Trüffel-Kastenkuchen

Vermutlich bin ich weltweit die einzige Foodbloggerin, die keine ordentliche runde Tortenform besitzt. Warum auch, ich backe nie Torten und esse auch fast keine. Vielleicht zwei oder dreimal im Jahr und dann auswärts. Auch meine Familie bevorzugt Kuchen vom Blech oder aus der Kastenform. Eigentlich gibt es bei uns zu Hause äußerst selten Kuchen. Aber! Am Wochenende hatte ich unbändige Lust auf eine richtig geile, fette, saftige, schokoladige Torte, so weich, dass auch ich sie essen kann. Ich hätte zum Konditor fahren können, aber das Wetter war so aprilmäßig grausig, dass ich bevorzugt habe selber tätig zu werden. Trüffeltorte zusammen gemixt aus mehreren Rezepten, das war der Plan. Zutaten waren alle im Haus, jedoch keine Tortenform. Trüffel-Blechkuchen erschien mir doch etwas abwegig, also kam die Kastenform zum Zug. Auf Grund des großen Erfolges könnte ich mir durchaus eine Wiederholung vorstellen.
Achja, das Rezept eignet sich auch für runde Tortenformen, falls man solche besitzt.

Trüffelkuchen

Trüffel-Kastenkuchen

Kastenform 30 cm

6 Eier
120 g Backzucker
1 Päckchen Vanillezucker
80 g dunkle Schokolade
2 Esslöffel Butter
100 g geriebene Haselnüsse
60 g Mehl
1 Esslöffel Rum
Brösel für die Form

250 ml Schlagobers (Schlagsahne)
100 g Backzucker
80 g Butter
200 g dunkele Schokolade
1 Esslöffel Rum

Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen.Eidotter mit Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Schokolade mit Butter zerlassen und hinzufügen. Geriebene Haselnüsse und Mehl einstreuen und gut vermengen. Rum einrühren und den Eischnee vorsichtig unterheben. Backform mit Butter einpinseln und Brösel einstreuen. Masse einfüllen und bei 175 Grad Umluft 45 Minuten backen.
Schlagobers mit Zucker kurz aufkochen. Butter und Schokolade darin unter ständigem Rühren schmelzen lassen. Rum einrühren. Pariser Creme, so heißt diese Kalorienbombe, mindestens 5 Stunden kalt stellen.
Kuchen auskühlen lassen und auf halber Höhe durchschneiden.
Die Creme noch einmal aufschlagen und einen Zentimeter dick auf die unter Kuchenhälfte auftragen. Obere Hälfte aufsetzen und den ganzen Kuchen mit Creme bestreichen. Restliche Creme mit einer Spritztüte dekorativ auftragen.

Trüffelkastenkuchen

3 Comments on Trüffel-Kastenkuchen

  1. Kevin Buch
    April 8, 2015 at 12:27 pm (2 Jahren ago)

    Es ist wirklich schön in den Rezepten von Mit-Österreichern die Wörter "Dotter" und "Schlagobers" zu lesen 😀
    "Topfen" gibt mir dann eigentlich immer den Rest 😀

    Einen schönen Kuchen hast du da gebacken und die Kastenform ist da ja perfekt 🙂

    Liebste Grüße, Kevin (lawofbaking.com)

    Antworten
  2. Claudia Braunstein
    April 8, 2015 at 12:39 pm (2 Jahren ago)

    Lieber Kevin es gibt ja noch ganz vilee Audrücke aus der Küchensprache, die nur wir Österreicher verstehen. Ich merke es an den Kommentaren oder PNs wenn sich Leser aus dem Raum nördlich von München erkundigen. Ja, Topfen, so ein schöner Ausdruck, in jeder Hinsicht. Liebe Grüße Claudia

    Antworten
  3. Sandra von haseimglueck
    Mai 1, 2015 at 4:27 pm (2 Jahren ago)

    Hallo Claudia,
    durch den 3. Blogger Kommentiertag bin ich auf deine Seite gestoßen und gleich mal bei diesem Träumchen hier hängen geblieben. Das ist der Wahnsinn! ich habe auch keine Tortenform und irgendwie auch keine Motivation, in die Tortenproduktion einzusteigen. Umso toller finde ich es, eine Torte in der Kastenform zu zaubern – das Rezept muss ich bei Gelegenheit unbedingt mal ausprobieren!!!
    Viele liebe Grüße aus München sendet Dir,
    Sandra

    Antworten

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