Pürierte Zwiebelsuppe; vegan und low carb

Vegan und low carb. Warum ich das jetzt extra erwähne? Weil mir in letzter Zeit aufgefallen ist, dass viele meiner Rezepte vegan oder zumindest vegetarisch sind und dass ich in vielen Fällen nicht nur low carb, sondern tatsächlich ohne Kohlehydrate koche. Das bedeutet, ich setze ganz unbewusst und vor allem ungewollt auf zwei Trends, die in der Foodbloggerszene seit einigen Jahren total gehypt werden.

Low carb; kein Reis, keine Nudeln und kein Brot

Meine Speisen ordnen sich nicht in diese Kategorien ein, weil ich eine Trendsetterin bin, sondern weil ich kaum Fleisch essen kann und vor allem an Reis, Nudeln und Brot scheitere. Stärkehaltige Produkte machen mir nicht so sehr beim Kauen Probleme, sondern viel mehr beim Schlucken. Oft bleiben Speisereste am Gaumen kleben und die verkürzte Zunge kann diese dann nicht abtransportieren. Oftmalige Versuche haben mich immer wieder eines Besseren belehrt. Brot, Reis und Nudeln fehlen mir auf meinem Speiseplan sehr und keines der drei Lebensmittel schmeckt püriert nur annähernd wie das Original. Zwar findet man in der asiatischen Küche zerkochten Reis, oder andere Getreidesorten in Form von Congee oder Porridge, aber das muss man mögen. Ich mag es nicht. Mit Oatmeals, Haferbrei, Overnightoats, Reisschleim und derartigen Speisen kann man bei mir nur sehr schwer punkten. Es mag natürlich auch daran liegen, dass solche Konsistenzen gerade für Dysphagie-Patienten gerne vorgeschlagen werden, beziehungsweise auch oft in Kliniken serviert werden.

Vegan oder vegetarisch

Ich esse lieber Gemüse in allen zerkleinerten Formen. Püriert, als Suppe, Gelee oder Saft.
Und Milchprodukte haben bei mir sehr großen Zuspruch, die sind nicht vegan, aber no carb.
Würde ich nicht hin und wieder, oder auch öfter, bis sehr oft, mein momentanes Suchmittel, ein Joghurt mit Marroni und Schokolade zu mir nehmen, dann würde ich mich wirklich sehr vorbildlich ernähren. Zumindest von den Inhaltsstoffen. Dass ich nicht mehr richtig kauen und schlucken kann, ist natürlich nicht nur für die Konsistenz problematisch, sondern auch für die Verdauung, weil ein wichtiger Schritt im Verdauungsablauft fehlt. Der Kauvorgang setzt nämlich bereits im Mund Enzyme frei.
Jedenfalls habe ich heute wieder einmal mit einem meiner neuen Hausfreunde herumexperimentiert und eine vegane, low carb, barrierefreie Zwiebelsuppe gekocht. Oder besser gesagt der Philips Soupmaker hat gekocht. So gerne ich auch am Herd stehe, nach den Feiertagen mit viel Familienessen bin ich ganz froh, nur einige, wenige Handgriffe zu tätigen. die beschränken sich in diesem Fall auf Gemüse putzen und würfeln. Ins gerät füllen und einschalten.
Wer keinen derartigen Helfer im Haus hat, kann diese Suppe natürlich auch ganz klassisch im Topf zubereiten. Und mit einem Pürierstab fertigstellen.
Achja, es gibt tatsächlich veganen Weißwein. Einen derartigen habe ich von irgendeinem Foodblogger-Event nach Haus gebracht. Ich trinke seit meiner Erkrankung keinen Alkohol mehr. Verkochen ihn aber bei Bedarf und Zwiebelsuppe ohne Weißwein geht ja gar nicht.

Pürierte Zwiebelsuppe

4 Portionen
2 weiße Zwiebel
1 Karotte
1 kleines Stück Knollensellerie
1 halbe Petersielwurzel
1 Loorbeerblatt
1 Zweig Oregano
100 ml Weißwein
200 ml Reismilch
Salz
Pfeffer
Muskatnuss
Gemüse putzen und grob würfeln. Alles gemeinsam in den Soupmaker geben und die Funktion pürierte Suppen einstellen.
Zubereitung im Topf: Alle Zutaten weich kochen und mit einem Pürierstab fein pürieren.

1 Comment on Pürierte Zwiebelsuppe; vegan und low carb

  1. Carolin
    Januar 4, 2017 at 6:26 pm (11 Monaten ago)

    Oh mmh, die sieht lecker aus! Ich mag Zwiebelsuppe geschmacklich sehr gerne, finde aber die Konsistenz von Zwiebeln doof. Da ist pürieren vielleicht für mich die richtige Wahl ..
    Liebe Grüße aus Berlin!

    Antworten

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