab Salzburg in kurzer Zeit das Zentrum von München. Dank schneller U-Bahnanbindung tummelt man sich bald mitten im Geschehen in der Zenithhalle. 


Gleich beim Eingang befand sich ein Truck-Park mit verschiedensten rollenden Imbissständen, die für die Verköstigung der Besucher während des Festivals sorgten. Da wird man fast ein wenig neidig, denn derartige Angebote findet man in Salzburg leider nicht, obwohl wir eine wunderbare Würschtl- und Bosnastandl-Kultur vorweisen können.

Das wunderbare Wetter, Anfang November über 20 Grad, hat zum herumsitzen im Freien eingeladen. In der großen Auswahl an Fingerfood hat sich auch für mich ein grandioses Tuna-Tatar gefunden. Die Nachos hab ich leider ausgelassen.

In den Hallen wurde eine große Auswahl an Lebensmitteln, Delikatessen und Getränken angeboten. Zum verkosten und mitnehmen, Schokolade zum selber machen, Traubenkernöl, Pfeffer aus Kambodscha und ein großes Angebot an Getränken. Zwischendrinnen fanden sich auch Küchengeräte und Dekomaterialien. 


Und die größten Anziehungspunkte sind wohl die Showküchen, in denen man auch selber nach Voranmeldung ans Werk gehen kann. Gekocht wird in der einen und gebacken in der anderen.



Ich hatte mich schon im Vorfeld für einen Fingerfood-Workshop angemeldet und traf dort zu meiner großen Freude zwei Münchner Kolleginnen, die ich schon länger aus der Blogger-Community kenne, allerdings bisher nie persönlich gesehen hab. Claudia von Dinner um Acht, Petra von Der Mut anderer  und Dorothée von Bushcooks Kitchen leiteten in diesem Workshop je eine Station. Ich war eine denkbar schlechte Mitarbeiterin, weil ich ständig mit der Kamera in der Hand von Kochstelle zu Kochstelle wanderte. 
Besonders spektakulär ist natürlich die eat&style Kochbühne, auf der ein Vielzahl von bekannten deutschen Köchen ihr Bestes geben. 


Probieren, Mitmachen, Entdecken, Verkosten, Einkaufen, Mitkochen und natürlich Genießen!
Mit diesen Schlagwörtern wirbt die eat&style!


Die Gustav, Zeit und Raum für guten Geschmack


Seit über zwei Jahren schreibe ich nun meinen Blog, der hauptsächlich entstanden ist um anderen Betroffenen mit barrierefreien Rezepten behilflich zu sein. 
Längst beschäftige ich mich nicht mehr ausschließlich mit Rezepten für Menschen mit Kau- und Schluckproblemen. Immer öfter berichte ich auch aus meinem persönlichen Umfeld und auch von meinen Reisen und Ausflügen im Zusammenhang mit den Geschmeidigen Köstlichkeiten. Das hat zur Folge, dass ab und an neben Kooperationsanfragen auch Einladungen zu Events und Messen in meiner Mailbox landen. Oft handelt es sich um wirklich uninteressante Angebote, weil sie entweder überhaupt nicht zu meinem Blogthema passen oder einfach unseriös sind.

Und so kam es, dass vor einiger Zeit eine Einladung zur Die Gustav, einem internationalen Salon für Konsumkultur in Dornbirn, im westlichsten österreichischen Bundesland bei mir landete. Nicht nur eine einfache Einladung, nein, es war eine Einladung samt Presseakreditierung.  Ui, das klang unglaublich wichtig und aufregend. Natürlich war ich nicht die einzige Bloggerin mit einer derartigen Zuschrift und so hat es sich innerhalb ganz kurzer Zeit ergeben, dass unter anderem auch zwei meiner Salzburger Kolleginnen, Caro von Ach du gute Güte und Sonja von ginger in the basement, ebenfalls gerne nach Dornbirn reisen wollten.
Der Mailverkehr war schnell erledigt und ein Sparpaket bei der österreichischen Bahn von Salzburg nach Dornbirn und retour online angekauft.


