Restaurant Obauer in Werfen; Wiedersehen nach langer Zeit

Es sind einige Jahre vergangen, dass ich das letzte Mal bei den Obauer-Brüdern in Werfen zu Gast war. Früher war ich zu den verschiedensten Anlässen, wie Geburtstag, Hochzeitstag oder Geschäftsessen gerne in diesem außergewöhnlichen Haus zu Besuch. Mein Ausbleiben hatte nichts mit der Qualität des Lokales zu tun, sondern viel mehr mit meiner Erkrankung.

In den letzten Monaten bin ich auf diversen Veranstaltungen auf Karli und Rudi, wie sie langjährige Gäste nennen dürfen, getroffen. Unvergesslich wird mir ein gemeinsames Mittagessen im Salzburger Ikarus mit den beiden bleiben. Dort hatte ich auch eine wunderbare Gelegenheit das Thema *barrierefrei essen*, das mir so sehr am Herzen liegt zu erläutern. Auch hier konnte ich auf viel Gehör stoßen. So lag es auf der Hand auch die Obauers um ein Rezept zu ersuchen. Somit ergab sich die Gelegenheit wieder einmal den Weg nach Werfen anzutreten.

 

Es folgte ein fantastischer Abend mit zahlreichen Gerichten, die auf meine besondern Bedürfnisse perfekt abgestimmt waren. Auf der Karte waren einige Speisen zu finden, die ohne Weiteres für Menschen mit Kau-und Schluckproblemen gut zu essen sind. Dazu zählen Suppen und Vorspeisen, wie Variationen von der Gänseleber oder Pudding von der Jakobsmuschel, der ein außergewöhnliches Geschmackserlebnis bot.

 

Sehr wertschätzend fand ich, dass man extra einen Teller mit vier verschiedenen Süppchen und Saucen für mich vorbereitet hatte. Geschmacklich einwandfrei war der marinierte Alpenlachs, der mit frischen Frühlingskräutern serviert wurde.

Natürlich schielte ich auf die Teller meines Mannes, der unter anderem ein zartes Lammfilet als Hauptspeise geniessen konnte.
Als kleine Aufmerksamkeit gab es eine Torte für das mitgereiste Geburtstagskind.

Schade, dass das Wetter nicht mitspielte, denn das Restaurant verfügt über einen schönen, verwunschenen Garten.
Ich möchte mich nicht nur bei den Brüdern Obauer für die herzliche Bewirtung bedanken , sondern auch beim Serviceteam, dass sehr entgegenkommend auf meine besonderen Wünsche eingegangen ist. Es zeigt  welch hohe Professionalität dem Gast entgegen gebracht wird, ohne dass die Herzlichkeit verloren geht.
Obwohl sich meine Essbedürfnisse radikal verändert haben, konnte ich mich von der stabilen Qualität, die in diesem schönen Haus seit Jahrzehnten geboten wird neuerlich überzeugen.

 

Marinierter Alpenlachs mit Schalotten-Grapefruit-Marmelade

6 Personen

600 g Alpenlachs
3 Esslöffel Zucker
60 ml Oystersauce
60 ml Sojasauce
40 ml Rum 36%
Tabasco
2 Handvoll Wasserkresse

Marmelade
250 g Schalotten
2 rosa Grapefruits
1 Stück Ingwer (ca. 2 cm lang)
150 g Gelierzucker

Dressing
1 Stück Ingwer (ca. 2 cm lang)
Saft einer halben Zitrone
6 Esslöffel Erdnussöl
6 Esslöffel Sesamöl
6 Esslöffel Sojasauce
1 Esslöffel Kristallzucker

Für die Marmelade Schalotten schälen und viertelen.Gräpefruits so schälen, dass auch die Haut vom Fruchtfleisch abgehoben wird.
Spalten zwischen den Trennhäuten aus der Frucht schneiden.Rest ausdrücken, Saft auffangen. Ingwer scälen und fein hacken.
Schalotten, Ingwer, Grapefruitspalten  und -Saft mit 1/8 l Wasser und Gelierzucker zirka 20 Minuten leise kochen. Marmelade in Gläser füllen und auskühlen lassen.
Alpenlachs in Würfel oder  dünne Scheiben schneiden und in ein verschließbares Gefäß geben. 300 ml Wasser mit Zucker, Oystersauce, Sojasauce, Rum und reichlich Tabasco verrühren. Die Marinade auf den Alpenlachs gießen. Alpenlachs im verschlossenen Gefäß mindestens einen halben Tag marinieren lassen.
Für das Dressing Ingwer schälen, fein hacken (man benötigt 1 bis 2 Esslöffel) und mit den restlichen Zutaten verrühren. Alpenlachs mit Marmelade anrichten und mit Kresse garnieren. Mit Dressing beträufeln.

Ich bedanke mich für das wunderbare Rezept und die herzliche Gastfreundschaft.

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