Plachutta, Wiener Küche, eine Rezension

Wenn es am Montag kurz vor acht Uhr an der Haustüre klingelt, dann kann es eigentlich nur der Paketbote sein. Und so war es letzte Woche  auch der Fall. Mein netter Postler überreichter mir ein kleines Packerl mit dem heiß ersehnten neuen Plachutta.
Am Tag darauf war ich auf der Gala Nacht der Leader of the Year und traf dort zufällig auch auf Herrn Plachutta Senior, aber darüber erzähle ich bald mehr.



Nach den Klassikern Der goldene Plachutta, Die gute Küche und Kochschule, um nur einige zu nennen liegt nun Wiener Küche in gebundener Ausgabe vor mir. Schlicht und schön ist der graue Stoffeinband, die Schrift zeigt sich in dezentem Grün sehr unverschnörkelt. 
Das Duo, Vater und Sohn, Ewald und Mario Plachutta liefern unter Mithilfe von Else Riegler und Günter Köck ein Standardwerk der klassischen Wiener Küche.


Die ersten Seiten widmen sich einer übersichtlichen Erklärung der Wiener Küche. 
Danach findet man sehr übersichtlich vier große Kapitel, kalt, warm, süß und natürlich Tafelspitz&Co, denn dafür sind die Plachuttas weltbekannt. 
Wer nach Neuerfindungen oder Sensationen sucht, der tut dies im neuen Plachutta vergeblich.

Ist man jedoch auf der Suche nach der soliden Wiener Küche von Apfelkren bis Zwiebelrostbraten, dann ist man hier goldrichtig. Wiener Schnecken, Panadelsuppe, Kochsalat mit Erbsen, Husarenkrapferl, faschiertes Butterschnitzerl, um nur einige zu nennen, all diese Köstlichkeiten werden anwenderfreundlich perfekt beschrieben. Die Rezepte sind klar und einfach erklärt und auch für Kochneulinge sehr gut verständlich. Bei vielen Gerichten findet man noch zusätzliche Tipps. Neben einem gut gegliederten Rezeptregister findet man am Ende des Buchaes erfreulicherweise auch ein Wiener Küchenlexikon, das so manchen Küchenbegriff für Nichtwiener bestens erklärt. 


Auch für Menschen wie mich, die auf barrierefreies Essen angewiesen sind, gibt es genügende Rezepte, darunter Gansleinmachsuppe, Hechtnockerl in Dillsauce und Weinchadeau.
Hervorzuheben sind die schönen, appetitlichen Fotos von Eisenhut&Mayer.
Mit 170 Rezepten bleibt das Buch gut übersichtlich.
Als Österreicherin mit sehr viel Bezug zu Wien, freue ich mich immer wieder über so wunderbare Kochbücher mit typischer, traditioneller Küche. Dieses klassische Standardwerk werde ich sicher öfter als Anregung und zum Ideen holen für den Kochalltag verwenden.



Plachutta
WIENER KÜCHE

Format 20 x 3 x 24 cm
erschienen im  Verlag Christian Brandstätter (2014)  
ISBN-10: 3850338118 und 
ISBN-13: 978-3850338118 

0 comment on Plachutta, Wiener Küche, eine Rezension

  1. Toettchen
    November 27, 2014 at 3:29 pm (2 Jahren ago)

    Seit 1993 – dem Erscheinungsjahr – ist das Buch "Die gute Küche" von Plachuta, das meist genutzte Werk in meinem Kochbuchschrank. Es war und bleibt ein Jahrhundertwerk. Wenn ich jetzt Deine Rezension lese, möchte ich das Buch sofort haben. Na ja, bald ist Weihnachten.
    Ansonsten koche ich immer noch gerne nach der Katharina Prato. Ich besitze zwei Exemplare von "Die Süddeutsche Küche",. Das eine eine Original aus dem 19. Jahrhundert (4. Auflage 1864) steht bei den Schätzen, das andere von 1928 wird immer noch benutzt. Nur war mir nie klar, warum dieses österreichische Standardwerk "Süddeutsche Küche" heißt, wo doch die Gute Graz so gut wie nie verlassen hat.

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  2. Claudia Sassomarrone
    November 27, 2014 at 3:40 pm (2 Jahren ago)

    Hallo Toettchen, Die gute Küche steht natürlich auch in meinem Kochbuchregal, neben dem großen Sacher. Ich glaube wer älter als 36 ist 😉 und schon seit längerem gerne kocht, der hat solche Bücher bei sich zuhause herumstehen. Ich muss gestehen, ich koche überhaupt nicht nach Rezept, ich schau' gerne Bilder an und lass mich inspirieren. Um Dein Prato-Schatzerl beneide ich Dich fast ein wenig. Meine persönliche Kostbarkeit ist Was koch ich heute, das war das Verlobungsgeschenk meines Opas an meine heißgeliebte Omi in den 30ern. Alleine seine wunderbaren Widmung ist für mich besonders wertvoll. Es wäre mein Traum, dass das Kochbuch an dem ich arbeite auch einmal ein Standardwerk werden würde, für die besondere Nische für die ich schreibe. Mal schauen 😉 Ich wünsche Dir schöne Tage und ich mach mich auf den Weg nach Frankfurt. Claudia
    PS: Schick einen Brief ans Christkind, bezüglich des Plachuttas .

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  3. Kloiber Andreas
    Dezember 18, 2014 at 5:15 pm (2 Jahren ago)

    Tolle Buchbeschreibung!!
    Vielleicht wird es auch Teil meiner Bibliothek!!
    "DieGute Küche, Teil Zwei" habe ich bereits!!

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  4. Claudia Braunstein
    Dezember 18, 2014 at 9:02 pm (2 Jahren ago)

    Hallo Andreas, ich kann dir das Buch nur wärmstens empfehlen. Wenn du österreichische Küche schätzt, dann ist diese Rezeptsammlung für dich genau richtig. Herzliche Adventgrüße Claudia

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