Im Normalfall fährt man eine Strecke in vier Stunden, aber auf Grund von Bauarbeiten am deutschen Eck waren wir schließlich 10 Stunden mit dem Zug unterwegs, zwei mehr als geplant. Halb so tragisch, wenn Bloggerinnen reisen, gibt es meist viel zu erzählen.
Drei Stunden blieben uns um auf der Messe herum zu flanieren, zu gustieren, zu probieren und einfach zu schauen. Dort und da gab es nette Gespräche, da das Food & Beverage- Angebot sehr groß war.


Küchen- und Kochutensilien wurden an einigen Ständen feilgeboten. Handgemachtes Geschirr, Schüsseln aus Beton und besonders schöne Holzbretter sind mir ins Auge gestochen. 
Neben dem umfangreichen Foodbereich konnte man auch noch Interieur und Modedesign begutachten. 


Obwohl die Anreise und das Nachhausekommen überaus langwierig waren, haben sich diese kiurzen Stunden ausgezahlt, weil das Angebot dieser Endverbraucherveranstaltung sehr innovativ und ansprechend war.

Ich kenne Vorarlberg vor allem aus meiner langjährigen Tätigkeit in der Modebranche, und der Stil und die Trendsicherheit war auch auf Die Gustav bestens wieder zu erkennen. Das Publikum war auffallend schick und hip.

Was ich wirklich sehr bedaure ist der Umstand, dass ich irgendwie das Rahmenprogramm Chef’s Table außer Acht gelassen habe. Dort haben diverse bekannte Köche ihr Können zum Besten gegeben. Vielleicht dann nächstes Jahr, denn es hat sich im Nachhinein herausgestellt, dass außer uns Salzburger Mädels auch Kolleginnen, nämlich Dinner um Acht und Bushcooks Kitchen aus dem angrenzenden Bayern Die Gustav unsicher gemacht haben. 




Avocado-Birnen-Aufstrich

Der Herbst ist schon lange hier angelangt, und nun dürfte er schön langsam am ausklingen sein. Die Abende beginnen immer früher und das ist ein Grund nette Menschen zu sich nach Hause einzuladen. So geschehen vor ein paar Tagen, meine Salzburger Bloggermädels waren bei mir zu Besuch. 
Wir SalzburgerInnen sind als Bloggerszene inzwischen sehr gut vernetzt. Menschen aus allen möglichen Bereichen treffen sich zu monatlichen Stammtischen und tauschen sich zum Thema Bloggen aus. Darüber hinaus haben wir vor allem Spaß! 
Und innerhalb dieser Szene gibt es auch noch einen Mikrokosmos, bestehend aus ein paar Foodies, die sich auch noch außertourlich gerne zum gemeinsamen Essen zusammen setzen, und quatschen und im Moment die Weihnachtsfeier für ihre Bloggerkollegen planen. 
Also hab ich für meine Schwestern im Geiste, die alle meine Töchter sein könnten ein wenig Fingerfood auf den Tisch gebracht. Neben Apfelschmalz, Kürbis-Hummus und einer herbstlichen Tarte gab es einen köstlichen Aufstrich aus Avocado und Birne, der sich wunderbar zum löffeln eignet.
Achja, und zum Nachtisch habe ich geile Schnitten serviert.



Avocado-Birnen-Aufstrich

6 Portionen

2 weiche Avocado
1 halbe Birne
Saft einer halben Zitrone
1 Esslöffel Olivenöl
4 Walnüsse



Avocado halbieren, Kern entfernen und das Fruchtfleisch mit einem kleinen Löffel herausheben.
Birne halbieren, eine Hälfte schälen , entkernen und sehr fein würfeln. In Olivenöl kurz weich dünsten. Unter das Avocadofleisch heben, Zitronensaft hinzufügen und gut verrühren. Walnüsse sehr fein hacken, eventuell mahlen und ebenfalls unter die Avodacomasse heben.


