Maiwipferlhonig

Maiwipferl-Honig

Eine Dachterrasse mittleren Ausmaßes, das kann was, besonders wenn der Nachbar als natürlichen Schattenspender eine für den städtischen Bereich unpassende Fichte gepflanzt hat. Dieser Baum ist nicht nur ein zuverlässiger Sonnenschutz sondern liefert auch die Grundlage für meinen #Tierfreitagshonig.
Vor einigen Jahren, im Zuge der Diskussion über die allgemein steigenden Lebenserhaltungskosten, hat eine bekannte Kristallerbin und Ehefrau des schönsten ehemaligen österreichischen Finanzministers gemeint, die Leut‘ sollen halt auf ihren Balkonen und Dachterrassen Obst und Gemüse anbauen. Ja, das habe ich mir zu Herzen genommen, und seitdem gartle ich auf dem Dach mit Liebe und Leidenschaft.
Fichtenwipferlernte ist allerdings ein Novum, denn so griffbereit wie in dieser Wohnung waren Fichtennadeln für mich noch nie – außer im Wald.
Wer im Wald wohnt oder so wie ich die Wipferl aus Nachbars Garten ernten kann, der soll sich beeilen, denn nur die frischen, hellgrünen Nadeln sind für diesen Honig geeignet.
Am besten schmeckt der Aufstrich auf einem Butterbrot. Ich mische ihn unter  Naturjoghurt oder esse ihn zu einem weichen Frischkäse.
Er ist auch sehr hilfreich bei Hustenreiz und gilt als altes Hausmittel.

 

Maiwipferlhonig


4 Hände voll Fichtennadeln
1 Limette
1 Zweig Rosmarin
1 Zweig Thymian
Wasser
Rohrohrzucker

Maiwipferl


Bei diesem Rezept ist es schwierig, genaue Gewichtsangaben zu machen.
Fichtennadeln abwaschen, in einen Topf geben und mit Wasser gut bedecken. Limetten halbieren und ihren Saft in den Topf auspressen. Die entsafteten Limetten samt der Schale mit Thymian und Rosmarin zu den Nadeln geben.
Aufkochen und anschließend circa 2 Stunden bei mittlerer Temperatur ziehen lassen. Über Nacht zugedeckt stehen lassen.
Am nächsten Tag die milchige Flüssigkeit durch ein Moltontuch oder eine Stoffwindel abseihen.
Im Vergleich zum Nadelsaft die doppelte Menge Rohrzucker in die Flüssigkeit geben, aufkochen und dann so lange köcheln lassen, bis ein Gelee entsteht. Mehrmals umrühren und noch lauwarm in Gläser abfüllen.

Maiwipferlhonig

0 comment on Maiwipferlhonig

  1. Anonym
    Mai 9, 2014 at 11:24 am (3 Jahren ago)

    feines rezept, schöne fotos u super text 😉
    lg u bitte immer weiter so!

    Antworten
  2. Yushka Brand
    Mai 10, 2014 at 2:33 pm (3 Jahren ago)

    Liebe Claudia, bei Verboten gut hatte ich kürzlich schon das Tannenschösslihonig-Rezept gefunden. Und bin jetzt irgendwie verwirrt, ob das wohl ein und dasselbe ist wie Maiwipferl? Kerstins Rezept hab ich schon angesetzt und würde deins nun auch noch gern probieren… Ich hab schon Wikipedia befragt, ob Fichte gleich Tanne oder Unterart der Tannen oder was auch immer ist. Wurde aber leider nicht wirklich schlauer.. Kennst du dich da aus?
    Liebe Grüße!
    Yushka

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  3. Claudia Sassomarrone
    Mai 10, 2014 at 4:23 pm (3 Jahren ago)

    Hallo Yushka, ich hab mir das Rezept von Verboten gut angesehen, der Unterschied ist vor allem die Herstellungsweise. Kerstin hat eine Methode gewählt die sehr viel länger dauert. Meinen Honig kannst du in zwei Tagen herstellen. Zwischen Tannen und Fichten gibt es einige Unterscheidungsmerkmale. Tannen sind Tiefwurzler, ihre Rinde ist relativ glatt und außerdem, so hab ich das schon in der Volksschule gelernt, die Zapfen wachsen nach oben, bei der Fichte jedoch hängen sie.Tannen und Fichten sind sozusagen Geschwister, sie gehören beide zur Familie der Kiefern. Geschmacklich dürfte es keine Unterschiede geben. Es sollte egal sein, welche Nadeltriebe Du nimmst, sie sollten jedoch ganz jung sein. In meiner Gegend heißen diese jungen Triebe Maiwipferl, ein hübscher Name, wie Du bereits anderorts festgestellt hast. 😉 Ich wünsche Dir gutes Gelingen, liebste Grüße Claudia

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  4. Yushka Brand
    Mai 10, 2014 at 5:32 pm (3 Jahren ago)

    Danke, meine Liebe. Wir hatten inzwischen auch noch weiter rumgesucht und die Unterschiede, die du oben ansprichst, gefunden. Blieb nur das Problem, unseren Baum im Garten zu identifizieren, worüber wir uns nicht wirklich einig wurden. Aber eigentlich ist es ja auch Jacke wie Hose, denn man kann vermutlich sowohl dein Rezept als auch das von Kerstin mit beiden Arten herstellen… Jetzt geht es morgen nochmal ans Pflücken und dann wird auch deine Variante angesetzt!
    Einen schönen Abend dir und Danke nochmals,
    Yushka

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  5. Die gute Güte
    Mai 13, 2014 at 6:59 am (3 Jahren ago)

    Oh, wie schön!

    Wipferlhonig haben wir in unserer Kindheit Jahr für Jahr gemacht und immer zum Muttertag verschenkt – bin erst Jahre später draufgekommen, dass meine Mama den gar nicht mag.

    Ach, da werden Erinnerungen wach. Und wie immer: wunderschöne Fotos!

    Liebe Grüße
    Caro

    Antworten
  6. Claudia Sassomarrone
    Mai 13, 2014 at 11:39 am (3 Jahren ago)

    Liebe Caro, herzlichen Dank!
    Ja, die Maiwipferl erinnern sogar mich noch an meine Kindheit 😉

    Liebste Grüße durch die Stadt

    Claudia

    Antworten

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