Feine Portulak-Suppe und Geschichten von früher

Suppe mit Fortimel und Portulak

Heute möchte ich euch ein wenig zurück in meine Krankengeschichte entführen. Es hat vor bald fünf Jahren vor, während und besonders nach der langen und teils sehr leidvollen onkologischen Therapien Zeiten gegeben, in denen ich auf hochkalorische Nahrung angewiesen war. Hochkalorische Getränke sind im Volksmund auch als Astronautennahrung bekannt. Das bedeutet, dass mit einer relativ geringen Menge Flüssigkeit viel Energie dem Körper zugeführt werden kann.
Ich war damals kurz nach der Diagnose sehr erstaunt, dass ich derartige Drinks schon vor der Operation trinken sollte. Die Erklärung war leicht gefunden, ich sollte damals noch soviel wie möglich Gewicht zunehmen, weil es klar war, dass ich viele Kilos verlieren würde und ich damals auch nur knapp 60 Kilo Ausgangsgewicht auf die Waage brachte. Da war ich nicht spindeldürr, aber unterhalb des sogenannten Normalgewichtes. Ganz viele Wochen, nein eigentlich Monate begleitete mich Fortimel Compact. Das wurde mir schon morgens in der Klinik für den ganzen Tag in meinen Kühlschrank gestellt und hatte den Vorteil, dass ich mit nur drei Fläschchen den ganzen Tagesbedarf abdecken konnte. Mehr als diese Flüssigkeitsmenge hätte ich technisch gar nicht zu mir nehmen können, weil ich wirklich kaum essen konnte.
Ich erinnere mich noch gut an die verschiedenen Geschmacksrichtungen. Vor allem Schokolade. Diese Variante schmeckte wie ein wunderbarer Kakao, den ich gerne in meiner Kindheit trank. Bis auf eine längeren Unterbrechung war, während der ich ausschließlich via Magensonde ernährt wurde, war zumindest ein Fortimel Getränk, für fast ein Jahr, ein fixer Bestandteil meines täglichen Ernährungsplan.
Es sind ja die Jahre seit meiner Erkrankung nicht immer ganz problemlos verlaufen. Die größten Schwierigkeiten habe ich auch heute noch mit meinen Zähnen, sofern sie noch vorhanden sind. Das bedeutet dann sehr oft, dass ich über Tage hinweg nicht einmal mit Brei oder fein pürierter Kost über die Runden komme. Dann mache ich mich auf den Weg in die Apotheke und decke mich mit ein paar Fläschchen ein. Ich bevorzuge inzwischen die neutrale Variante, denn die kann man wunderbar weiter verarbeiten. Nur trinken wäre mir zu wenig Genuss, darauf lege ich bei meiner Ernährung einfach viel Wert. Hochkalorische Getränke, wie Fortimel, kann man wie Schlagobers verarbeiten, aber eben mit dem Vorteil, dass zum Beispiel ein Teller Suppe nicht nur genügend Kalorien beinhaltet, sondern auch Proteine und mit Vitaminen gut ausgestattet ist. So kann man bestens einer Mangelernährung vorbeugen, die man nur sehr schwer wieder los wird, wie ich aus eigener, leidvoller Erfahrung weiß.
Jetzt findet man auf den Märkten und beim gut sortierten Gemüsehändler schon vielerlei frische Kräuter. Dazu zählt auch Portulak. Der sieht nicht nur hübsch aus, sondern verleiht Salaten und eben Suppen einen feinen Geschmack. Diese suppe kann man natürlich auch mit Schlagobers zubereiten.

Suppe mit Portulak

1 Portion

200 ml klare Gemüsebrühe
1 Flasche Fortimel Compact (125 ml)
1 Hand voll Portulak
etwas Meersalz

Gemüsebrühe erhitzen, grob gehackten Portulak einrühren. Fortimel hinzufügen. Kurz durchziehen lassen und die Suppe mit einem Stabmixer fein pürieren und aufschlagen. Mit Meersalz nach Bedarf würzen.

 

Suppe Fortimel Portulak

Fortimel Compact kann zur ausschließlichen Ernährung verwendet werden oder als Ergänzung. Es ist frei in der Apotheke erhältlich, kann aber auch über ärztliche Verschreibung bezogen werden.

Dieser Artikel enthält Produktwerbung, entspricht jedoch inhaltlich meiner privaten Wahrnehmung.

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