Dinkelstrudel mit schwarzen Ribiseln, ein kleines Küchenhoppala

Ribiseln, auch bekannt als Johannisbeeren, findet man im Moment auf Märkten und in Gärten. In den allermeisten Fällen sind sie rot und herb-süßlich im Geschmack.
Weniger oft trifft man die schwarze Variante an. In Frankreich ist diese Sorte, aus der ein wunderbarer Likör hergestellt wird, unter dem Namen Cassis bekannt. Creme de Cassis verwendet man für Kir royal, ein Mischgetränk mit Champagner, das mich an so manchen Abenden in meiner Jugend begleitet hat. Ich werde jetzt hier nicht ausgiebig von launigen Festen aus vergangenen Zeiten berichten sondern über die etwas holprige Herstellung meines Strudels.
Zuerst ein Danke an meine Schwester, die mich in ihrem Bauerngarten hat ernten lassen.
Und nun zum Hoppala:
Ich verwende, wenn es schnell gehen soll, einen fertigen Dinkelvollkornblätterteig einer großen österreichischen Lebensmittelkette. Dieser Teig hat bis heute immer ein wunderbares Ergebnis gebracht, sei es als Tarte oder auch als Strudel – egal ob herzhaft oder süß.
Also habe ich eine Masse nach dem unten stehenden Rezept zusammengerührt, auf den Blätterteig aufgetragen, den Teig eingerollt und, wie unzählige Male zuvor, gut 30 Minuten mit Umluft gebacken.
Ja, das Ergebnis war flach und ziemlich unansehnlich, wenn nicht schon wirklich ungustiös. Allerdings gab es geschmacklich nichts auszusetzen, weshalb ich das Rezept auch nicht vorenthalten möchte, zumal sich der Strudel wieder halbwegs in Form bringen ließ.
Lange war ich mir nicht ganz sicher, ob man so ein unperfektes Rezept überhaupt veröffentlichen sollte, aber eigentlich spricht nichts dagegen, auch einmal aus dem realen Küchenalltag zu berichten.
Ich habe lange gerätselt, weshalb sich der Strudel entformt hat, und bin zu keiner befriedigenden Erklärung gekommen. Möglicherweise ist der Mascarpone der Schuldige, weil er sich beim Erwärmen gerne verflüssigt.


Dinkelstrudel mit schwarzen Ribiseln

1 Strudelblatt


1 Dinkelvollkornstrudelblatt
250 g schwarze Ribiseln
250 ml Mascarpone
2 Eier
3 Esslöffel brauner Rohrzucker
1 Kaffeelöffel Vanillezucker
Milch

Optional:
Staubzucker
Schlagobers (Sahne)


Mascarpone und Eier gut verrühren, Zucker und Vanillezucker einstreuen, Ribiseln vorsichtig unterheben.
Strudelteig gut 20 Minuten vor Verwendung aus dem Kühlschrank nehmen und ausrollen.
Die Beerenmasse auftragen und den Teig einrollen. Die Enden einklappen und den Strudel mit etwas Milch bestreichen.
30 Minuten bei 170 Grad mit Umluft backen, auskühlen lassen, eventuell mit Staubzucker bestreuen und mit reichlich Schlagobers servieren. 

7 Comments on Dinkelstrudel mit schwarzen Ribiseln, ein kleines Küchenhoppala

  1. Kebo homing
    Juli 9, 2014 at 6:28 am (3 Jahren ago)

    Hallo Claudia,
    ich mache das auch so, wenn es schnell gehen muss und greife auf TK-Blätterteig zurück… probier beim Blätterteig mal 200 Grad Ober- und Unterhitze, Umluft mag er nicht so gerne, dann wird er knuspriger… dafür reichen bei einem Strudel so ca. 25 Minuten.
    Liebe Grüße,
    Kebo

    Antworten
  2. Claudia Sassomarrone
    Juli 9, 2014 at 6:45 am (3 Jahren ago)

    Hallo Kebo, ja, das wäre einen Versuch wert, allerdings kann ich ja nichts Knuspriges essen…insofern war das gatschige Ergebnis eh nicht so dramatisch 😉 Grüße nach Südtirol. Claudia

    Antworten
  3. giftigeblonde
    Juli 12, 2014 at 7:54 pm (3 Jahren ago)

    Ist mein Kommentar im Nirvana verschwunden?

    lg. S.

    Antworten
  4. Claudia Sassomarrone
    Juli 12, 2014 at 8:01 pm (3 Jahren ago)

    Mhhh, da war nix, oder hab ich fälschlich gelöscht?? Worum ging es? Starte doch bitte einen zweiten Anlauf, lG Claudia

    Antworten
  5. giftigeblonde
    Juli 13, 2014 at 6:04 pm (3 Jahren ago)

    Claudia war nicht so wichtig, nur das ich auch schon früher vor Jahren festgestellt habe, dass sich diese Teige obwohl gleicher Marke unterschiedlich verhalten können 🙂
    lg. Sina

    Antworten
  6. Claudia Sassomarrone
    Juli 13, 2014 at 6:19 pm (3 Jahren ago)

    Hallo Sina, das ist jetzt wirklich kurios, denn der Kommentar war tatsächlich nie hier, aber danke für den Hinweis, ich verwende eher selten fertigen Teig, aber sowas wäre mir noch nicht aufgefallen. Ich glaub wirklich, dass der Mascarpone der Schuldige war, egal das Ding wurde trotzdem mit Freude gegessen 😉 Liebe Grüße Claudia

    Antworten
  7. giftigeblonde
    Juli 14, 2014 at 3:15 pm (3 Jahren ago)

    eben eben, ich verwende den auch nicht mehr, seit mindestens einem Jahr, seit ich Susis Topfenblätter- und ihren STrudelteig mal nachgemacht habe,..kauf ich das Zeugs nimmer.
    Egal, Hauptsache es ist gegessen worden und hat geschmeckt 🙂
    lg. Sina

    Antworten

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