Melanzanimousse mit Feigen

Bereits im Frühling habe ich ein ähnliches Rezept vorgestellt. Auberginenmousse mit Granatapfel.
Melanzani ist einfach ein andere Ausdruck für Auberginen, mancherorts kennt man auch den Namen Eierfrucht. 
Ich liebe den leicht bitteren Geschmack der gebratenen Melanzani. Am idealsten wäre es natürlich die Früchte über einer offenen Flamme zu braten. Meine selige Schwiegermama verwendete dazu die Flammen ihren Gasherdes. Nachdem kaum jemand mehr einen Gasherd sein Eigen nennt, zumindest in unseren Breitengraden, kann man hervorragend auf die Grillfunktion des Backrohres zurückgreifen.
Frische Feigen erhält man jetzt überall im Handel und sie geben dem Melanzanimousse eine besondere Note.



Melanzanimousse mit frischen Feigen

4 Portionen

3 große Melanzani (Auberginen)
2 Feigen
1 kleine weiße Zwiebel
3 Esslöffel Olivenöl
Saft einer Zitrone
Meersalz
weißer Pfeffer

Melanzani mit einer Gabel mehrmals anstechen und auf einer Alufolie im Backrohr bei 220 Grad solange grillen, bis die Haut braun ist. Herausnehmen und abkühlen lassen. Halbieren, die Kerne möglichst entfernen und das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale heben,  mit der grob gehackten Zwiebel, Zitronensaft und Olivenöl mit dem Mixstab fein pürieren. Mit Pfeffer und Salz abschmecken.
Feigen schälen und das Fruchfleisch mit einem Messer fein hacken. Unter das Melanzanimousse mischen oder darauf garnieren.

Auch wenn erst Mittwoch ist, so möchte ich doch wieder auf das Projekt #Tierfreitag von Katharina Seiser hinweisen, an dem ich mich seit Anbeginn gerne beteilige.

Steak Tartare und ein großes Dankeschön

Seit dem letzten Blogbeitrag sind ein paar Tage vergangen. 
Zum Einen war ich noch sehr mit dem Abschluss meines Blogevents den ich bei Zorra im Kochtopf veranstaltet habe, beschäftigt. 
Und zum Anderen war ich wieder einige Tage zur Fortbildung in der wunderschönen Wachau und dort mit durchaus durchwachsenen Themen beschäftigt, so dass die Geschmeidigen Köstlichkeiten einfach Urlaub machten. 

Ich möchte mich nun hier ganz besonders bei Zorra für die wunderbare Gastfreundschaft in ihrem Kochtopf bedanken und bei allen Teilnehmern am Blogevent SMOOTH FOOD
49 wunderbare und anregende Rezepte sind eingelangt und ich bin immer noch überwältigt, wie viele KollegInnen sich Gedanken zu meiner besonderen, barrierefreien Ernährungsform gemacht haben. Viele persönliche Geschichten und Erlebnisse wurden berichtet, Süßes und Saures, Kaltes und Warmes wurde gekocht. Alles liebevoll zusammengefasst, kann man die Sammlung hier nachlesen.

Und heute habe ich ein herrliches Steak Tartare mitgebracht. 
Die einzige Form in der ich noch Fleisch essen kann, ist Faschiertes oder Gehacktes. Und nachdem ich immer schon gerne roh gegessen habe, bietet sich Tartare in allen Varianten gerade zu an.



Steak Tartare

2 Portionen

250 g Rinderfilet
1 Eidotter
1 halbe, kleine weiße Zwiebel 
2 Esslöffel Dijonsenf
5 Kapernbeeren
5 grüne Oliven
1 Esslöffel  edelsüßes Paprikapulver
2 Esslöffel Olivenöl
Meersalz
Tabasco
schwarzer Pfeffer
Sauerrahm




Man sollte nach Möglichkeit das parierte Filet selber faschieren, ansonsten frisch beim Metzger faschieren lassen und sofort verarbeiten.
Das rohe Hackfleisch mit dem Eidotter verrührt. Zwiebel, Kapernbeeren und Oliven ganz fein hacken und unterrühren. Senf, Paprikapulver und Olivenöl untermischen. Mit Meersalz, Pfeffer und Tabasco würzen.
Eventuell 2 bis 3 Esslöffel Sauerrahm einrühren.

1 2 3 4 18