Kochen lieben lernen, eine Rezension

Als ich letzten Freitag aus der Klinik kam, wartete nicht nur ein Päckchen mit altem Silberbesteck, sondern auch das heiß ersehnte Kochbuch „Kochen lieben lernen“ der beiden Blogger Antonia Kögl und Benedikt Steindl von „becauseyouarehungry“ auf mich. 
Toni und Bene, ein sehr sympatisches bayrisches Pärchen, das es nach Wien verschlagen hat, konnte ich bereits letztes Jahr auf dem Foodcamp  kennenlernen. Sie bloggen äußerst erfolgreich seit Februar 2013 und ich folge ihnen gerne, da sie für mich eine große Inspiration darstellen. 


Um so gespannter war ich nun auf ihr Kochbuch, das im Styriaverlag herausgegeben wurde und im dortigen Shop erhältlich ist. Bei meinen Streifzügen durch Salzburgs Buchhandlungen habe ich das gute Stück auch dort immer wieder an sehr prominter Stelle gesehen.


Mein Zugang zu Kochbüchern ist ja ein besonderer. Zum einen koche ich so gut wie nie nach Rezept, sondern lasse mich nur inspirieren, und zum anderen kommen viele Speisen für mich auf Grund meiner Essproblematik nicht mehr in Frage. 
Leider bin ich auch im Moment wieder besonders eingeschränkt, weshalb ich das Nachkochen auf einen späteren Zeitpunkt verschieben muss.


Ich schmökere nun schon seit mehreren Tagen immer wieder im Buch herum, es liegt sehr gut in der Hand und hat ein nettes, praktisches  Format.
Die Fotos sind mir größtenteils vom Blog bekannt, sie sind der Hauptgrund, weshalb ich  „becauseyouarehungry“ seit Anbeginn folge. Bewundernswert, mit wie viel Gefühl die Bilder bei ihnen zuhause geschossen werden.


Gestalterisch sieht man natürlich, dass mit Bene ein Profi am Werk ist, und hier kommt meine einzige Kritik: Die Schriftart, die für die Rezeptüberschriften gewählt wurde, ist manchmal sehr schwer lesbar, da sie überaus verschnörkelt ist. Ansonsten ist das Layout sehr peppig und frisch – genau so wie die Rezepte.
Die Rezepte sind quer durch das Gemüsebeet gekocht und bestens verständlich. Sie eignen sich auch wunderbar für Kochanfänger. Besonders die bildliche Aufarbeitung regt wirklich zum Selberkochen an und wird dem Buchtitel gerecht.
Ganz besonders gut gefallen mir persönlich die Fischfrikadellen, die ich mit Sicherheit – hoffentlich bald – in meiner Küche ausprobieren werde.


Meinen Lesern würde ich Triple vom Gemüseflan, a Glass of Spring, das Lachstatar, Italien im Glas und gelbes Gazpacho ans Herz legen, weil dies geschmeidige Speisen sind. 
Was noch besonders auffällt, ist die hübsche Deko und das Foodstyling, das zwar durchaus aufwändig erscheint, aber leicht nachzumachen ist. 
Auch ohne Rezensionsexemplar wäre dieses schöne Kochbuch in meiner umfangreichen Sammlung gelandet.

Sehr schön finde ich das Glossar am Ende des Buches, das sicher so manchem Kochneuling eine Hilfe ist.

Liebe Toni, lieber Bene, macht weiter so! Ihr seid ein tolles Team mit wunderbaren, kreativen Ideen.


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