Löwenzahnhonig á la Omi

Zuletzt aktualisiert am 9. April 2021 um 14:15
Nach dem beliebten Maiwipferlhonig, den ich auch sicher heuer wieder herstellen werde, sobald die Fichtentriebe groß genug sind, möchte ich euch ein weiteres Honigrezept vorstellen. Ich erinnere mich an meine Kindheit, in der echter Bienenhonig ein Luxusartikel war, außer man kannte einen Imker. Meine selige Omi, bei der ich auch aufwuchs und die viele Jahre bis zu ihrem Tod bei uns lebte, verwendete ständig Gewächse die rund ums Haus wuchsen. Nicht nur das Gemüse aus dem eigenen Garten oder Obst von den Bäumen, sondern allerlei was die Natur so bot.
Löwenzahn bei Halserkrankungen
Wildkräuter wurden als Würze verwendet oder für medizinische Anwendungen. Aus Löwenzahnblättern entstand Röhrlsalat, so die österreichische Bezeichnung, und aus den Blüten wurde Honig hergestellt. Leider gibt es dazu kein schriftlich überliefertes Rezept, aber ich habe meiner Omi oft genug über die Schulter geschaut. Außerdem war es die Aufgabe von uns Kindern, die Blüten zu sammeln. Löwenzahnhonig ist vegan und es wird ihm positive Wirkung bei Halserkrankungen und Husten nachgesagt. Ich esse ihn gerne mit Ziegenfrischkäse oder mit Naturjogurt verrührt. Auf Grund des hohen Zuckergehaltes eignet er sich sehr gut zum Süßen.

Löwenzahnhonig á la Omi
Zutaten
- 200 g Löwenzahnblüten
- 1 l Wasser
- 1 kg Rohrohrzucker
- 2 Zitronen
- 2 Zweige Rosmarin
- frische Thymianstängel
- Minzeblättchen
Anleitungen
- Für den Löwenzahnhonig Blüten gut ausschütteln, damit keine Insekten mit gekocht werden.
- Zitronen vierteln.
- Blüten in 1 Liter Wasser mit Zitronen und Gewürzen ca. 2 Stunden stehen lassen, danach aufkochen und 3 bis 4 Stunden leicht köcheln lassen.
- Über Nacht auskühlen und anschließend durch ein Sieb abseihen.
- Zucker in die Flüssigkeit geben und kurz aufkochen und solange leicht köcheln lassen bis die Masse Fäden zieht.
- Noch im warmen Zustand in verschließbare Gläser füllen und kopfüber auskühlen lassen.
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